Was wird gebaut?
Das hundertjährige Schulgebäude in Szekszárd wurde aus einem lebensbedrohlichen Zustand wiederhergestellt
Anfang April konnten Schüler und Lehrkräfte die renovierten Gebäude B und K des Ady-Endre-Technikums und Internats des Berufsbildungszentrums des Komitats Tolna beziehen. Die VEMÉV-SZER übernahm die Baustelle im Januar 2025 und führte in etwas mehr als einem halben Jahr die umfassende Sanierung des K- , also des Internatsgebäudes, und am 25. März wurde auch die Modernisierung des mehr als hundert Jahre alten, denkmalgeschützten Schulgebäudes an der Ecke der Széchenyi-Straße abgeschlossen.
Zuerst wurde das Wohnheim renoviert, dann das historische Schulgebäude
Im Gebäude des Studentenwohnheims stellte vor allem die Sanierung der Sanitäranlagen sowie der dazugehörigen Wasser-, Abwasser- und Lüftungssysteme eine große Herausforderung dar. In dem sechsstöckigen Gebäude wurden insgesamt 18 Duschen, 56 Toiletten, 17 Urinale, 65 Waschbecken und 2 Spülbecken modernisiert; darüber hinaus wurden 522 Quadratmeter Fließestrich verlegt, auf 1143 Quadratmetern wurden Bodenbeläge entfernt und neu verlegt, auf 885 Quadratmetern wurden Abdichtungsarbeiten durchgeführt sowie Maler- und Elektroinstallationsarbeiten vorgenommen. Der andere, wesentlich komplexere Teil des Projekts betraf das denkmalgeschützte Gebäude B. Darüber informierte Lóránt Csehi, Projektleiter von VEMÉV-SZER, unser Portal.
Das Schulgebäude ist mittlerweile lebensgefährlich
Das zu Beginn des 20. Jahrhunderts im Neorenaissance-Stil erbaute Gebäude diente ursprünglich als bürgerliches Mädchengymnasium. In den vergangenen mehr als 120 Jahren wurde es mehrfach umgebaut, eine umfassende Sanierung blieb jedoch bislang aus.
Hinter der Schule fließt der Séd. Der Bach wurde in den 1990er Jahren in einen Stahlbetonkanal umgeleitet, um das Gebiet bebaubar zu machen; dabei wurde jedoch die Funktion des Bachbettes als Grundwasserableitung außer Acht gelassen. Der geschlossene Stahlbetonkanal verhinderte diesen natürlichen Prozess, wodurch der Grundwasserspiegel in der Umgebung deutlich anstieg. Das Wasser sowie die Verkehrsbelastung in der Umgebung führten zu einer Absenkung der Gebäudestruktur, und die Situation verschärfte sich derart, dass das Gebäude als lebensgefährlich eingestuft wurde.
Die aktuelle Sanierung konnte auf der früheren Fundamentverstärkung aufbauen
Die schwerwiegendsten baulichen Probleme wurden bereits zuvor behoben:
Im Jahr 2019 wurden die Fundamente verstärkt, es wurde praktisch ein neues Fundament errichtet, und damit wurde die fast 120 Jahre alte Schule gerettet.
Im Rahmen der im letzten Jahr begonnenen Arbeiten schuf das Projekt VEMÉV-SZER auf der Grundlage dieser Maßnahmen die Voraussetzungen dafür, dass das historisch wertvolle Gebäude wieder sicher und zeitgemäß für Bildungszwecke genutzt werden kann.
Das aktuelle Projekt ging somit weit über eine einfache Renovierung hinaus: Es galt, ein Gebäude wieder auf Vordermann zu bringen, bei dem die bauliche Vergangenheit, Feuchtigkeitsprobleme und der Denkmalcharakter gleichzeitig den Rahmen für die Ausführung vorgaben.
Bei der Fassade haben die Standardlösungen nicht funktioniert
Einer der heikelsten Aspekte der Sanierung des Gebäudes B war die Wiederherstellung der Fassade. Die Arbeiten begannen nach dem Aufbau der Gerüste mit einer vollständigen Begutachtung der Oberfläche: Die Fassade wurde abgeklopft, anschließend wurde eine Schadenskarte erstellt. Auf Grundlage dieser Begutachtung wurden die abgeblätterten, bröckelnden und abgelösten Putzstellen entfernt und die Stellen markiert, an denen tiefgreifendere bauliche Maßnahmen erforderlich waren.
Lóránt Csehi erklärte: Die strukturellen Risse wurden mit einer Wandverstärkungstechnik verstärkt, woraufhin mit der Sanierung der stärker beschädigten Flächen begonnen werden konnte.
Bei einem Gebäude in einem solchen Zustand, das zudem historischen Wert besitzt, konnte man nicht nur an einzelne Materialien denken, sondern nur an ein System, dessen Elemente vorhersehbar zusammenwirken.
