Was wird gebaut?
Paks II.: Was bedeutet der neue Meilenstein des 5. Blocks vor dem Hintergrund der Überprüfung?
Das Projekt Paks II. hat einen weiteren spektakulären Meilenstein erreicht. Die Arbeiten an der Fundamentplatte des Reaktorgebäudes von Block 5 haben begonnen – dies gab am 31. Juli das Paks II. Zrt.. Diese Bauphase ist von besonderer Bedeutung, da die Fundamentplatte des Reaktorgebäudes künftig eine der wichtigsten strukturellen Einheiten der gesamten Kernkraftanlage tragen wird.
Nach Angaben des Investors erfolgt die Herstellung der Fundamentplatte in mehreren Phasen unter Einhaltung äußerst strenger nuklearer Qualitätssicherungsvorschriften. Die Arbeiten werden mit den Fundamentarbeiten für die weiteren Gebäude auf der gemeinsamen Fundamentplatte abgestimmt.
Bei solchen Bauwerken ist die Betonierung keine einfache bautechnische Aufgabe. Das Bauwerk muss über Jahrzehnte hinweg erheblichen statischen, thermischen und dynamischen Belastungen standhalten.
Unter der Erde beginnt das Herz des Kernkraftwerks
Das erste Segment der Grundplatte ist ein kreisförmiger Betonblock – ein Betonring – mit einem Durchmesser von mehr als 50 Metern, einer Dicke von 13 Metern und einer Höhe von fast 3 Metern, der aufgrund seiner Größe nicht in einem Stück errichtet werden kann, weshalb die Bauarbeiten entlang des Kreisbogens in mehrere Abschnitte unterteilt erfolgen. Die Betonierung des ersten dieser Ringabschnitte begann am Abend des 30. Juli 2026. Zuvor wurden innerhalb von zwei Monaten 270 Tonnen Betonstahl eingebaut. Ab Donnerstagabend arbeiteten die Maschinen und Fachkräfte zwölf Stunden lang in der Baugrube sowie im Betonwerk; innerhalb von 12 Stunden wurden 776 Kubikmeter Basaltbetonmischung der Festigkeitsklasse C35/45 eingegossen.
Die Montage- und Vorbereitungsarbeiten für die erste Betonierphase wurden bereits im Vorfeld durchgeführt. Die Aufnahmeböden wurden errichtet, auf denen die Stahlmontage erfolgte. In den vergangenen Monaten wurden die sogenannten Einbau- und Verkleidungselemente an ihren Platz gebracht, d. h. rostfreie Rohrleitungen, geodätische Messpunkte sowie Stahlträger, die als Befestigungsflächen für spätere Anlagen, Rohrleitungen und sonstige Elemente dienen.
Das Projekt wird derzeit einer umfassenden Prüfung unterzogen
Der technische Fortschritt vollzieht sich jedoch in einer Zeit, in der das gesamte Investitionsvorhaben Paks II. von der 2026 ins Amt getretenen Regierung einer umfassenden Überprüfung unterzogen wurde.
Bei der betreffenden Prüfung handelt es sich nicht um eine nukleare Sicherheitsüberprüfung, sondern um eine wirtschaftliche, finanzielle, rechtliche und strategische Überprüfung. Ziel ist es, festzustellen, ob das Projekt in seiner derzeitigen Form den langfristigen Interessen Ungarns dient und ob vertragliche oder finanzielle Anpassungen erforderlich sind.
Der Paks II. Zrt. betont jedoch, dass neben der Gewährleistung der Geschäftskontinuität auch jene Arbeiten fortgesetzt werden, für die alle erforderlichen behördlichen Genehmigungen vorliegen. Dazu gehört auch die nun begonnene Fundamentbauarbeiten.
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