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Energie aus der Tiefe: Start eines Geothermieprojekts in Mezőcsát

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Illustration: Mihály Nagy / magyarepitok.hu
Nach dem Umbau des 1071 Meter tiefen Brunnens wird das System auf der Grundlage von Durchfluss- und Temperaturmessungen an die städtischen Einrichtungen angeschlossen.

Die Gemeinde Mezőcsát hat im Amtsblatt für öffentliche Aufträge der Europäischen Union eine Ausschreibung zur Nutzung geothermischer Energie veröffentlicht.

Im Januar 2025 startete in der Stadt das Projekt „Nutzung der geothermischen Energie in Mezőcsát”, das vom Schweizer Fonds gefördert wird. Ziel des Programms ist die Erschließung lokaler geothermischer Energiequellen und deren Integration in das städtische Energiesystem, um zu einer nachhaltigeren Wärme- und Energieversorgung beizutragen.

Die Frist für die Einreichung der Angebote endet am 24. April 2026.

 

Die Gemeinde stellt auf nachhaltige Heizung um

Im Mittelpunkt des Projekts steht die teilweise Umstellung der Heizung der öffentlichen Einrichtungen in Mezőcsát auf geothermische Energie. Im Rahmen des Projekts wird eine zuvor stillgelegte Erkundungsbohrung saniert und in eine Thermalbohrung umgewandelt, sodass eine bisher ungenutzte Ressource in die Energieversorgung der Stadt einbezogen werden kann.

Im Rahmen der Arbeiten wird ein etwa 1071 Meter tiefer Brunnen saniert und zu einem Thermalbrunnen ausgebaut. Im Rahmen der Arbeiten untersuchen die Fachleute den Zustand des Brunnens, erschließen die wasserführenden Schichten und legen anschließend durch Messungen – unter anderem durch die Überprüfung von Wasserertrag und Temperatur – die Voraussetzungen für einen sicheren und effizienten Betrieb fest.

 

Ein bedeutender Schritt bei der energetischen Modernisierung

Ein zentraler Bestandteil des Projekts ist die Einrichtung eines neuen Wärmeversorgungssystems, das das geförderte Thermalwasser an die Einrichtungen der Gemeinde leitet. Das so entstehende Netz wird an die Heizungsanlagen mehrerer kommunaler Gebäude angeschlossen und senkt damit den Erdgasverbrauch.

Ziel des Projekts ist es, die eigenen, vor Ort verfügbaren Energiequellen der Gemeinde zu nutzen. Die Nutzung von Geothermie bietet nicht nur eine umweltfreundlichere Lösung, sondern gewährleistet den Einrichtungen langfristig auch einen berechenbareren Betrieb.

 

Sie setzen auf lokale Ressourcen

In der Kleinstadt gibt es auch ein Thermalbad, und laut den kürzlich veröffentlichten Nachrichten könnte das Thermalwasser, das seit Jahrzehnten Badegäste anzieht, bald offiziell als Heilwasser anerkannt werden. Die im Komitat Borsod-Abaúj-Zemplén gelegene Ortschaft könnte damit zur fünften Kurstadt in der Region werden.

Vorläufige Untersuchungen des aus einer Tiefe von 802 Metern gewonnenen Wassers mit einer Temperatur von 51 Grad Celsius zeigen, dass es sowohl zur Linderung äußerer rheumatischer Beschwerden als auch innerer Refluxsymptome geeignet sein könnte.

Die nun ausgeschriebene öffentliche Ausschreibung zielt auf die Durchführung von Bauarbeiten ab, durch die das Energiesystem von Mezőcsát modernisiert werden soll. Das Projekt kann zu einem nachhaltigen Betrieb der Gemeinde beitragen und gleichzeitig den Ausstoß von Treibhausgasen verringern.

Quelle: B LinkB

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