Klima-X
Auf einem Hausdach entstand Budapests größter Solarpark
Es könnte zu interessanten Ergebnissen führen, wenn die Dächer größerer Wohngebäude in der Hauptstadt mit Solaranlagen ausgestattet würden
Es könnte interessante Ergebnisse bringen, wenn die Dächer der größeren Wohngebäude der Hauptstadt mit Solaranlagen bedeckt würden: Sicher ist, dass in diesen Flächen ein erhebliches Potenzial schlummert. Aktualität erhält das Thema durch eine aktuelle Mitteilung von Gránit Pólus Csoport, wonach am 30. Juni auf dem Dach des Westend ein 6.500 Quadratmeter großer Solarpark in Betrieb genommen wurde.
Es fand eine umfassende, mehrjährige Entwicklung statt
Damit ist Budapests größter Solarpark entstanden, der zusammen mit dem aus externen Quellen bezogenen Ökostrom jährlich mehr als 17,5 GWh erneuerbare Energie für den Betrieb des Einkaufszentrums liefert. Infolgedessen stammen bereits 80 Prozent des vom Westend verbrauchten Stroms aus erneuerbaren Quellen.
Das Investitionsvorhaben wurde im Rahmen eines umfassenden, mehrjährigen Entwicklungsprozesses umgesetzt, in dessen Verlauf
- die Heiz- und Kühlsysteme wurden modernisiert,
- Es wurden neue Heizkessel, Aufzüge und LED-Beleuchtung installiert,
- die gebäudetechnischen Anlagen wurden neu geregelt,
- Außerdem wurde ein auf künstlicher Intelligenz basierendes Gebäudemanagement eingeführt.
Was bedeutet „datengesteuertes System“?
Das datengesteuerte System erfasst unter anderem den Energiebedarf des Gebäudes, die Innentemperatur und die Wetterbedingungen, die Besucherzahl, die relative Luftfeuchtigkeit sowie die Kohlendioxidkonzentration in Echtzeit und optimiert auf dieser Grundlage den Betrieb.
Dank moderner technischer Anlagen und intelligenter Lösungen konnte der Energieverbrauch jährlich um 15 bis 30 Prozent gesenkt werden. Als Ergebnis dieser Maßnahmen haben das Einkaufszentrum die Energieeffizienzklasse „A+”, das dazugehörige Crowne Plaza Budapest Hotel sowie das Westend-Bürogebäude die Energieeffizienzklasse „A” erreicht.
Das Regenwasser wird vor Ort genutzt
Eines der eindrucksvollsten Elemente des neuen Betriebsmodells ist die Neugestaltung des 1,5 Hektar großen Dachgartens des Westend. Einer der größten öffentlich zugänglichen Dachgärten Budapests beherbergt mehrere hundert Pflanzen, und seine Fläche wird um eine Grünfläche von fast 1.000 Quadratmetern mit höherer Artenvielfalt erweitert. Der Garten wird noch in diesem Jahr schrittweise mit artenreichen und bestäuberfreundlichen Pflanzengemeinschaften umgestaltet, die sich an das veränderte Stadtklima anpassen.
Lösungen, die auf dem Konzept der „Schwammstadt“ basieren, tragen dazu bei, Regenwasser vor Ort zurückzuhalten und zu nutzen, den Wasserverbrauch zu senken, das Mikroklima zu verbessern und den städtischen Wärmeinseleffekt zu verringern.
Außerdem wird darauf eingegangen, dass das Westend als erstes Gewerbeimmobilienobjekt in Ungarn einen direkten Stromabnahmevertrag mit dem modernsten Solarkraftwerk des Landes abgeschlossen hat, das seit 2024 zwei Drittel des Energiebedarfs des Gebäudekomplexes aus erneuerbaren Quellen deckt. Ergänzt wird dies durch den nun in Betrieb genommenen Solarpark.
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