Wasserwirtschaft
Das neue Wasseraufbereitungssystem in Koppánymonostor stärkt die Wasserversorgung von Ács und Umgebung
Der umfassende Ausbau des Trinkwasserversorgungsnetzes in Ács und Umgebung wird von einem Konsortium aus Colas Alterra Zrt. und Betonútépítő Zrt. wird durchgeführt. Ziel ist es, die Wasserversorgung der Region langfristig sicherzustellen und gleichzeitig die Betriebssicherheit und Kapazität des Systems erheblich zu steigern.
Das Projekt betrifft nicht nur eine einzige Gemeinde, sondern das gesamte Versorgungsgebiet des ehemaligen Wasserwerks Ács–Komárom sowie die Stadt Bábolna. Im Zuge der Entwicklung werden Ács, Komárom und Bábolna ihr Trinkwasser in erster Linie aus dem modernisierten Wasserwerk Koppánymonostor beziehen, während für Bábolna weiterhin die Möglichkeit einer Versorgung über das regionale System von Tatabánya bestehen bleibt.
Der Planungsauftrag umfasste nicht nur die Erstellung der Ausführungspläne, sondern auch die Erstellung der Genehmigungsunterlagen, die Einholung der Genehmigungen sowie die Erstellung der Bauabnahmepapiere, die von Green Technológia Kft. als spezialisiertes Subunternehmen durchgeführt wurden.
Es mangelt nicht an Wasser, das System musste weiterentwickelt werden
Hintergrund des Investitionsvorhabens ist keine Wasserknappheit im klassischen Sinne. Die Region verfügt zwar über ausreichende Wasserressourcen, doch die Größe, der technische Stand und das Alter der bestehenden Wasseraufbereitungsanlagen ließen eine Deckung des steigenden Bedarfs nur noch in begrenztem Umfang zu.
Als Ergebnis der Entwicklung steigt
- die verfügbare Wassermenge,
- die Gleichmäßigkeit der Versorgung,
- die Betriebssicherheit,
- sowie die Flexibilität des Systems in Ausnahmesituationen.
Das modernisierte System basiert auf dem Wasser aus 16 Brunnen
Dank früherer Ausbaumaßnahmen wird das Wasserwerk in Koppánymonostor derzeit aus 16 Brunnen mit Rohwasser versorgt.
Eines der wichtigsten Ziele des aktuellen Investitionsvorhabens besteht darin, diese verfügbaren Wasserressourcen mit modernerer Technologie als bisher zu verwalten und an die Verbraucher zu liefern.
Im Rahmen des Projekts wird eine völlig neue Wasseraufbereitungstechnologie errichtet, die Folgendes umfasst:
- die Entfernung von Eisen und Mangan,
- die Desinfektion und Chlorung,
- die automatische Prozesssteuerung,
- sowie die Fernüberwachungssysteme.
Das Herzstück des Projekts ist die Entmagnetisierungstechnologie
Nach Angaben des Bauunternehmers ist der wichtigste Teil des Projekts das technische System, das von außen betrachtet vielleicht am wenigsten auffällt.
Die Technologie zur Eisen- und Manganentfernung, die das Herzstück der Wasseraufbereitung bildet, stellt sicher, dass das aus den Brunnen stammende Rohwasser den Anforderungen an die Trinkwasserqualität entspricht.
Für einen Außenstehenden besteht dieses System lediglich aus einigen großen Behältern und Rohrleitungen, doch tatsächlich ist es das technische Herzstück dieser Anlage, ohne das das gesamte Projekt seine Funktion nicht erfüllen könnte.
Die Entwicklung findet an drei Standorten statt
Ács wurde auf dem Verwaltungsgebiet mehr als 8 Kilometer neue Leitung verlegt, das heißt
- Es wurden 7055 Laufmeter D355-PE-Fernleitung verlegt,
- Es wurden 1058 Laufmeter D160-PE-Anschlussleitungen verlegt,
- Außerdem wird das Chlorungs- und Durchflussmesssystem des Hochbehälters weiterentwickelt.
Aufgrund des hohen Grundwasserspiegels wurde eine Grundwasserabsenkung mittels Vakuumbohrung durchgeführt, ohne die die Bauarbeiten nicht sicher hätten durchgeführt werden können.
In Bábolna im Rahmen des Bauvorhabens
- 2755 Meter D315 PE-Fernleitung,
- Es wurden 753 Meter D225-PE-Leitung verlegt,
- Es wurden zwei Aufbereitungswasser-Speicher mit einem Fassungsvermögen von jeweils 1250 Kubikmetern errichtet,
- Es wird ein neuer Netzdruckverstärker errichtet
- und modernisieren die mit dem Speicher verbundenen Systeme.
Die Becken haben einen kreisförmigen Grundriss und wurden mit einem Innendurchmesser von 18 Metern und einer nutzbaren Wassertiefe von 5,5 Metern errichtet.
Der zentrale Standort des Investitionsvorhabens ist das Wasserwerk in Koppánymonostor. Dort wurde es errichtet
- zwei Rohwasserspeicherbecken mit einem Fassungsvermögen von jeweils 1000 Kubikmetern,
- das neue Pumpenhaus für die Rohwasserzufuhr,
- das neue Maschinenhaus für die Wasseraufbereitungstechnik,
- die modernisierte Netzpumpstation,
- sowie das mit der Leitstelle verbundene Prozesssteuerungssystem.
