Klima-X
Es kann ein neuer Kanal geplant werden, der die Körös-Flüsse verbindet
Im Rahmen des Programms CMPLX-WATER, das der Prävention von Katastrophenrisiken und der Anpassung an den Klimawandel dient, konzentrieren sich Rumänien und Ungarn auf die Stärkung der Hochwasserreaktionsfähigkeit sowie auf die Erhöhung der Wasserrückhaltung zur Minderung der Auswirkungen von Dürren. In der grenzüberschreitenden Region, die die Kreise Bihor, Hajdú-Bihar und Békés umfasst, laufen derzeit die Vorbereitung und Umsetzung mehrerer parallel verlaufender, aber miteinander verbundener Wasserwirtschaftsprojekte. Dazu gehören die Erstellung der technischen Unterlagen für den Kanal zur Verbindung der Körös-Flüsse, die Umgestaltung der Wasserverteilung, Hochwasserschutzmaßnahmen sowie die Kanalsanierung.
Ein wichtiger Meilenstein des Gesamtprojekts ist der Abschluss des öffentlichen Vergabeverfahrens, auf dessen Grundlage das Unternehmen ERBO-PLAN Mérnöki Szolgáltató Kft. im Auftrag der Wasserwirtschaftsbehörde der Region Körös den Verbindungskanal zwischen den Flüssen Sebes, Kettős und Fekete-Körös planen darf.
Die Wasserversorgung in der Region könnte sich ändern
Über die geplante Trasse der Schwerkraft-Wasserumleitung könnte Wasser aus dem Sebes-Körös, dessen Wasserstand aus Sicht der Wasserwirtschaft ausgeglichener ist, in das Flussbett des Fekete-Körös geleitet werden. Von der Umsetzung des Projekts wird zudem erwartet, dass durch die regionale Wasserverteilung auch das flache, wasserwirtschaftlich genutzte Gebiet zwischen dem Sebes- und dem Fekete-Körös mit Wasser versorgt wird.
Es könnte eine rund 44 Kilometer lange Entwässerungsstrecke entstehen
Die Fachleute von ERBO-PLAN müssen eine etwa 44.000 Laufmeter lange Entwässerungsstrecke planen, die größtenteils als Hochkanal realisiert werden kann. Das System könnte, gestützt auf den bestehenden Grundwehr in Biharugra, eine Wassermenge von etwa 4–6 m³/s bis nach Sarkad ableiten.
Durch den Umbau der bestehenden Binnenkanäle würde die Wassermenge in das gestaute Gewässer des Fekete-Körös geleitet.
Die Wasserwirtschaftsexperten würden durch die Umschichtung und Umverteilung der vorhandenen Wasserressourcen die Belastung des stärker von Wassermangel betroffenen Einzugsgebiets des Fekete-Kettős-Körös mindern, wobei sie sich auf einen Teil der Wasserressourcen des Sebes-Körös stützen würden.
Ein neuer Kanal könnte die Flüsse miteinander verbinden
Der geplante Verbindungskanal zwischen Sebes, Kettős, Fekete und Körös könnte mit einer Bodenbreite von ~4,0 bzw. ~3,1 Metern, einem Gefälle von 1:1,5 und einer Betriebswassertiefe von ~2,0 Metern gebaut werden.
Der Kanal, der die beiden Flüsse verbindet, würde an der Zuführungsleitung der Pumpstation oberhalb des Sockeldamms von Biharugra beginnen und den linken Damm des Sebes-Körös im Bereich von 55+165 km kreuzen. Die Speisung würde über eine 2×NÁ2200-mm-Rohrschleuse erfolgen, wodurch ein Wasserdurchfluss von etwa 4–6 m³/s gewährleistet werden könnte.
In den Plänen sind zwei Stauseen vorgesehen
Dem Konzept zufolge sollen zwei Stauseen – der in Biharugra und der in Mezőgyán – mit einer Gesamtkapazität von 12 bis 15 Millionen Kubikmetern Teil des Wasserwirtschaftssystems werden. Diese Anlagen könnten in Naturschutzgebieten errichtet werden.
Zu den Aufgaben des mit der Planung beauftragten Unternehmens gehören die Erstellung einer Umweltverträglichkeitsprüfung für den Verbindungskanal zwischen Sebes, Kettős und Fekete-Körös sowie für die Wasserentnahmestelle Sebes-Körösi und die Erstellung der genehmigungsrelevanten Pläne.
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