Nachrichten aus der Industrie
In Szombathely hat das Fahrzeug mit dem Kennzeichen STRABAG durch eine spezielle Deckschicht die Ausbreitung von asbesthaltigem Staub verhindert
Die Experten der STRABAG-Tochtergesellschaft des Konzerns, der BITUNOVA Kft. in Szombathely, der Oladi Platón. Diesmal führen sie keine klassischen Straßenbau- oder Instandhaltungsarbeiten durch: Das vorrangige Ziel besteht darin, durch die Herstellung einer Oberflächenversiegelung zu verhindern, dass asbesthaltiger Staub auf Straßen, bei deren Bau asbesthaltiges Gestein verwendet wurde, in die Luft gelangt. Die Wirksamkeit der in der Síp-Straße durchgeführten Arbeiten wird durch Messungen überprüft; anschließend kann entschieden werden, ob die spezielle Oberflächenbeschichtung auch auf weiteren Straßenabschnitten aufgebracht wird.
In diesem Stadtteil mit tausend Einwohnern sind fast alle Straßen verschmutzt
Die Bezirksverwaltung Vas hat eine behördliche Untersuchung des etwa 12 km langen Straßennetzes mit der Kennzeichnung Oladi Platón angeordnet, das von der Wasserversorgungsgesellschaft Szombathely-Olad Plató verwaltet wird. Gleichzeitig wurden in den betroffenen Straßen Sicherheitsmaßnahmen ergriffen. Die Gesteins- und Luftuntersuchung erfolgte bereits nach der Einführung von Verkehrs- und Geschwindigkeitsbeschränkungen sowie Bewässerungsmaßnahmen, dennoch wurde Asbest nachgewiesen.
Nach Angaben der Behörde
Nach dem 20. April wurden 70 Gesteinsproben auf dem 12 Kilometer langen Straßennetz untersucht. Davon erwiesen sich 54 Proben als asbesthaltig, und die Verunreinigung ist in fast allen betroffenen Straßen vorhanden.
An mehreren Messstellen wurde die Asbeststaubkonzentration in der Luft gemessen. In der Síp-Straße lagen die gemessenen Werte über dem vorgeschriebenen Grenzwert von 1000 Fasern/m³. In der Márton-Áron-Straße wurden 1500 Fasern gemessen, während an einem Messpunkt in der Sáfrány-Straße das Ergebnis unter dem gesundheitlichen Grenzwert blieb.
Das vorrangige Ziel bestand darin, die Staubentwicklung auf den mit asbesthaltigem Pflaster ausgelegten Straßen so schnell wie möglich zu verhindern. Das in die Atemwege gelangende, krebserregende Material kann nicht nur die Gesundheit der mehr als tausend Einwohner von Oladi Platón gefährden, sondern auch ein Risiko für die Bewohner der Kreisstadt darstellen.
In raschem Tempo
Die Mitarbeiter von BITUNOVA Útfenntartó és Emulziógyártó Kft. wurden durch einen Hinweis in den sozialen Medien auf das Problem aufmerksam. Daraufhin nahmen sie Kontakt mit der technischen Abteilung der Stadt Szombathely auf. Die Direktion für Labor und Methodik des Nationalen Zentrums für Volksgesundheit und Pharmazie befürwortete die vom Unternehmen vorgestellte technische Lösung, da diese geeignet ist, die Freisetzung von Asbeststaub zu verhindern.
Anschließend wurden die technischen Vorbereitungen für die Ausführung in rasantem Tempo, innerhalb von nur 10 bis 12 Tagen, abgeschlossen, damit so schnell wie möglich mit der Oberflächenversiegelung des 4500 Quadratmeter großen Testabschnitts begonnen werden konnte.
Durch manuelle Vorbereitung wurde das Risiko des Ausstaubens verringert
Im Rahmen des Projekts BITUNOVA wurde auf einer der betroffenen Straßen des Netzes, der Síp-Straße, eine spezielle Belagsschicht aufgebracht. Zunächst wurde trockener Schotter auf die Tragschicht aufgebracht, darauf wurden dann das Bitumenemulsionsbindemittel und eine weitere Schotterlage aufgetragen.
Die Technologie wird im Detail mit Hilfe von Árpád Bakó, Geschäftsführer und Leiter der technischen Gruppe, vorgestellt.
Die Mitarbeiter von BITUNOVA nahmen vor Beginn der Arbeiten an einer speziellen Arbeitsschutzschulung teil. Sie arbeiteten in Einweg-Schutzanzügen und Masken, die am Ende des Arbeitstages in Sammelsäcken entsorgt und als Sondermüll behandelt wurden.