Die Rohwasserspeicher wurden mit einem Innendurchmesser von 16 Metern und einer nutzbaren Speicherhöhe von 5,5 Metern gebaut.
Besondere Anforderungen an Trinkwasserreservoirs
Beim Bau von Trinkwasserreservoirs müssen wesentlich strengere Anforderungen erfüllt werden als bei einer herkömmlichen Wasserwirtschaftsanlage.
Für Bauteile, die mit Wasser in Berührung kommen
- sie müssen vollständige Wasserdichtigkeit gewährleisten,
- sie müssen mit speziellen Beschichtungen versehen sein, die für den Kontakt mit Trinkwasser zugelassen sind,
- sie müssen den Auswirkungen des Frosts standhalten,
- und müssen auch langfristig die Erhaltung der Wasserqualität gewährleisten.
Die Wasserdichtigkeit wird durch normgerechte Wasserdichtheitsprüfungen überprüft, während die Trinkwasserqualität von akkreditierten Laboren untersucht wird.
Die Wasserversorgung muss während der gesamten Bauzeit gewährleistet sein
Eine der größten Herausforderungen des Projekts war nicht der Bau, sondern die Gewährleistung des kontinuierlichen Betriebs.
Die Bauunternehmer mussten neue technische Anlagen errichten, ohne dass die Nutzer auch nur einen Tag lang ohne Wasser auskommen mussten.
Zu diesem Zweck wurden provisorische Leitungsabschnitte errichtet, und die fertiggestellten neuen Anlagen werden schrittweise in das Netz eingebunden.
Der Probebetrieb läuft
Das Projekt wurde im Februar 2025 gestartet. Die neuen Rohwasserspeicher wurden bereits im Januar 2026 in Betrieb genommen, wodurch die alten Systemkomponenten ersetzt werden konnten.
Der Probebetrieb der Wasseraufbereitungsanlage begann am 16. Juni 2026 und wird voraussichtlich sechs Monate dauern. Nach den Planungen soll bereits ab Mitte September Trinkwasser, das mit der neuen Technologie aufbereitet wurde, in das Versorgungsnetz eingespeist werden. Während des Probebetriebs werden die baulichen Sanierungsarbeiten an den Gebäuden abgeschlossen, die Pflasterarbeiten im Außenbereich fertiggestellt sowie die Bepflanzung vorgenommen.
Auch der Schutz landwirtschaftlicher Flächen ist wichtig
Im Rahmen des Projekts wurde nicht nur den technischen Lösungen, sondern auch den Umweltaspekten besondere Aufmerksamkeit gewidmet.
Sowohl bei der Planung als auch bei der Ausführung wurde darauf geachtet, dass die Trassenführung die natürliche Umgebung so wenig wie möglich beeinträchtigt und die betroffenen Gebiete nach Abschluss der Arbeiten wieder in ihren ursprünglichen Zustand versetzt werden.
Dies war besonders wichtig, da ein erheblicher Teil der Freileitungen durch landwirtschaftlich genutzte Flächen verläuft. Die Fachleute haben den Zeitplan für die Bauarbeiten daher an den Vegetationszyklus der angebauten Pflanzen angepasst, um die Beeinträchtigungen für die Landwirte so gering wie möglich zu halten.
Im Rahmen der Arbeiten wurde dem Schutz des Ackerbodens und der Behandlung der Humusschicht besondere Aufmerksamkeit gewidmet. Die oberste Ackerschicht wurde separat behandelt und gelagert und nach Abschluss der Leitungsbauarbeiten wieder aufgebracht, um so die Wiederherstellung der landwirtschaftlichen Nutzung der Flächen zu unterstützen.
Zusammenarbeit zwischen mehreren Fachgebieten
Die Komplexität des Projekts zeigt sich deutlich daran, dass während der Ausführung die Mitwirkung zahlreicher spezialisierter Subunternehmer und Zulieferer erforderlich war.
Im Rahmen des Projekts übernahmen spezialisierte Fachunternehmen die Lieferung und Installation der Wasseraufbereitungsanlagen, die Verlegung der korrosions- und säurebeständigen Stahlrohrleitungen sowie den Aufbau der Stromversorgungs- und Steuerungssysteme.
Um die Energieversorgung der neuen Anlagen sicherzustellen, war zudem ein Transformatoraustausch erforderlich, der ebenfalls spezielles Fachwissen erforderte. Durch die Einrichtung des modernen Automatisierungs- und Fernüberwachungssystems lassen sich die Wassererzeugung und die Speicherkapazitäten künftig zentral überwachen und bei Bedarf auch aus der Ferne steuern.
Archäologische Funde auf der Baustelle
Eine unerwartete Besonderheit des Projekts ist, dass beim Abriss der zuvor stillgelegten Wasserspeicherbecken eine archäologische Fundstätte entdeckt wurde.
Nach den Ausgrabungen und der Bergung der Fundstücke passten die Bauunternehmer die Anordnung der Anlage an, um die Elemente des kulturellen Erbes so wenig wie möglich zu beeinträchtigen.
Gemäß dem Vertrag läuft das Projekt am 6. Februar 2027 aus, doch die Einwohner und Unternehmen der Region werden bereits in der zweiten Hälfte dieses Jahres die wichtigsten Ergebnisse des Projekts spüren können.
Quelle: Link
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