Aktuell bei

Marketing, Vertrauen und Talente in der Baubranche – Gemeinsame Erkenntnisse aus der Konferenz zur Marketingkommunikation in der Baubranche

Veröffentlicht

Fotos: Mihály Nagy und Tamás Andrónyi/magyarepitok.hu
Die Botschaft der Veranstaltung ist eindeutig: Die Baubranche kommt nicht mehr um vertrauensbasierte Kommunikation, strategisches Marketing, eine auf internen Ressourcen aufbauende Arbeitgebermarke und ein bewusst gestaltetes gesellschaftliches Engagement herum. Der Schlüssel zur Beziehung zwischen Unternehmen und der jungen Generation liegt in Transparenz, Glaubwürdigkeit und echtem Dialog.

Die Medienabteilung von ÉVOSZ veranstaltete am 16. April zum dritten Mal ihre Konferenz für Marketingkommunikation in der Bauindustrie in Bükfürdő.  Die Veranstaltung, die eine gemeinsame Plattform für Führungskräfte der Branche sowie Marketing- und Kommunikationsexperten schafft, fand auch in diesem Jahr mit der medialen Unterstützung von Magyar Építők statt. Nach der Eröffnung der Veranstaltung melden wir uns nun mit einem weiteren Artikel zurück – diesmal fassen wir die wichtigsten Kernaussagen der Vorträge zusammen.

 

Fotos: Mihály Nagy und Tamás Andrónyi/magyarepitok.hu

 

Kommunikation ist keine Option mehr, sondern eine Grundvoraussetzung für den Geschäftsbetrieb

Eine der wichtigsten gemeinsamen Botschaften der Fachvorträge lautet, dass sich die Rolle von Kommunikation und Marketing in der Baubranche grundlegend gewandelt hat. Heute kommt es nicht mehr darauf an, was ein Unternehmen sagt, sondern darauf, wie es dies vermittelt und inwieweit es dazu in der Lage ist, dies glaubwürdig, konsequent und menschenorientiert zu tun.

Dániel Fodor, Geschäftsführer von „Év Irodája“ (Kft.), ist der Ansicht, dass in einem von Misstrauen geprägten Medienumfeld statt stereotyper Botschaften authentisches Storytelling, eigene Kanäle sowie die persönliche Einbindung von Mitarbeitern und Führungskräften erforderlich sind.

 

Dániel Fodor

 

Péter Kálmán, Geschäftsführer von Óbuda Group, ergänzte dies und betonte, dass Marketing heute keine technische Frage mehr sei, sondern eine vertrauensbasierte, strategische Funktion, die eng mit dem Geschäftsbetrieb und dem langfristigen Markenaufbau verbunden sein müsse. Anhand des Beispiels von Óbuda Group zeigte der Geschäftsführer, dass eine Markenumstellung und organisatorische Integration dann erfolgreich ist, wenn die Mitarbeiter intern einbezogen werden, ihnen einheitliche Werkzeuge an die Hand gegeben werden und das Unternehmen auf allen Kanälen einheitlich auftritt.

 

Péter Kálmán

 

Ohne Sichtbarkeit gibt es keine Wettbewerbsfähigkeit

Mehrere Referenten betonten, dass fachliche Leistung allein nicht ausreicht. Csaba Livják, Gründer und Geschäftsführer von BuildEXT ist, wird Kommunikation gerade in Krisensituationen zu einer existenziellen Frage, da glaubwürdige fachliche Arbeit nur dann geschäftlich sinnvoll ist, wenn sie auch sichtbar ist.

 

Csaba Livják

 

Einen ähnlichen Gedanken äußerte Balázs Lengyel, Miteigentümer und Projektmanager der Spányi Partners Zrt. und Projektmanager, der anhand seines eigenen Werdegangs darlegte: „Es reicht nicht aus, gut zu sein, man muss auch sichtbar sein” – dieser Grundsatz ist die Grundlage für modernen beruflichen Erfolg, auch wenn die anfängliche Selbstdarstellung unangenehm ist. Beide betonten die Bedeutung von kontinuierlichem Lernen, Experimentierfreudigkeit und bewusster Präsenz.

