Straßenbau

So wird sich die M1 in den nächsten Jahren verändern – 40 Minuten über Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft der M1

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MKIF Zrt.
Nach sechs Jahrzehnten wird die Autobahn M1 grundlegend umgebaut. Die neueste Folge des Podcasts MKIF gibt einen Einblick in die Geschichte, wie die Autobahn M1 vor 60 Jahren gebaut wurde und wie sie zu einer der modernsten Schnellstraßen der nächsten Jahrzehnte werden kann.

InnoWay – Autobahnen in einer neuen Ära – unter diesem Namen debütierte die neue Innovationsreihe des Podcasts der MKIF Magyar Koncessziós Infrastruktúra Fejlesztő Zrt.. Im ersten Teil führt Koch Domonkos, Projektkoordinator für Entwicklung, die Zuhörer in die Geschichte der M1 und ihre Entwicklung von den Anfängen bis heute ein und beantwortet dabei die Fragen von Szimicsku László, Kommunikationsdirektor. Aus dem Gespräch geht auch hervor, dass die derzeitige Entwicklung über eine einfache Kapazitätserweiterung hinausgeht.

Die M1 wird bereits nahezu an ihrer Kapazitätsgrenze betrieben.

Der erste Abschnitt der Autobahn M1 zwischen Budapest und Törökbálint, der gemeinsam mit der M7 genutzt wird, wurde 1965 eröffnet. Die M1 wurde später über mehrere Jahrzehnte hinweg abschnittsweise in Richtung Westen weitergebaut und erreichte erst 1996 bei Hegyeshalom die österreichische Grenze, wo sie an die österreichische Autobahn A4 angeschlossen wurde. Die Straße stellt eine direkte Verbindung zwischen Budapest und Westeuropa her und wird daher oft als „westliches Tor” Ungarns bezeichnet – sie spielt im Verkehr eine ähnlich symbolische Rolle wie die Kettenbrücke in der Geschichte der Hauptstadt.

Als besondere Kuriosität kam im Gespräch auch heraus, dass die Kettenbrücke das erste Konzessionsbauprojekt in Ungarn war.

In den letzten Jahrzehnten hat der Verkehr jedoch erheblich zugenommen: Heute passieren täglich 55.000 bis 60.000 Fahrzeuge bestimmte Abschnitte der Strecke, in Ballungsgebieten sind es sogar 80.000 bis 90.000 Fahrzeuge, davon 20 bis 30 Prozent Lkw sind. Experten zufolge übersteigt dieses Verkehrsaufkommen bereits die ursprünglich geplante Kapazität, weshalb die Strecke, wie die Experten sagen, extrem „störungsanfällig” ist, d. h. jedes Ereignis, das den Verkehr stört, kann fast sofort zu einem Stau führen. Selbst ein plötzliches Bremsen oder Spurwechsel kann leicht eine Kettenreaktion auslösen, die fast sofort zu Staus führt.

Die Dicke der Fahrbahn wird um das Eineinhalbfache erhöht

Die derzeitige Autobahnstruktur besteht größtenteils aus einer 20–23 Zentimeter dicken Asphaltdecke, die im Laufe der Jahrzehnte auf verschiedene Untergründe aufgebracht wurde. Im Rahmen der aktuellen Sanierung wird jedoch eine völlig neue, homogene Fahrbahnstruktur geschaffen.

An der erweiterten M1:

  • die Asphaltdicke wächst auf 32 Zentimeter,
  • und die gesamte Fahrbahnkonstruktion ist für eine Achslast von 11,5 Tonnen ausgelegt.
  • und die gesamte Bahnkonstruktion 11,5 Tonnen Achslast geplant.

Im Rahmen der Arbeiten wird nicht nur der Asphalt entfernt: An mehreren Stellen muss auch die oberste, etwa einen Meter dicke Schicht des Erdreichs ausgetauscht werden, um eine einheitliche, gut entwässernde und dauerhafte Grundlage zu schaffen.

Nicht nur Kapazitätserweiterung, sondern komplette Systementwicklung

Eine der wichtigsten Botschaften des Gesprächs war, dass die Entwicklung der M1 eine komplexe Umgestaltung der Infrastruktur und eine systemweite Entwicklung darstellt. Die Autobahn wird mit 2×3 Fahrspuren und einem intelligenten, d. h. mit digitalen Schildern zu öffnenden Pannenstreifen betrieben werden.

Dies bringt jedoch auch eine Reihe weiterer Verbesserungen mit sich:

  • Umbau von Brücken und Überführungen (72 Stück werden umgebaut oder neu gebaut),
  • Erweiterung der Ingenieurbauwerke,
  • Bau neuer Knotenpunkte (11 bestehende werden umgebaut, 4 neue werden gebaut),
  • Entwicklung von Erholungsorten, familienfreundliche Gestaltung,
  • und 300 neue Lkw-Parkplätze Gestaltung.

In der Umgebung von Knotenpunkten kann sogar ein 2X5-spuriger Querschnitt entstehen, um ein sicheres Ein- und Ausfahren zu gewährleisten. Denn aufgrund der ITS-Spur werden die Ein- und Ausfahrtsstreifen aus Gründen der Verkehrssicherheit als separate Spuren angelegt.

Digitale Autobahn und ITS-System

Ein Schlüsselelement der Erneuerung der M1 ist das intelligente Verkehrssystem (ITS).

Digitale Anzeigen und eine zentral gesteuerte Verkehrsregelung ermöglichen es, dass der Standstreifen bei Bedarf als Fahrspur genutzt werden kann, was die Kapazität der Straße erheblich erhöht.

Dies ist besonders wichtig in einem Transitkorridor, der nicht nur für Ungarn, sondern auch für den Güterverkehr in Mitteleuropa von entscheidender Bedeutung ist.

Nachhaltiger Straßenbau

Bei der Entwicklung spielen auch Nachhaltigkeitsaspekte eine wichtige Rolle. Einer der wichtigsten Punkte des Projekts ist die Wiederverwertung von Asphalt (wir haben darüber ausführlich in einem Artikel mit dem Titel "früheren Interview ausführlich beschrieben wurde).

Entsprechend den internationalen Trends und gemäß dem Konzessionsvertrag werden 20 bis 30 Prozent der beim Bau anfallenden Materialien in die unteren Schichten des neuen Belags wiederverwendet, während die Verschleißschicht vollständig aus neuem Asphalt besteht. Dies reduziert die Umweltbelastung durch den Bau erheblich.

Im Rahmen der Baumaßnahmen werden auch neue Entwässerungssysteme und Regenrückhaltebecken gebaut sowie an mehreren Stellen höhere Lärmschutzwände errichtet.

Der Beginn einer neuen Ära

Der Ausbau der Autobahn M1 umfasst gleichzeitig Sanierung, Erweiterung und technologische Modernisierung. Ziel ist nicht nur die Bewältigung des steigenden Verkehrsaufkommens, sondern auch die Schaffung einer Infrastruktur, die auch in den kommenden Jahrzehnten eine moderne westliche Schnellverkehrsverbindung für Ungarn langfristig gewährleistet.

Das vollständige Gespräch über die Vergangenheit und Zukunft von M1 sowie weitere interessante Informationen können Sie unter den folgenden Links anhören:

YouTube-Sammel-Link:

Wir sind auf dem Spielfeld! – YouTube

Spotify:

Wir sind auf dem Spielfeld! – Podcast | Podcast auf Spotify

Quelle: Link

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