Árpád Bakó erklärte, dass
Um die Gefahr der Staubentwicklung zu minimieren, wurden die Vorbereitungsarbeiten für den Belag von Hand und unter Verwendung von Schutzausrüstung durchgeführt. Unebenheiten und Vertiefungen in der Tragschicht wurden mit Schotter und Asphaltgranulat ausgebessert.
Darauf wurde die zweischichtige, aufgestreute Oberflächenbeschichtung aufgebracht: Durch das Aufstreuen von trockenem Schotter wurde auf dem asbesthaltigen Gestein eine sogenannte imprägnierte Oberflächenbeschichtung gebildet.
Sie haben ein aufeinander aufbauendes System geschaffen
Árpád Bakó erklärte zum Aufbau des Schichtaufbaus, dass zunächst Basaltschotter aus Uzsa mit unterschiedlicher Korngröße, je nach Belastung, auf die Tragschicht aufgebracht wurde. Darauf folgte das Walzen mit einer Gummiwalze, das diesmal nicht der klassischen Verdichtung, sondern der Korngrößenanpassung diente. Das Ziel war es, die Splittkörner richtig in der Tragschicht zu positionieren und sie für die Aufnahme des Bindemittels vorzubereiten.
Anschließend kam die Spezialmaschine zum Aufbringen der Bitumenemulsion zum Einsatz. Auf die aufgetragene Bitumenemulsion wurde weiterer Schotter aus Uzsa mit einer im Vergleich zur ersten Schicht kleineren Korngröße aufgebracht. Auch dies wurde wieder mit der Walze geglättet.
Schließlich wurde der Arbeitsprozess mit einem dritten Sprühvorgang abgeschlossen.
Die entstehende Deckschicht verhält sich nicht wie eine homogene Asphaltschicht, sondern versperrt den Staubaustritt als ein System aus aufeinander aufbauenden Schichten aus Schotter und Bindemittel.
Spezialmaschinen unterstützten die Bauarbeiten
Die Herstellung der staubbindenden Deckschicht wurde durch Maschinen vom Typ Schäfer unterstützt, die für den gleichzeitigen Transport und das Ausbringen von Bindemittel und Splitt geeignet sind. Das Risiko einer Staubentwicklung während der Arbeiten wird dadurch verringert, dass die automatisch gesteuerte Maschine das Ausbringen des Splitts und das Aufsprühen der Emulsion koordiniert durchführt.
Im Schotterbehälter ist der Schotter gleichmäßig über die gesamte Länge der Austragswalze verteilt; für die Verteilung sorgt eine hydraulische Verteilerschnecke. Die programmierbare Heizung des wärmeisolierten Bitumenemulsionsbehälters gewährleistet die richtige Temperatur. Die Bitumenemulsion wurde in einem geschlossenen Behälter zur Baustelle transportiert und anschließend mit einer Pumpe in geschlossenem Kreislauf in die Arbeitsmaschine gepumpt.
Das Risiko von Staubaufwirbelungen wurde minimiert
Durch den Einsatz spezieller Spezialmaschinen erfolgt das Ausbringen des Splitts nur etwa einen halben Meter hinter dem Ausbringen der Emulsion. In der Praxis bedeutet dies, dass die mit dem Bindemittel behandelte Fläche nicht länger unbedeckt bleibt. Beim Oladi Platón ist dies nicht nur eine Frage der Ausführungsqualität, sondern auch ein Aspekt des Umwelt- und Arbeitsschutzes: Die Technologie muss die Oberfläche so versiegeln, dass dabei das Risiko der Staubentwicklung nicht erhöht wird.
Die Haltbarkeit der Oberflächenbeschichtung hängt von der Tragfähigkeit der vorhandenen Fahrbahnkonstruktion ab
Die Lebensdauer dieser Technologie hängt im Wesentlichen von der Tragfähigkeit und dem Zustand der Tragschicht, also der bestehenden Fahrbahnkonstruktion, ab. Ist diese in Ordnung, kann die Oberflächenbeschichtung eine Lebensdauer von bis zu 15–20 Jahren erreichen. Der Auftragnehmer hat keine vollständige Sanierung der Fahrbahnkonstruktion durchgeführt, sondern unter Berücksichtigung der Gegebenheiten des Straßennetzes nach einer Lösung gesucht, um die Freisetzung von Asbeststaub zu verhindern. Über die weitere Anwendung der Technologie können die zuständigen Stellen nach weiteren Messungen entscheiden.
Quelle: Link
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