Klima-X

Die Forschung der Universität Szeged hat auch internationale Beachtung gefunden und könnte neue Grundlagen für die Planung der Wasserversorgung liefern

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Foto: Illustration / magyarepitok.hu / Tamás Andrónyi
Forscher der Universität Szeged (SZTE) unterstützen die Grundwasseranreicherung durch komplexe geoinformatikische Analysen. Die Daten sind nicht nur für die Planung von entscheidender Bedeutung, sondern auch für die Ausweisung von Maßnahmengebieten, in denen die Rückhaltung von Wasser oder die Anreicherung der Grundwasservorkommen technisch umsetzbar ist.

Die Auswirkungen des Klimawandels bedrohen nicht mehr die Zukunft, sondern bereits die Gegenwart. In der südlichen Tiefebene haben die Häufigkeit von Dürreperioden und das Ausmaß der Wasserknappheit ein kritisches Niveau erreicht. Um dieses Problem zu lösen, hat der Lehrstuhl für Natur- und Umweltgeographie der Universität Szeged im Auftrag der Nationalen Wasserwirtschaftsbehörde (OVF) und in Zusammenarbeit mit der Wasserwirtschaftsbehörde der Unteren Theißregion eine einzigartige Untersuchungsreihe durchgeführt.

 

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Eine geoinformatikische Analyse zur Entscheidungsunterstützung hilft den Fachleuten

Die Geografen der Universität haben mehrere tausend lokale Senken und ehemalige Flussläufe identifiziert und anschließend mittels komplexer geoinformativer Analysen jene Gebiete ermittelt, in denen die Rückhaltung von Wasser oder die Auffüllung der Grundwasservorkommen technisch umsetzbar ist. György Sipos, Lehrstuhlleiter und Leiter der Forschung in Süd-Békés, betonte: Eine Steigerung der Widerstandsfähigkeit der Region gegenüber dem Klimawandel sei auf der Grundlage subjektiver Entscheidungen nicht denkbar.

Die Experten haben ein wissenschaftlich fundiertes Entscheidungshilfesystem entwickelt, das auf einer Kombination aus Geländedaten, Bodenkundedaten, Flächennutzungsdaten und Infrastrukturdaten basiert. Die Bedeutung des Projekts reicht weit über die Grenzen der Region hinaus.

Die Methodik kann landesweit angewendet werden

Die von der SZTE entwickelte Methodik kann als landesweites Vorbild für die Arbeit der Wasserwirtschaft bei der Sanierung wasserarmer Gebiete in der Tiefebene dienen. Die internationale Exzellenz der Forschung zeigt sich darin, dass

Eine Studie, in der eine frühere Version der Methodik vorgestellt wird, wurde bereits bei einer der renommiertesten Fachzeitschriften für Wasserwissenschaften eingereicht.

Hilfe bei der Planung

József Gacsályi, stellvertretender technischer Generaldirektor der OVF, erklärte: Die Forschungsergebnisse seien nicht nur von theoretischer Bedeutung, sondern leisteten auch einen direkten Beitrag zur Planung technischer Maßnahmen im Wasserwirtschaftsbereich. Ziel ist die Entwicklung eines komplexen, klimagerechten Wasserwirtschaftssystems, das die Austrocknung der Landschaft stoppt und langfristig zur Verbesserung der Wasserversorgungssicherheit in Süd-Békés und später in möglichst vielen Gebieten der Tiefebene beiträgt.

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