Straßenbau

Im Fokus: die Autobahn – ohne Umleitung

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Auf dem Podcast-Kanal „Pályán vagyunk” (Wir sind auf Kurs) von MKIF gibt es mehrere Rubriken zu verschiedenen Themen. László Szimicsku, Leiter der Kommunikationsabteilung, beantwortet monatlich die interessantesten und wichtigsten Fragen der Fahrgäste.

Die Sendung „Ohne Umleitung – Fragen und Antworten” soll sachlich und verständlich darlegen, was, wie und warum auf dem von MKIF Magyar Koncessziós Infrastruktúra Fejlesztő Zrt. betriebenen, rund 1300 km langen Schnellstraßennetzes geschieht. Die Verkehrsteilnehmer sollen dabei fundierte und fachkundige Antworten auf ihre Fragen erhalten. In der neuesten Folge des Podcasts wurden folgende Themen angesprochen:

 

Wie laufen Enteignungen beispielsweise im Fall der Autobahnen M1 und M7 ab?

Die Enteignung ist eine staatliche Aufgabe; MKIF Zrt. ist an diesem Verfahren nicht beteiligt. Der Staat nimmt Kontakt zu den betroffenen Eigentümern auf und führt die Enteignung durch.

 

Wenn die Fahrbahn auf der M1 bereits zuvor saniert wurde, warum muss die Straße dann jetzt wieder aufgerissen werden?

Die Autobahn M1 wurde zwischen 1964 und 1996 in verschiedenen Zeiträumen und Abschnitten unter Einsatz unterschiedlicher Technologien gebaut, weshalb ihre Tragkonstruktion nicht einheitlich ist. Im Rahmen des aktuellen Bauvorhabens:

  • Auf dem gesamten 78 km langen Abschnitt der Erweiterung wird die Fahrbahn auf beiden Seiten bis zu einer Tiefe von 100–120 cm aufgerissen;
  • Es entsteht eine völlig neue, einheitliche Struktur;
  • Es wird eine dickere, 32 cm starke Deckschicht aufgebracht (im Gegensatz zu den bisherigen 20–21 cm).

Dies erhöht die Belastbarkeit und die Lebensdauer erheblich.

 

 

Was rechtfertigt die langen, zusammenhängenden Umleitungen?

Dafür gibt es zwei Hauptgründe:

1. Aspekte der Arbeitsorganisation

  • Die Bauarbeiten finden bei hohem Verkehrsaufkommen statt;
  • Es müssen große Mengen an Material und Maschinen transportiert werden;
  • Es müssen mehrere Millionen Kubikmeter Erde bewegt werden.

Längere Umleitungen ermöglichen ein effizienteres Arbeiten.

2. Verkehrssicherheit

  • weniger Umleitungen = weniger Verkehrsbeeinträchtigungen;
  • Durch die geringeren Ausweichmanöver nimmt die Zahl der abrupten Bremsmanöver und Spurwechsel ab, wodurch der Verkehr sicherer werden kann;
  • Wenn es mehrere kleinere Umleitungen gäbe, müsste der Verkehr während der Bauarbeiten insgesamt öfter und an mehr Stellen eingeschränkt werden,

Es ist wichtig zu wissen, dass zwar an den Umleitungen Geschwindigkeitsbegrenzungen gelten, die 2×2-Spur jedoch weiterhin genauso zur Verfügung steht wie vor Beginn der Ausbauarbeiten. Die Kapazität hat sich nicht verringert. Die MKIF Zrt. führt die Betriebsaufgaben auf der im Ausbau befindlichen Strecke, wo und wann immer möglich, nachts durch, um den Verkehr so wenig wie möglich zu behindern, und die Ausbauarbeiten an der Strecke werden so organisiert, dass der Verkehr auf der Hauptstrecke nur für die unbedingt notwendige Zeit behindert wird. Die meisten Arbeiten werden vom Baugelände oder von den Nebenstraßen neben der Strecke aus durchgeführt.

 

Aus welchem Material besteht die zusätzliche Spur?

Aus dem gleichen Material wie die anderen Fahrspuren. Die gesamte Fahrbahnkonstruktion wird einheitlich sein, damit jede Fahrspur die gleiche Belastung aushalten kann.

Nach der Erweiterung:

  • Es wird pro Fahrbahnseite drei Fahrspuren geben,
  • zusätzlich wird auf jeder Seite ein intelligenter Haltebereich (ITS) errichtet, der als vollwertige Fahrspur genutzt werden kann,
  • So kann der Verkehr zwischen Budapest und Győr nach dem Ausbau sogar auf 2×4 Fahrspuren fließen.

An den Knotenpunkten wird es 2×5 Fahrspuren geben, da neben der ITS-Spur die Auf- und Abfahrten gebaut werden.

 

 

Warum ist eine einheitliche Bahnstruktur wichtig?

Die einheitliche Konstruktion sorgt einerseits für eine höhere Belastbarkeit, verringert andererseits das Risiko von Konstruktionsfehlern und führt zu einer längeren Lebensdauer.

 

Wann wird der Verkehrsknotenpunkt in Biatorbágy eröffnet?

Geplant ist Ende Mai 2026. Diese Maßnahme könnte die Anfahrt von den Vororten nach Budapest vereinfachen, den Verkehr auf der Autobahn entlasten und die Verkehrsdynamik erheblich verbessern.

 

Was ist der nächste Schritt beim Ausbau der M1?

Die derzeitige Verkehrsführung wird voraussichtlich bis Herbst 2026 bestehen bleiben. Bis dahin werden auf der Fahrbahnseite in Richtung Budapest die Fahrbahnränder verbreitert. Im Herbst 2026 wird der gesamte Verkehr mit 2×2 Fahrspuren auf die Fahrbahnseite in Richtung Hauptstadt verlegt, während auf der Fahrbahnseite in Richtung Győr mit dem vollständigen Abbau und dem Neubau der Fahrbahn begonnen wird. Täglich arbeiten ca. 1500 Menschen an dem Projekt, oft an Stellen, die von der Fahrbahn aus nicht zu sehen sind.

 

 

Warum finden die Arbeiten auf mehreren Abschnitten gleichzeitig statt?

Aufgrund der engen Zeitvorgaben ist eine parallele Durchführung der Arbeiten erforderlich (für den Ausbau stehen bis Bicske 36 und bis zur Raststätte Concó 48 Monate zur Verfügung). Zwischen dem 20. März und dem 2. April 2026 wurden bzw. werden 263 Arbeiten auf der Strecke durchgeführt (dazu gehören unter anderem Straßen- und Brückenbauarbeiten sowie umwelttechnische und verkehrstechnische Maßnahmen). Der Ausbau der M1 verläuft planmäßig.

 

Führt MKIF derzeit noch andere Entwicklungen durch, die über M1 hinausgehen?

Im Jahr 2026 finden im Netz MKIF Zrt. nicht nur groß angelegte Sanierungs- und Ausbauprojekte statt. In Monor entsteht eine neue Raststätte (dazu ist in den letzten Tagen auf der Seite mkif.hu eine eigene Projektseite online gegangen: https://development.mkif.hu/m4monor), und bei Kunszentmárton beginnt ebenfalls noch in diesem Jahr der Bau eines neuen Verkehrsknotenpunkts.

Die gesamte Folge des Podcasts kann auf YOUTUBE angesehen und unter SPOTIFY.

Quelle: Link

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