Die Fassadensanierung erfolgte auf Basis des CEMIX-Systems
Bei der Fassadensanierung stützte sich der Bauunternehmer auf die Produkte von CEMIX. Bei dieser Entscheidung spielten nicht nur die technischen Eigenschaften der Materialien eine Rolle, sondern auch die Tatsache, dass der Hersteller die Arbeiten durch Produktunterstützung und fachliche Beratung begleitete. Haftungs- und Laboruntersuchungen unterstützten die Entwicklung technischer Lösungen, die auf die Gegebenheiten des Gebäudes zugeschnitten waren, was bei einer durch strukturelle Bewegungen belasteten, unebenen Fassade ein besonders wichtiger Aspekt war.
Die stärker beschädigten Abschnitte 2012 PREMIUM und 2130 EUROSAN VS Grundputz und anschließend mit 2060 KVÁDERVAKOLAT ausgebessert. Zuvor wurden die fehlenden Spalten und Zierelemente ergänzt, anschließend wurde mit CEMIX 2111 RENTI FEIN feinkörnigem Reparaturmörtel eine gleichmäßige Oberfläche geschaffen. Zur Tiefengrundierung wurde das Produkt 2614 DEEP PRIMER verwendet, und die endgültige Oberfläche wurde mit der silikongebundenen 2800 SILICONTOP Fassadenfarbe gestaltet.
Bei der Auswahl waren eine gute Haftung, Atmungsaktivität, Wasserabweisung und Wetterbeständigkeit wichtige Faktoren.
Bei einem Schulgebäude dieses Alters beschränkt sich die Fassadensanierung nämlich nicht nur auf ästhetische Aspekte: Der Schichtaufbau muss die Verstärkung der geschwächten Oberflächen, die Feuchtigkeitsverhältnisse und den dauerhaften Oberflächenschutz berücksichtigen.
Auch das Feuchtigkeitsgleichgewicht musste separat behandelt werden
Aufgrund des Denkmalcharakters des Gebäudes konnte an der Außenfassade keine neue Wärmedämmschicht angebracht werden, weshalb das Feuchtigkeitsgleichgewicht durch den Einsatz von Multipor auf der Innenseite gewährleistet wurde. Dies zeigt deutlich, dass im Rahmen des Projekts nicht nur eine einzige Herausforderung bewältigt werden musste, sondern mehrere miteinander verknüpfte technische Herausforderungen gleichzeitig angegangen werden mussten.
Ein praktischer Vorteil der bei der Ausführung verwendeten Materialien war die schnelle Verarbeitbarkeit und die vorhersehbare Abbindezeit, was bei einem Projekt, bei dem mehrere Phasen präzise aufeinander abgestimmt werden mussten, besonders wichtig war.
Nicht nur die Fassade, sondern das gesamte Gebäude wurde renoviert
Einer der auffälligsten Bestandteile des Projekts war die Sanierung der Fassade, doch der technische Umfang der Investition erwies sich als weitaus umfangreicher. Die Modernisierung der beiden Stockwerke und der Turnhalle im Gebäude B betraf insgesamt 1266,9 Quadratmeter.
Im Rahmen der Arbeiten wurde auf einer Fläche von 1132 Quadratmetern die Dachdeckung erneuert, 86 Fenster- und Türanlagen wurden ausgebaut und ersetzt, die Sanitäranlagen wurden renoviert, das Stromnetz und die Gebäudetechnik wurden modernisiert sowie auf einer Fläche von fast 9000 Quadratmetern Dämmarbeiten durchgeführt.
In dem denkmalgeschützten Gebäude wurden auf einer Fläche von 1210 Quadratmetern die Bodenbeläge ausgetauscht, auf 2565 Quadratmetern die wasserbasierte Dispersionswandfarbe entfernt, auf 4345 Quadratmetern verputzt, auf 1363 Quadratmetern eine Tiefgrundierung aufgetragen, 4510 Quadratmeter wurden gestrichen, und die Fassadenanstriche umfassten 1963 Quadratmeter.
Im Rahmen der Modernisierung der Haustechnik wurde eine Wärmepumpen-Heiz- und Kühlanlage installiert, und im Gemeinschaftsraum wurde eine Fußbodenheizung eingerichtet.
Dank der Arbeit des VEMÉV-SZER konnte ein zuvor schwer beschädigtes Schulgebäude von historischem Wert saniert werden, ohne dabei seinen Charakter zu verlieren. Das Projekt in Szekszárd ging somit über eine einfache Modernisierung hinaus: Es wurde eine technische und architektonische Sanierung realisiert, bei der neben den Bauarbeiten auch die systemweiten Lösungen von CEMIX eine entscheidende Rolle spielten.
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