Nachrichten aus der Industrie

Ein neues Kapitel in der ungarischen Bauwirtschaft: Der Leiter des Ministeriums für Verkehr und Investitionen wurde ernannt

Veröffentlicht

Foto: Facebook-Seite von Dávid Vitézy
Dávid Vitézy hob unter anderem den Wiederaufbau des institutionellen Systems hervor, das für die Vorbereitung und Durchführung staatlicher Investitionen erforderlich ist, als eine der Aufgaben des neuen Ministeriums.

Am 12. Mai begann ein neues Kapitel in der ungarischen Bauwirtschaft: Dávid Vitézy wurde zum Minister für Verkehr und Investitionen ernannt. Die Mitglieder der neuen Regierung wurden am frühen Dienstagnachmittag von Staatspräsident Tamás Sulyok im Sándor-Palast offiziell ernannt; anschließend werden die Mitglieder der neuen Regierung im Parlament ihren Amtseid ablegen.

Der für das Bauwesen zuständige Minister wurde am Montag im Vorfeld seiner Ernennung vom Verkehrs- und Investitionsausschuss des Nationalrats angehört. Der Ausschuss befürwortete die Ernennung des Verkehrsexperten mit sechs Ja-Stimmen und einer Enthaltung.

Dávid Vitézy gab vor der Sitzung bekannt, dass Zsolt Tárkányi ihn als parlamentarischer Staatssekretär im Ministerium für Verkehr und Investitionen bei seiner Arbeit unterstützen werde.

Die Ära des eigenständigen Bauministeriums geht zu Ende

Mit dem heutigen Tag geht eine vierjährige Ära zu Ende: Denn im Mai 2022 wurde mit der Bildung der fünften Orbán-Regierung nach langen Jahrzehnten ein eigenes Ministerium erhielt, das zunächst als Ministerium für Bauwesen und Investitionen startete und einige Monate später als Építési és Közlekedési Minisztérium weitergeführt wurde.

Zu den maßgeblichen Maßnahmen des Ministeriums in diesem vierjährigen Zeitraum zählten das Gesetz über staatliche Bauinvestitionen sowie die Einführung des neuen Baugesetzes, die im Juli 2023 bzw. im Dezember 2023 verabschiedet.

Bei der Anhörung vor dem Fachausschuss versprach er ein übersichtliches Investitionssystem

Dávid Vitézy stellte bei seiner Anhörung vor dem Ausschuss am Montag die wichtigsten Leitlinien des neuen Ministeriums vor, das derzeit eingerichtet wird. In seiner Zusammenfassung nannte er als eine der wichtigsten Aufgaben die Einwerbung von EU-Mitteln sowie deren ordnungsgemäße und fristgerechte Verwendung.

Er sprach auch davon, dass in der kommenden Zeit frühere Investitionsentscheidungen überprüft werden müssen. Das künftige Ministerium muss zudem den Wiederaufbau des institutionellen Systems vornehmen, das für die Vorbereitung und Durchführung staatlicher Investitionen erforderlich ist.

Der Schwerpunkt könnte auf der Anschaffung von Schienenfahrzeugen und dem Ausbau des schienengebundenen Nahverkehrs in Ballungsräumen liegen

Unter den Plänen für den Verkehrsbereich hob der Minister die Notwendigkeit von Ausbaumaßnahmen im Nahverkehr – darunter die Anbindung des Flughafens an das Schienennetz – sowie die Erneuerung des Fahrzeugparks hervor. Er wies zudem darauf hin, dass die Situation der stillgelegten Bahnstrecken überprüft werde.

Auch die ausstehenden Straßenausbesserungen müssen nachgeholt werden

Auch der Zustand des nationalen Straßennetzes stand auf der Tagesordnung. Der Minister wies darauf hin, dass zwar in den letzten Jahren mehrere Ausbauprojekte für Schnellstraßen und Autobahnen umgesetzt wurden, die notwendigen Sanierungsarbeiten an einem Teil der Nebenstraßen und Landesstraßen jedoch ausblieben. Er bezeichnete die Verbesserung des Zustands des Straßennetzes als dringende Aufgabe.

Auch die Überprüfung der Investitionsvorschriften könnte eine Aufgabe sein

Im Zusammenhang mit dem Investitionsgebiet sprach der Minister auch über einen Überblick über den rechtlichen Rahmen der vorrangigen Investitionen sowie über frühere Geheimhaltungspraktiken. Er versprach Transparenz bei den Entwicklungen und betonte, dass man sich um Zusammenarbeit und Dialog mit den Betroffenen – der Bevölkerung und den Kommunen – bemühen müsse. 

Er bringt Erfahrungen in den Bereichen Verkehrsplanung und Stadtentwicklung mit

Dávid Vitézy wurde bereits während seiner Gymnasialzeit zum Verkehrsaktivisten. Als Mitglied des Vereins für Stadt- und Vorortverkehr beteiligte er sich an der Neugestaltung des Verkehrsnetzes der Hauptstadt. Er schloss sein Studium der Stadtentwicklung an der Technischen Universität Budapest ab. Im Laufe seiner bisherigen beruflichen Laufbahn bekleidete er die Positionen des Geschäftsführers des Budapester Verkehrszentrums, des Leiters des Budapester Entwicklungszentrum sowie des Generaldirektors des Ungarischen Technik- und Verkehrsmuseums. Im Jahr 2024 war er Kandidat für das Amt des Oberbürgermeisters und arbeitete anschließend in der von ihm gegründeten Fraktion der Podmaniczky-Bewegung im Stadtrat der Hauptstadt.

Quelle: Link

Beliebt