Was wird gebaut?

Die neue, durch eine Brücke verbundene Logistikhalle des GLS in Alsónémedi wird nach dem Vorbild des MERKBAU gebaut

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Die neue Anlage, die auf der Grundlage des Modells MERKBAU errichtet wird, wird mit einer speziellen Sortiertechnologie arbeiten.

Die neue Halle des Logistikzentrums GLS General Logistics Systems Hungary Kft. in Alsónémedi hat ihren höchsten Punkt erreicht. Eines der außergewöhnlichsten Elemente des Bauprojekts, das von MERKBAU Építőipari és Kereskedelmi Zrt. gebauten Projekts ist die 127 Meter lange, auf Stahlpfeilern ruhende geschlossene Brücke, die die bestehende und die neue Halle über ein Förderbandsystem miteinander verbinden wird.

Die offizielle Richtfestfeier für die neue Logistikhalle sowie das Büro- und Verwaltungsgebäude von GLS fand am 27. Mai statt.
 

gleichzeitig auch ein osteuropäisches Zentrum

Bei der Veranstaltung betonte Attila Balázs, Geschäftsführer von GLS in Ungarn, dass die Investition weit über die Versorgung des heimischen Marktes hinausgeht.

„Bei diesem Gebäude geht es nicht nur um den ungarischen Markt. Der Standort Alsónémedi von GLS Hungary ist zugleich das regionale Zentrum für sieben Länder. Das neue Gebäude trägt dazu bei, dass wir unsere Kapazitäten und unsere Rolle in der Paketlogistik der Region ausbauen können”, erklärte er.

 

Der Leiter von GLS sprach auch darüber, dass sich der Logistikmarkt in den letzten Jahren erheblich gewandelt hat.

„Vor etwa drei bis vier Jahren setzten im E-Commerce und damit auch bei den Logistikdienstleistern, die diesen Bereich bedienen, bedeutende Veränderungen ein. Lösungen mit Paketautomaten haben sich durchgesetzt. GLS sieht darin nicht nur einen Markttrend, sondern auch eine wichtige Innovationschance und kann seine marktführende Rolle durch kontinuierliche, zukunftsorientierte Entwicklungen behaupten.”

Das Unternehmen errichtet daher ein Logistikzentrum der neuen Generation, das an die Veränderungen des Marktes angepasste Betriebsabläufe unterstützt.

Die Erweiterung wurde durch eine Flurbereinigung vorbereitet

Hintergrund der Erweiterung ist die Verbindung der bestehenden mit den neuen Logistikeinheiten. GLS hat bereits früher mit der Zusammenlegung des Grundstücks mit der Flurstücknummer 3062 – auf dem die derzeitige Entwicklung stattfindet – und des bestehenden GLS-Hallenkomplexes mit der Flurstücknummer 3067 begonnen.

Ziel der Zusammenlegung war es, die neue Halle und das bestehende Logistikzentrum durch eine geschlossene Brücke auf Stahlpfeilern miteinander zu verbinden. Über die Brücke wird ein Förderbandsystem die Pakete zwischen den beiden Gebäuden transportieren.

Bei der Neugestaltung des Projekts war es ein vorrangiges Anliegen, sicherzustellen, dass das neue Gebäude auch langfristig an das bestehende Logistiksystem angebunden bleiben kann.
 

 

Das Projekt ist zu 80 Prozent fertiggestellt

Attila Mészáros, stellvertretender Geschäftsführer von MERKBAU Zrt., erklärte, das Projekt sei derzeit zu etwa 80 Prozent fertiggestellt.

Der Innenbereich der Halle ist bis auf kleinere Elektroinstallationsarbeiten praktisch fertiggestellt. Der Gebäudeteil wurde bereits an die Subunternehmer für die Anlagentechnik zur weiteren Bearbeitung übergeben.

In den Bürobereichen sind die Facharbeiten zu fast 70 Prozent abgeschlossen, während im Außenbereich noch die Dämmung der Vordächer sowie die Montage und der Belag der vierten Bauabschnitt der Brücke ausstehen.

 

 

Im Juni ein weiterer wichtiger Meilenstein

Nach Abschluss der Rohbauarbeiten tritt das Projekt nun in eine weitere entscheidende Phase ein. Die Halle ist in ihrem derzeitigen Zustand bereits wasserdicht, das Bürogebäude ist jedoch erst teilweise fertiggestellt.

Seit Mitte März hat der Bauunternehmer den Industrieboden schrittweise an die Anlagenbauer übergeben.

Die am Projekt beteiligten Partnerunternehmen haben bereits während der Verlegung des Industriebodens mit der Montage der Podiumsebenen aus Stahlkonstruktion begonnen, worauf unmittelbar die Installation der technischen Anlagen folgt.

Der nächste wichtige Meilenstein wird erreicht sein, wenn die ersten drei Abschnitte der Brücke an die technische Montage übergeben werden müssen.

 

 

Ein fast 11.500 Quadratmeter großes Logistikzentrum entsteht

Die Netto-Grundfläche des neuen Gebäudes beträgt 11.467 Quadratmeter, zu denen 47.263 Quadratmeter Grünfläche hinzukommen.

