Was wird gebaut?
Der intermodale Verkehrsknotenpunkt in Kőszeg könnte in zwei Jahren fertiggestellt sein
Noch im Jahr 2020 berichteten wir über die Planung des intermodalen Verkehrsknotenpunkts von Kőszeg (IMCS). Es dauerte lange, bis im September letzten Jahres endlich die Ausschreibung für die Bauausführung veröffentlicht wurde. Nun können wir berichten, dass das Bauunternehmen ausgewählt wurde und die Bauarbeiten beginnen können. Die Mitarbeiter von Generál Mély- és Magasépítő Zrt. haben 23 Monate Zeit, um die umfassende Sanierung des Bahnhofs in Kőszeg umzusetzen.
Im Rahmen der rund 2,5 Milliarden Forint teuren Investition könnte auf dem Gelände des Bahnhofs, zwischen dem Bahnhofsgebäude und den Gleisen ein neuer Busbahnhof für Nah- und Überlandverkehr entstehen, und zwar durch die Verlängerung des im Rahmen des Projekts GYSEV Zrt. geschaffenen gemeinsamen Bahn- und Busbahnsteigs. Dadurch entstehen zusätzlich zu den bereits realisierten zwei Haltestellen sechs weitere Haltestellen für das Ein- und Aussteigen.
Auf dem gemeinsamen Bahnsteig werden drei überdachte Wartebereiche sowie ein geschlossener, beheizter und gekühlter Warteraum errichtet.
Auch die Eisenbahnschienen werden erneuert, und es werden neue Gleise angelegt
In dem Waldgebiet neben der Bahnstrecke wird eine neue, 95 Meter lange öffentliche Straße angelegt, die von der Verlängerung des gemeinsamen Bahnsteigs bis zur Anschlussstelle an die Hauptstraße 87 führt. Der Bahnhof wird aus südwestlicher Richtung über die Straße 87 erreichbar sein und kann über die neue öffentliche Straße wieder verlassen werden.
Durch den Abriss des 252 Meter langen Industriegleises und des daneben stehenden Lagergebäudes auf dem Gelände wird ein P+R-Parkplatz mit 54 Stellplätzen errichtet. Zusammen mit dem Abriss des Gleises ist auch der Abriss der Weiche erforderlich, was den Bau eines 34 Meter langen Durchfahrtsgleises im Weichenbereich sowie Gleisanpassungen auf einer Länge von 70 Metern notwendig macht. Im Parkhaus werden drei Stellplätze für Menschen mit eingeschränkter Mobilität eingerichtet.
Der P+R-Parkplatz wird künftig über die Vasútállomás-Straße erreichbar sein; diese wird auf einer Länge von 54 Metern von der Straße 87 bis zum Abholgebäude auf einer neuen Trasse verlegt.
Eine ampelfreigesteuerte Kreuzung sowie drei neue Fußgängerüberwege werden die Anfahrt zum Bahnhof erleichtern; auf dem Gelände vor dem Empfangsgebäude werden zudem sieben Park-and-Ride-Parkplätze parallel zur Fahrbahn eingerichtet. An der Kreuzung Szombathelyi út – Rákóczi F. utca – Vasútállomás utca – Alsó krt. wird zur Entlastung des Verkehrs an der geplanten Ampelkreuzung eine Entlastungsstraße zwischen der Pogányi utca und der Cáki út auf einer Gesamtlänge von 524 Metern gebaut, zu der auch ein einseitiger, eigenständiger, 1,5 Meter breiter Gehweg angelegt wird.
Nördlich der Busausfahrt wird ein Busdepot für zehn Busse errichtet; an der Kreuzung der hier entstehenden neuen Straße mit der Hauptstraße 87 wird eine Ampelkreuzung mit zwei neuen Fußgängerüberwegen gebaut; außerdem wird die Hauptstraße 87 auf einer Länge von 390 Metern saniert.
Es wird auch eine Fahrradbrücke gebaut
Der Radweg von Kőszegfalva wird an den intermodalen Knotenpunkt auf der rechten Seite der Straße 87 angebunden, über die Hauptstraße geführt und an die im Rahmen eines kommunalen Bauvorhabens realisierte Fahrradbrücke angeschlossen.
Der geplante 391 Meter lange Fuß- und Radweg wird getrennt vom Straßenübergang verlaufen und die Bahnstrecke an einer eigens dafür vorgesehenen Stelle überqueren, wo ein 3,6 Meter breiter Bahnübergang für Radfahrer und Fußgänger mit einem Belag aus Gummielementen im Gleisbereich angelegt wird. Aufgrund des Übergangs ändert sich die Gleisanordnung, sodass neben der Verlegung einer Lautsprechersäule auch ein Austausch und eine Anpassung der Gleise erforderlich sein werden.
Zwischen der Kreuzung der Vasútállomás-Straße und der Zufahrtsstraße zur Endstation wird vom gemeinsamen Fuß- und Radweg ein 47 Meter langer, in beide Richtungen befahrbarer Radweg abzweigen, der zum Park-and-Ride-Parkplatz neben dem Bahnhofsgebäude führt, der unter der Nummer GYSEV Zrt. angelegt wurde.
Auch Gebäude und Grünflächen werden renoviert
Auch einige Innenräume des Bahnhofsgebäudes werden umgestaltet: Es wird ein geschlossener Bürokomplex für die MÁV Személyszállítási Zrt. eingerichtet (Verkehrsbüro, Pausenraum, Kasse usw.), aber auch die Wartehalle für Fahrgäste und die Sanitäranlagen werden renoviert (auf einer Gesamtfläche von 183 m²).
Auch die Grünflächen in der Umgebung werden neu gestaltet; vor dem Fahrkartenschalter des Bahnhofs entsteht zudem ein Park.
Hier sind auf einer Fläche von 3947 m² Begrünungsarbeiten sowie die Anpflanzung von 8285 Pflanzen erforderlich.
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