Straßenbau

So wurde die alte Fahrradbrücke in Venedig abgerissen

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MKIF, magyarepitok.hu
Mit drei Spezialkränen hat der MKIF Zrt. in zwei Nächten die alte Fußgänger- und Fahrradbrücke neben der Raststätte Venedig abgebaut.

Nachdem die neue Brücke am 6. Mai 2026 in Betrieb genommen wurde, ist es nun an der Zeit, die alte Brücke abzureißen. Die MKIF Magyar Koncessziós Infrastruktúra Fejlesztő Zrt. erklärte, dass regelmäßig über die Arbeiten an diesem im Rahmen des Projekts errichteten Bauwerk berichtet wurde. Die von Főmterv Zrt. entworfene Bogenbrücke hatte bereits vor ihrer Übergabe internationale fachliche Anerkennung erhalten.

Nach Angaben der Fachleute von MKIF umfasste der Abbau der alten Brücke vier Schritte:

  • Vorbereitungsarbeiten (Aufstellen von Hilfsvorrichtungen, Einrichten von Hebepunkten durch Vorbohren und Schneiden). Freilegung verdeckter Bauteile (z. B. Brückenpfeiler, Fundamentkörper);
  • Herausheben, Zerlegen und Abtransportieren der Brückenkonstruktion zwischen den schrägen Stützen sowie anschließendes Abtragen, Zerlegen und Abtransportieren der verbleibenden Brückenkonstruktion auf der Seite in Richtung Plattensee;
  • Abbruch, Zerlegung und Abtransport der verbleibenden Brückenkonstruktion auf der Seite in Richtung Hauptstadt;
  • Abschlussarbeiten (Böschungsausbau, Aufbringen von Humus, Bepflanzung, Zaunbau).

Die Arbeiten wurden gemäß einem genehmigten Abbruchplan durchgeführt. Aufgrund ihrer statischen Konstruktion wurde die Brücke in kleinere Teile zerlegt; nach dem Abbruch wurden die Brückenelemente vom Standort entfernt bzw. abtransportiert.

„Die zerlegten Bauteile wurden mithilfe von Kränen herausgehoben, auf Transportfahrzeuge verladen und abtransportiert”, betonten sie.

Dafür waren zwei Wochenenden nötig

Da man bestrebt war, den Abbau mit möglichst geringen Verkehrsbeeinträchtigungen durchzuführen, boten sich dafür – basierend auf den Verkehrsdaten der vergangenen Jahre – nur das Wochenende und die Nachtstunden an. Aufgrund des Zeitaufwands der komplexen Arbeiten und der Besonderheiten der Konstruktion wäre es jedoch nicht möglich gewesen, die Brücke an einem einzigen Wochenende abzubauen, weshalb dies in zwei Phasen erfolgte. In der Nacht vom 9. auf den 10. Mai, also von Samstag auf Sonntag, wurde ein Großteil des Bauwerks entfernt, und in der Nacht vom 16. auf den 17. Mai wurden auch die letzten Elemente abgebaut. Die Vorbereitungs- und Nacharbeiten konnten an Wochentagen unter Einsatz mobiler Umleitungen durchgeführt werden.

Im Rahmen der Vorbereitungsarbeiten wurde die Brückenkonstruktion an den Brückenpfeilern nach hinten abgespannt, damit die verbleibenden Bauteile nach dem Ausbau des mittleren Brückenteils (des Abschnitts zwischen den schrägen Stützen) stabil bleiben, sodass kein Umstürzen möglich ist.

Außerdem konnten sie im Voraus die Standorte bzw. Aufstellflächen vorbereiten, an denen die Bauteile an den Kränen befestigt werden konnten. Dazu waren Vorbohrungen, Schnitte und geringfügige Abbrucharbeiten erforderlich. Zudem mussten sie die Ausgrabung der mit Erde bedeckten Bauteile (Brückenköpfe, Pfeiler, Fundamentkörper) veranlassen, damit der Abbruch so reibungslos wie möglich ablief.

Die Brücke wurde mit Trennsägen und Seilsägen zersägt

Die Bauunternehmer mussten die zerlegten Bauteile auf eine Größe zuschneiden, die für den Transport auf öffentlichen Straßen geeignet war, wobei sowohl die Abmessungen als auch das Gewicht eine Rolle spielten. Das Ziel bestand darin, die Bauteile mit möglichst geringem Transportaufwand abtransportieren zu können.

„Das Zerschneiden der einzelnen Einheiten erfolgte mit Scheiben- und Seilschneidgeräten, die Fundamentkörper wurden mit Baggerladern abgetragen, während das Herausheben mit Hilfe von mobilen Autokränen erfolgte”, hieß es.

Das Wichtigste ist die Sicherheit der Mitarbeiter und der Verkehrsteilnehmer

Die Fachleute mussten besonders auf die Pendelbewegungen der angehobenen Brückenelemente und die Reichweite der Kräne achten, da die neue Brücke sehr nahe an der Abbruchstelle lag. Bei den vorbereitenden Schneide- und Bohrarbeiten wurde zudem besonders auf die Absturzsicherung der Arbeiter geachtet.

Obwohl die Vorbereitungs- und Abschlussarbeiten unter der Woche unter Einsatz mobiler Umleitungen durchgeführt wurden, waren zum Zeitpunkt der eigentlichen Abbrucharbeiten zwei halbseitige Sperrungen (die die rechte bzw. linke Fahrbahn betrafen) sowie eine kurzzeitige vollständige Sperrung der Fahrbahn erforderlich. Hinzu kamen – für kurze Zeiträume – neben mobilen Umleitungen auch Fahrbahnsperrungen vor und nach den Fahrbahnsperrungen.

Für den Abbau war die koordinierte und präzise Arbeit von fast hundert Fachkräften erforderlich; außerdem wurden die Arbeiten von insgesamt drei Spezialkränen unterstützt (einem mit 650 Tonnen und zwei mit 400 Tonnen Tragkraft), da die beiden kleineren Brückenteile jeweils 46 Tonnen und das Element zwischen den beiden Stützen 96 Tonnen wog. Diese drei Maschinen waren für das sichere Anheben der Teile unverzichtbar.

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