Im Rahmen des Projekts

  • 254 Pkw-Stellplätze,
  • 17 Lkw-Parkplätze,
  • 39 längere Fahrzeugstellplätze,
  • sowie 27 öffentliche Ladestationen für Elektroautos.

Die gesamte gepflasterte Fläche beträgt 52.128 Quadratmeter und besteht überwiegend aus Pflastersteinen sowie zu einem geringeren Teil aus CP-Beton.

Die Konstruktion der Halle besteht aus vorgefertigtem Stahlbeton; das Besondere daran ist, dass die gesamte Dachkonstruktion aus einem Stahlfachwerk besteht.

 

 

Beheizte Industrieböden und dreistufige technische Anlagen

In der Halle wird ein beheizter Industrieboden mit 126 technischen Fundamenten verlegt.

Die Techniker haben bereits im März dieses Jahres ihre Arbeit aufgenommen, sodass parallel zum Verlegen des Industriebodens die Montage der Podiumsebenen aus Stahl sowie die Vorbereitung der technischen Anlagen vorangetrieben wurden.

Attila Mészáros betonte bei der Einweihungsfeier:

„Dies ist kein gewöhnliches Logistikprojekt, sondern ein wirklich außergewöhnliches Vorhaben.”

 

Es werden komplexe technische Anlagen und eine leistungsstarke Energieversorgung aufgebaut

Auf der Decke des Büros wird eine Heizungsanlage mit einer Leistung von 1 MW installiert, die von 18 Wärmepumpen gespeist wird. Das System eignet sich sowohl zum Heizen als auch zum Kühlen des Büros und der Halle.

Darüber hinaus wird eine Gasheizungsanlage mit einer Leistung von 1 MW installiert, und die Warmwasserbereitung wird durch Sonnenkollektoren unterstützt.

Zur Deckung des Energiebedarfs des Gebäudes und der technischen Anlagen wird ein 1,6-MW-Transformator installiert, während für den späteren endgültigen Energiebedarf eine Umspannstation mit einer Leistung von fast 6 MW errichtet wird.

Das Dach der Halle eignet sich auch für die Installation von Solarmodulen, die im Rahmen einer späteren Ausbaustufe angebracht werden können.

 

 

Automatisierte Sicherheits- und Gebäudemanagementsysteme

Im Logistikzentrum werden Brandmelde-, Wärme- und Rauchabzugssysteme mit eigener Leitstelle zum Einsatz kommen.

An den Kreuzungspunkten zwischen Rauchschürzenwänden und Förderbändern werden automatisch bewegliche mobile Schürzenwände installiert.

Das Bürogebäude wird mit einem Basis-BMS-System ausgestattet, das die Steuerung der technischen Anlagen – vor allem der Lüftungstechnik – übernimmt und zudem Fehlermeldungen sowie Daten zum Strom- und Wasserverbrauch anzeigen kann.

Das System wird zudem über eine Wind- und Regensensorik verfügen, um einen reibungslosen Betrieb der Komfortlüftung zu gewährleisten, und liefert dem Betrieb kontinuierlich Informationen über den Zustand der Anlagen.

 

Nachhaltige Lösungen mit einem Schwalbenhotel

Im Rahmen des Projekts wird auch den Aspekten der Nachhaltigkeit besondere Aufmerksamkeit gewidmet.

Neben der Wärmepumpenanlage, die für die Kühlung und Beheizung der Halle und des Büros sorgt, wird das Regenwasser in ein 3150 Kubikmeter großes oberirdisches Versickerungsbecken geleitet, dessen eine Hälfte als Speicher dient. Außerdem wird ein offenes Löschwasserbecken errichtet.

Im Rahmen des Projekts wurde an der südöstlichen Seite des Baugeländes zum Schutz der Zugvögel ein 3–4 Meter hohes Schwalbenhotel errichtet, für das etwa 2300 Kubikmeter Erde verwendet wurden.

Außerdem wird der Bauschutt während der Bauzeit getrennt gesammelt und abtransportiert.

 

 

Es entstehen auch spektakuläre Fassadenlösungen

Auch außerhalb der Halle finden mehrere architektonische Dekorelemente ihren Platz. Dazu gehören die Fassaden der vier Fluchttreppenhäuser aus Sandwichpaneelen und festen Aluminium-Sonnenschutzelementen sowie die Verkleidung der Verbindungsbrücke aus Faserzement- und Sandwichpaneelen, die durch abwechselnde Fassadenebenen gestaltet ist.

Eine verdeckte Beleuchtung wird das Erscheinungsbild der Brücke noch besser zur Geltung bringen.

Auf der Ostseite entstehen 30 Rolltore, von denen 26 mit einer Hebebühne ausgestattet sind, während auf der Westseite weitere 32 Rolltore eingebaut werden.

 

 

Der Rohbau wurde mit einer Richtfestfeier abgeschlossen

Zum Abschluss der Richtfestfeier trug der Projektleiter Norbert Rimóczi das traditionelle Richtfestgedicht vor, in dem er die Arbeit der Handwerker würdigte und dem Gebäude viel Glück für die Zukunft wünschte.

Die Veranstaltung endete traditionsgemäß mit dem Zerbrechen eines Glases, was das Ende einer wichtigen Bauphase und den Beginn der nächsten Projektphase symbolisierte.

Quelle: Link

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