 

Balázs Lengyel

 

Die Marke entsteht von innen heraus

Im Beitrag KÉSZ Csoport wies Károly Benedikt darauf hin, dass der Arbeitgeber branding heute nicht mehr in erster Linie ein Rekrutierungsinstrument ist, sondern eine Strategie zur Mitarbeiterbindung und -motivation. Eine echte Arbeitgebermarke entsteht aus der internen Erfahrung:

Was der Mitarbeiter erlebt, wird auch zum externen Markenimage.

KÉSZ hat daher Programme ins Leben gerufen, die sich auf Lebensstil und Gesundheit konzentrieren und darauf abzielen, den Gemeinschaftssinn zu stärken und das Wohlbefinden zu steigern, auch wenn diese Programme grundlegende Faktoren wie Lohn oder Anerkennung nicht ersetzen können.

 

Károly Benedikt

 

Strategische Partnerschaften und kreatives Denken

Laut Anita Kocsik-Bogár, Geschäftsführerin von BRAND BAND Kft., sind gegenseitige Wertschöpfung und strategisches Denken die Grundlage für erfolgreiche Kooperationen. Viele Projekte scheitern daran, dass nicht klar wird, warum sie für beide Seiten von Vorteil sind. Der Schlüssel zum Erfolg liegt in der kreativen Neupositionierung und der Verknüpfung verschiedener Bereiche – sei es bei kulturellen oder geschäftlichen Kooperationen.

 

Anita Kocsik-Bogár

 

Der Wandel in den Medien und der Kommunikation

Péter Kincses, Leiter für Vertrieb und Geschäftsentwicklung des Nachrichtenportals Magyar Építők und Vorsitzender der Medienabteilung von ÉVOSZ, stellte vor, wie sich unser Fachnachrichtenportal zu einer komplexen 360-Grad-Kommunikationsplattform entwickelt hat.

Sichtbarkeit ist heutzutage kein Zufall mehr, sondern das Ergebnis eines bewusst aufgebauten Systems, in dem Content-Erstellung, Strategie und Verbreitung aufeinander abgestimmt sind. Besonders wichtig ist die Rolle von Video- und Dokumentationsinhalten in der Baubranche, die nicht nur als Kommunikationsmittel, sondern auch als Instrument zur fachlichen Anerkennung dienen.

Weitere Informationen zum Vortrag finden Sie auf unserer Website.

 

Péter Kincses

 

CSR – keine Wohltätigkeit, sondern Wertschöpfung

Laut Edit Nagy, Leiterin für Sponsoring und CSR bei Market Építő Zrt, besteht der Kern von CSR nicht in der nachträglichen „Umverteilung” von Gewinnen, sondern in deren verantwortungsvoller und ethischer Erwirtschaftung. Das Beispiel von Market zeigt, dass echte soziale Verantwortung ein langfristiges strategisches System ist, das auf eigenen Projekten, der Einbindung der Mitarbeiter, lokalen Gemeinschaften und messbaren sozialen Auswirkungen basiert. Die höchste Stufe ist nicht mehr die Unterstützung, sondern die systemische Wertschöpfung.

 

Nagy bearbeiten

 

Was sagen die Jugendlichen dazu?

Als krönender Abschluss der Konferenz kamen in einer Podiumsdiskussion Arbeitnehmer der Generation Z zu Wort. Johanna Szekeres, Vorsitzende der Studentenvertretung der Fakultät für Bauingenieurwesen der BME, Izabella Varga, Szabadics Építőipari Zrt. sowie Dr. Péter Szász, HR-Leiter bei Market Építő Zrt., darüber, was die Generation Z von der Branche erwartet.

 

 

Junge Menschen suchen nach schneller Entwicklung, klaren Karrierewegen, Flexibilität und ehrlicher Kommunikation, während sie gleichzeitig großen Wert auf Feedback und praktische Erfahrung legen. Die größte Herausforderung ist die Kluft zwischen Theorie und Praxis sowie der Mangel an Soft Skills. Erfolgreiche Programme – wie beispielsweise Mentoring oder Camps – funktionieren dann, wenn sie persönlich und interaktiv sind und auch Führungskräfte einbeziehen.

Unsere Zeitung wird in Kürze einen separaten Artikel über die Erkenntnisse der Diskussionsrunde veröffentlichen.

Quelle: Link

Beliebt