Nachrichten aus der Industrie
Der heimische Bausektor könnte einen Aufschwung erleben – es besteht die Möglichkeit, EU-Mittel in Höhe von 16,4 Milliarden Euro freizugeben
Die am frühen Freitagnachmittag aus Brüssel eingetroffene Nachricht über die Einigung zwischen der Präsidentin der Europäischen Kommission und dem ungarischen Ministerpräsidenten könnte auch die nahe Zukunft der ungarischen Bauwirtschaft grundlegend beeinflussen. Péter Magyar und Ursula von der Leyen einigten sich auf die Freigabe von EU-Mitteln in Höhe von 16,4 Milliarden Euro, also rund 6000 Milliarden Forint – dies gab der ungarische Regierungschef bei einer Pressekonferenz in Brüssel nach der Einigung bekannt.
„Wir haben uns auf einen sicheren und soliden Finanzierungsrahmen geeinigt, der von der Verabschiedung der Reformen und der Umsetzung der Investitionen abhängt”, zitierte die Ungarische Nachrichtenagentur Ursula von der Leyen.
Nach Angaben des Präsidenten könnten für Ungarn 10 Milliarden Euro aus dem EU-Fonds Next Generation freigegeben werden, sofern die Reformen verabschiedet und die Investitionen umgesetzt werden. Darüber hinaus hat die Europäische Kommission im Zusammenhang mit dem Konditionalitätsmechanismus Kohäsionsmittel in Höhe von 4,2 Milliarden Euro freigegeben. Weitere 2,2 Milliarden Euro an Kohäsionsmitteln könnten durch die Umsetzung von Reformen im Bereich der akademischen Freiheit verfügbar werden.
Es sind Verbesserungen in den Bereichen Verkehr, Eisenbahn, Wasserwirtschaft und Umweltschutz zu erwarten
Bei der Pressekonferenz am Freitag in Brüssel wurden weitere Einzelheiten bekannt gegeben. Demnach stehen Ungarn gemäß der Vereinbarung von den 16,4 Milliarden Euro, die 13 Prozent des ungarischen Jahreshaushalts ausmachen, 2,2 Milliarden Euro für die Förderung von Hochschulen und Innovation zur Verfügung.
Darüber hinaus besteht die Möglichkeit, 4,2 Milliarden Euro an Kohäsionsmitteln in Anspruch zu nehmen, die
- der Verkehr,
- die Eisenbahninfrastruktur,
- zur Verbesserung der Wasserwirtschaft;
- sozial,
- im Gesundheitswesen
- sowie auf Verbesserungen im Bereich des Umweltschutzes;
- sowie zur Förderung kleiner und mittlerer Unternehmen verwendet werden.
Darüber hinaus kann Ungarn aus Mitteln in Höhe von 1,8 Milliarden Euro neue HÉV-Züge und InterCity-Wagen anschaffen.
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