Klima-X

Die Bahnstrecke im Donauknie soll durch Schuttfangsysteme geschützt werden

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Foto: Illustration / magyarepitok.hu Titelbild: Archiv / MÁV FKG Kft.
Durch den Einbau spezieller Geröllsicherungen und Böschungsschutzsysteme würde das Projekt MÁV die Risiken auf dem erdrutsch- und abrutschgefährdeten Abschnitt der Eisenbahnstrecke Nr. 70 zwischen Nagymaros und Szob verringern. Die Maßnahme würde sich auf eine Böschungsfläche von fast 19.000 Quadratmetern erstrecken.

Das MÁV Pályaműködtetési Zrt. hat im malerischen Donauknie ein Verfahren ausgeschrieben, um den kritischen Abschnitt der Bahnstrecke 70 im malerischen Donauknie zu erhalten. Die Eisenbahngesellschaft beabsichtigt, einen Rahmenvertrag im Wert von 3 Milliarden Forint abzuschließen, um die durch den Klimawandel beschleunigten Erosionsrisiken zu mindern.

Vor vier Jahren wurde ein Abschnitt der Piste von einer Schlammlawine überschwemmt  

Im Juni 2022 stürzte infolge heftiger Regenfälle eine etwa 10.000 Kubikmeter große Schlamm- und Gerölllawine vom Szent-Mihály-Berg auf die Bahnstrecke 70. Am Übergang bei Dömös bedeckten Geröll und Schutt die Gleise auf einer Länge von 1.700 Metern. Im Zuge der Sanierungsarbeiten wurden die Oberleitung erneuert sowie die Böschung und die Stützmauer wiederhergestellt.

 

Foto: Archiv / Gruppe MÁV

Die Maßnahme würde neun Erosionsschluchten betreffen

Die aktuelle Ausschreibung zielt darauf ab, die Risiken zu mindern. Der 484 Meter hohe Szent-Mihály-Berg ist eine der prägenden Naturformationen des Donau-Bogens: Obwohl er landschaftsgeografisch zum Börzsöny-Gebirge gezählt wird, gehört er hinsichtlich seiner Entstehung eigentlich zum vulkanischen System des Visegrád-Gebirges.
Unter dem Einfluss des Klimawandels, von Sturzfluten und früherer Bergbauaktivitäten haben sich die Erosionsprozesse seit 2010 verstärkt. Gemäß der Ausschreibung kann der Auftraggeber in neun Erosionsschluchten die Errichtung eines Schutzsystems und von Hangbefestigungen beantragen. Die Gesamtfläche des Schutzgebiets beträgt 18.900 Quadratmeter.

Ein Sicherheitssystem wird errichtet

Der Schutz des Streckenabschnitts zwischen Nagymaros und Szob soll durch die Installation vorgefertigter Spezialkonstruktionen verstärkt werden, die zum Auffangen von feinem und grobem Geröll geeignet sind. In den einzelnen Erosionsrinnen müssen Sedimentfänger und Netze in unterschiedlichem Umfang installiert werden. Ein einzelner Beschaffungsbedarf kann im Durchschnitt den Schutz einer Hangfläche von 1500 Quadratmetern betreffen.

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