Was wird gebaut?
Mit einem neuen Brunnen kann der gestiegene Wasserbedarf des Bogácsi-Bades gedeckt werden
Südlich von Noszvaj, am Fuße des Bükk-Gebirges, liegt die kleine Ortschaft Bogács mit 200 Einwohnern. Auf der Suche nach Erdöl stieß man hier in den 1950er Jahren auf Thermalwasser. Um dieses zu nutzen, baute man im Dorf bald ein Thermalbad: 1959 wurde das erste Becken fertiggestellt, 1973 folgten drei weitere. Seit 2000 empfing das Thermalbad seine Besucher bereits mit sechs Becken. Nach den Umbauten in den Jahren 2011–2012 erwartet die Ankömmlinge nun eine moderne Anlage, und auch die im letzten Jahr angekündigten neuen Attraktionen locken Besucher nach Bogács.
Letztes Jahr berichteten wir darüber, dass im Bogácsi-Kur- und Strandbad ein Wasserburg im Bogácsi-Heil- und Strandbad errichtet wurde, und einige Monate später konnten wir über die energetischen Modernisierung berichten.
Auch in diesem Jahr bleibt das Bad von Modernisierungsmaßnahmen nicht verschont: Mit einem neuen Brunnen und der damit verbundenen erhöhten Wasserfördermenge kann der Wasserbedarf der gestiegenen Anzahl an Becken gedeckt werden. Laut den im Ausschreibungsbekanntmachung stehen dem „OLVISZ”98“ Olajipari VÍzügyi Szolgáltató Kft. 90 Millionen Forint zur Verfügung, um den neuen, mehr als einen halben Kilometer tiefen Brunnen des Bades zu bohren.
Der Auftraggeber, Bogácsi Thermálfürdő Szolgáltató Kft., hat den Wunsch geäußert, einen neuen Brunnen zu bohren, und zwar einen Brunnen mit hoher Förderleistung, der bei einer Fördermenge von mindestens 800 m3/Tag und einer Betriebszeit von 16 Stunden eine Kapazität von 800 l/min aufweist.
Man muss einen halben Kilometer tief bohren
Der erfolgreiche Bieter wurde beauftragt, an einer bestimmten Stelle auf dem Gelände des Bades einen 550 Meter tiefen Brunnen zu errichten. In den bestehenden Brunnen trat der Trias-Kalkstein in 438 bzw. 466 Metern Tiefe zutage; den bisherigen Erfahrungen zufolge kann es bei der Bauausführung beim Erreichen der Trias-Obergrenze zu erheblichen oder sogar vollständigen Schlammverlusten kommen.
Die erwartete Wasserfördermenge liegt bei 800–1000 l/min, wobei das Wasser oberhalb des Geländeniveaus austritt. Die Temperatur des austretenden Wassers wird auf etwa 70 °C geschätzt. Unter ungünstigen Umständen oder bei einem abweichenden Risssystem können die Temperatur und die Wasserfördermenge natürlich auch geringer ausfallen.
Der für die Ausführung erforderliche Strom kann über das Stromnetz des Bades bezogen werden, wobei der Anschluss innerhalb von 50 Metern liegt – Spülwasser kann aus dem nahegelegenen Kaltwasserbrunnen entnommen werden. Das bei der Reinigung und den Testpumpvorgängen geförderte Thermalwasser kann über einen Behälter in den Reinigungsschacht des Abwasserkanals der Therme geleitet werden, der in den Hór-Bach mündet. Die Temperatur des zugeführten Wassers darf 30 °C nicht überschreiten, daher muss auch die Leitung des Kaltwasserbrunnens an den Behälter angeschlossen werden.
Es wird ein Brunnen gebaut, der mit einem oberirdischen Schieberventil bedient werden kann
Da der voraussichtliche Ruhe- und Betriebswasserstand des Brunnens über dem Geländeniveau liegen wird, plant der Investor daher die Installation eines selbstansaugenden Thermalwasser-Brunnenkopfes, dessen Schaft die Größe NA 150 hat, während die Schulter-Schieber und die Armaturenserie die Größe NA 125 haben. Für eine eventuelle Absperrung des Brunnens ist der Einbau eines 2-Zoll-Schiebers in den Brunnenkopfschaft vorgesehen.
Die Armatur – bestehend aus Wasserzähler, Rückschlagventil, Manometer und Wasserentnahmestutzen – wird über einen Rohrbogen in den Erdgraben geführt und in einem Meter Tiefe mit einem wärmeisolierten Stahlrohr der Nennweite NA 150 an die ca. 20 Meter entfernte Leitung des Bades angeschlossen.
Die Fördermenge des Brunnens muss mithilfe des Regelventils auf die im Betrieb benötigte Wassermenge eingestellt werden; der zu erwartende Druck am Brunnenkopf beträgt 2–2,5 bar. Im abgekühlten Zustand beträgt der durch die Zunahme des spezifischen Gewichts des Wassers verursachte Druck, berechnet mit einer Wassersäule von 400 Metern, 0,8–1,0 bar. Der Brunnen läuft also auch im abgekühlten Zustand an; wenn kein Wasser benötigt wird, kann der Brunnen daher abgeschaltet werden.
Es wurde vorgeschlagen, rund um den Brunnen eine 2,9 x 2,0 Meter große und 20 cm dicke Betonplatte zu verlegen. Der Brunnen muss eingezäunt werden. Es ist außerdem sinnvoll, ein abnehmbares Brunnenhaus aus Holz oder Sandwichplatten mit einer Grundfläche von 2,8 x 1,9 Metern und einer Innenhöhe von 2 Metern darauf zu errichten.
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