Klima-X
So kann die Baubranche grüner werden – hier ein wegweisendes Beispiel aus Ungarn
Der erste Nachhaltigkeitsbericht von bim.GROUP Kft. ist erschienen. Der strategische Partner von KÉSZ Csoport erinnert in seiner Mitteilung daran, dass die bebaute Umwelt für 39 Prozent der weltweiten Treibhausgasemissionen verantwortlich ist. Sie fügen hinzu, dass Nachhaltigkeit in der Architektur aufgrund des erheblichen Material- und Energiebedarfs der Bauindustrie, der großen Mengen an anfallendem Abfall sowie der langfristigen, sogar jahrzehntelangen Auswirkungen der bebauten Umwelt von herausragender Bedeutung ist.
Gleichzeitig weisen sie auf die Bedeutung von Planungsentscheidungen hin, die 80 Prozent der gesamten Umweltauswirkungen eines Gebäudes beeinflussen. Sie betonen die entscheidende Rolle der Planungsingenieure: Denn die Planungsphase ist der Zeitpunkt, an dem der spätere Ressourcenbedarf, die Energieeffizienz und die Betriebsleistung eines Projekts maßgeblich gestaltet und optimiert werden können.
Vor diesem Hintergrund betrachtet das ungarische Generalplanungsbüro seinen nun veröffentlichten Bericht nicht als einmaliges Kommunikationsmittel, sondern als Steuerungs- und Entscheidungshilfe, die für Transparenz sorgt und den festgestellten Mängeln konkrete, an Fristen gebundene Verbesserungsmaßnahmen zuordnet.
Zu den Zielen gehört auch die Bewusstseinsbildung in der Branche
Ein wichtiger Punkt des Berichts ist, dass bim.GROUP im Jahr 2024 zu 69,100 Prozent mit inländischen Partnern zusammengearbeitet hat. Das Unternehmen betrachtet dies als Grundlage für seine Geschäftstätigkeit, die eine verantwortungsvolle Beschaffung, kürzere und transparentere Lieferketten sowie stabile, langfristige Partnerschaften fördert.
Ein weiteres Ziel des bim.GROUP ist es, die Messbarkeit auch im Partner-Ökosystem stärker zu verankern: Auf der Grundlage des Berichts möchte das Unternehmen in Zusammenarbeit mit den Betreibern von Bürogebäuden eine präzisere Datenerfassung und Berichterstattung etablieren, damit die Leistung der gemeinsamen Aktivitäten besser nachverfolgt und verbessert werden kann.
Sie erläutern ferner, dass das Modell bim.GROUP in den Partnerbeziehungen nicht nur eine kooperative, sondern auch eine prägende und beratende Rolle einnimmt: Sein Ziel ist es, die Marktteilnehmer über die Vorteile nachhaltiger architektonischer Lösungen und grüner Zertifizierungen (z. B. BREEAM, LEED, WELL).
Vorzeigeprojekte in Kecskemét und Szeged
Der Bericht veranschaulicht den Nachhaltigkeitsansatz und die Innovationen des Unternehmens anhand mehrerer Projekte, die bis 2024 abgeschlossen wurden oder noch laufen. Eine einzigartige Entwicklung war beispielsweise das solarbetriebene Parkhaus Greentech Solar in Kecskemét,
die nicht nur Schatten für die geparkten Autos spendet, sondern auch Strom für die Besitzer erzeugt, während sie dank ihrer Konstruktion aus gespannten Stahlbändern 40 bis 60 Prozent weniger Stahl benötigt als herkömmliche Lösungen – wodurch auch ihr CO₂-Fußabdruck bei der Herstellung deutlich geringer ist.
Ein weiteres anschauliches Beispiel ist der Bürokomplex TILIA, der im Stadtzentrum von Szeged so realisiert wurde, dass die Erhaltung des historischen Jugendstilflügels mit modernen Lösungen verbunden wurde. Im Rahmen des Projekts kamen energieeffiziente Haustechnik, Solarzellen und geothermische Lösungen zum Einsatz, während das bim.GROUP von Anfang an das Erreichen der Zertifizierungen BREEAM Excellent, WELL Platina und Access4you Gold als Ziel gesetzt hatte. Zur Stärkung der Nachhaltigkeitsverpflichtungen startete der Investor ein Baumpflanzprogramm, bei dem nach jedem zwanzigsten Arbeitsplatz ein Baum gepflanzt wird, um den CO2-Fußabdruck des Gebäudes zu kompensieren.
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