Klima-X

Die Entwicklung von Kaposvár als „Schwammstadt“ könnte zu einem landesweiten Modellprogramm werden

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Fotos: Facebook-Seite von Károly Szita
Hitze und Dürre, gefolgt von Wolkenbrüchen und Sturzfluten – um sich an den Klimawandel anzupassen und das Mikroklima der Stadt zu verbessern, wurde in Kaposvár ein Programm nach dem „Schwammstadt“-Konzept entwickelt und die Umsetzung von acht weiteren Investitionsvorhaben vorbereitet.

In der Kreisstadt von Somogy werden an acht Standorten Investitionen im Zusammenhang mit der Wasserspeicherung und der Regenwassernutzung umgesetzt. Károly Szita, Bürgermeister von Kaposvár, sprach in einem auf seiner Social-Media-Seite veröffentlichten Video über die Projekte.

 

Durch umfassende Maßnahmen wurde die Sicherheit der Wasser- und Energieversorgung gesichert

Der Bürgermeister zählte ausführlich die Maßnahmen und Entwicklungen der letzten Jahre auf, deren Ziel die Gewährleistung der Energie- und Wasserversorgungssicherheit ist. Unter anderem erwähnte er, dass hier eines der modernsten Abfallwirtschaftssysteme des Landes betrieben wird und dass auf zahlreichen öffentlichen Einrichtungen der Stadt Solaranlagen installiert wurden, um so den nachhaltigen Betrieb von Kindergärten und Schulen zu gewährleisten.

 

Um die Preise für Fernwärme stabil zu halten, wurde ein mit Biomasse betriebenes Heizkraftwerk errichtet. Károly Szita ging auch auf die Entwicklungen im öffentlichen Nahverkehr ein: Die lokale Busflotte wird auf Elektrofahrzeuge umgestellt, die mithilfe eines Solarpark mit Speicherkapazität betrieben werden. Zur Aufrechterhaltung der Versorgungssicherheit werden neue Trinkwasserbrunnen gebohrt.

 

Als erste Stadt des Landes wurde hier flächendeckend eine intelligente Straßenbeleuchtung eingerichtet

In Kaposvár wurde im Zeichen der Energieeffizienz ein intelligentes Straßenbeleuchtungssystem eingerichtet. Mit rund 1,7 Milliarden Forint aus kommunalen Mitteln wurde das größte Sanierungsprogramm für die Straßenbeleuchtung in der Geschichte Kaposvárs umgesetzt. Die Umsetzung umfasste den Austausch aller 9.628 Straßenlaternen in der Stadt sowie die Installation von 175 neuen Laternen, wodurch der Stadtteil Töröcske mit seinen geschlossenen Gärten an die Straßenbeleuchtung „angeschlossen” wurde. Dank moderner LED-Lichtquellen und intelligenter Lösungen können in Kaposvár 40 Prozent der jährlichen Kosten für die Straßenbeleuchtung in Höhe von 550 Millionen Forint eingespart werden. Durch diese Maßnahme lässt sich die Helligkeit der Leuchten über ein zentrales System überwachen und bedarfsgerecht regulieren.

 

Das Wasser von den Hausdächern wird in Regengärten genutzt

Das Ziel der Stadt ist es, die nachhaltigste Stadt des Landes zu werden. Zu diesem Zweck werden in der kommenden Zeit an acht Standorten in Kaposvár acht Investitionsvorhaben umgesetzt. Dazu gehört unter anderem, dass das von den Dächern der Hochhäuser abfließende Regenwasser in ausgewiesene Regengärten auf den Grünflächen geleitet und dort aufgefangen wird.
In einem Teil der Parkplätze in den Wohnsiedlungen soll ein wasserdurchlässiger Belag verlegt werden. Mit diesem sogenannten „Schwammstadt“-System lässt sich bei Starkregen oder Sturzfluten die Überflutung tiefer gelegener Stadtteile verhindern, und das gespeicherte Wasser kann in Dürreperioden genutzt werden – so der Bürgermeister.

 

Auch der Fluss Kapos wird in das Projekt einbezogen

Es ist geplant, den innerstädtischen Abschnitt des Flusses Kapos für Besucher zugänglich zu machen. Im Kapos-Uferbereich des Jókai-Parks soll durch den Einbau einer Sumpfschwelle ein konstanter Wasserstand des Flusses gewährleistet werden; durch die Installation einer Beleuchtung und die Anbringung von Holztreppen soll den Spaziergängern ein angenehmes Umfeld geboten werden – so erläuterte der Bürgermeister das Projekt im Detail.
Zur Umsetzung des komplexen Programms wurde Anfang des Jahres ein Förderantrag eingereicht, der von der Planungskommission geprüft und als landesweites Vorzeigeprojekt empfohlen wurde. Die Stadtverwaltung von Kaposvár wartet nun auf die Entscheidung der Regierung über den Antrag; der Bürgermeister hofft, dass sie die Möglichkeit erhalten, ihre Vorstellungen mit Fördermitteln zu verwirklichen – fügte er hinzu.

Der Hauptplatz wird begrünt

Das nun angekündigte Projekt zur Neugestaltung des Hauptplatzes fügt sich nahtlos in die Nachhaltigkeitsbemühungen von Kaposvár ein. Mit Blick auf die Eindämmung der Auswirkungen des Klimawandels wird der Hauptplatz von Kaposvár neu gestaltet. Im Rahmen der Arbeiten auf dem Kossuth-Platz, die mit einer Fördermittel in Höhe von einer halben Milliarde Forint aus EU-Mitteln finanziert werden, wird der Springbrunnen modernisiert, die Grünflächen vergrößert, die Anzahl der Kübelpflanzen erhöht sowie mehr Pflanzen gesetzt, die besser an die städtische Umgebung angepasst sind.

Quelle: Link

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