Was wird gebaut?

Der Innenstadtkomplex wird in historischem Rahmen neu belebt – Der Gebäudekomplex in der Dohány-Straße wird saniert

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Fotos: Polat Hungary
Das Projekt wird in einem der dichtesten und lebhaftesten Stadtteile Budapests realisiert, in dem Tourismus, Gastronomie und Kulturleben gleichermaßen stark vertreten sind.

Im 7. Bezirk von Budapest, in unmittelbarer Nähe der Synagoge in der Dohány-Straße, findet ein Bauprojekt statt, das sowohl auf das historische Erbe als auch auf die aktuellen städtischen Anforderungen eingeht. Durch die umfassende Sanierung des Gebäudekomplexes an der Dohány-Straße 10 und der Síp-Straße 8–10 wird durch die umfassende Sanierung des Gebäudekomplexes unter diesen Adressen das Seven Pearl Projekt, das in drei Gebäuden insgesamt 163 Wohnungen und mehrere Gewerbeeinheiten umfasst.

Das Besondere an diesem Projekt liegt nicht nur in seiner Lage, sondern auch darin, dass es einen Gebäudekomplex mit einer mehr als anderthalb Jahrhunderte langen Geschichte neu interpretiert. Das ursprünglich 1844 nach den Plänen von József Hild erbaute Haus trägt auch die Spuren späterer Erweiterungen und historischer Epochen in sich – das Wohnkomplex-Projekt strebt deren Erhaltung und zeitgemäße Wiederverwendung an.

 

 

Stadtzentrum mit beengten Arbeitsbedingungen

Die Bauarbeiten befinden sich derzeit in der Rohbauphase. Von den auf das Gebäude aufzusetzenden Stockwerken ist das erste Obergeschoss bereits fertiggestellt, und auch im Tiefgaragenbereich ist die Gestaltung der ersten Ebene abgeschlossen.

Bei der Ausführung sind jedoch auch erhebliche technische Herausforderungen zu bewältigen. Die innerstädtische Umgebung und der beengte Arbeitsbereich erschweren die Arbeiten erheblich, insbesondere den Einsatz von Großmaschinen. Die Bauunternehmer müssen die Arbeitsabläufe so organisieren, dass die Anwohner so wenig wie möglich gestört werden und Verkehrsbeeinträchtigungen auf ein Minimum reduziert werden.

Nach dem aktuellen Zeitplan des Projekts werden die Bauarbeiten voraussichtlich Ende 2027 abgeschlossen sein.

 

Fotos: Polat Hungary

 

In das städtische Gefüge eingebettete Entwicklung

Ein Schlüsselelement des Projekts ist die Gestaltung einer etwa 140 Meter langen Passage, die die Dohány- und die Síp-Straße miteinander verbindet. Dabei handelt es sich nicht nur um eine architektonische Lösung, sondern auch um eine aus städtebaulicher Sicht wichtige Verbindung, die den Fußgängerverkehr in der Umgebung stärken und eine neue soziale Achse im Viertel schaffen kann.

Das Projekt steht auch im Zusammenhang mit der Neugestaltung der umliegenden Straßen und öffentlichen Plätze und steht im Einklang mit den städtischen Richtlinien.

Das Ziel ist die Schaffung einer integrierten Umgebung, die nicht als isoliertes Projekt fungiert, sondern sich auf die gesamte Umgebung auswirkt.

 

 

Wohnungen und Funktionen: ein breites Spektrum

Die in den drei Gebäuden eingerichteten Wohnungen reichen von Studios bis hin zu größeren Wohnungen mit bis zu 4+1 Zimmern, von denen einige über einen Zugang zum Garten verfügen. Zum Projekt gehören außerdem 11 Gewerbeeinheiten sowie eine zweistöckige Tiefgarage mit fast 150 Stellplätzen.

Bei der Planung standen die Maximierung des Tageslichts und die Gestaltung funktionaler Grundrisse im Vordergrund. Die Wohnungen sind mit modernen technischen Lösungen ausgestattet, darunter Wärmepumpen-Heiz- und Kühlsysteme sowie Smart-Home-Lösungen.

Zu den Gemeinschaftseinrichtungen gehören ein Innengarten, ein Fitnessraum, ein Schwimmbad sowie ein 24-Stunden-Concierge-Service.

 

 

Die Begegnung von Kulturerbe und zeitgenössischer Architektur

Ein wesentlicher Aspekt des Projekts ist die Anpassung an das denkmalgeschützte Umfeld. Im Rahmen der Entwicklung erfolgt die Sanierung der Gebäude in Zusammenarbeit mit den nationalen Denkmalschutzbehörden, wobei das Ziel darin besteht, die ursprünglichen Werte zu bewahren und gleichzeitig eine zeitgemäße Nutzung zu gewährleisten.

Die historische Bedeutung des Ortes wird dadurch unterstrichen, dass hier einst die Werkstatt von Miksa Róth – einem prägenden Glasmaler der Jugendstil-Architektur der Jahrhundertwende – untergebracht war. Als Hommage an sein Werk wurden zwei von ihm inspirierte zeitgenössische Glasarbeiten – Werke von László Hefter, dem bekanntesten Restaurator von Miksa Róth – auf dem letztjährigen internationalen Festival für zeitgenössische Kunst Art Market präsentiert und werden später Teil des Wohnkomplexes werden.

 

 

Entwickleraspekte

Kaan Yücel, Vorstandsmitglied und verantwortlich für die Immobilienentwicklung bei Polat Holding, dem Träger des Projekts, äußerte sich wie folgt:

„An einem solchen Standort besteht die größte Herausforderung darin, das richtige Gleichgewicht zu finden. Das Ziel war nicht bloß die Errichtung eines neuen Wohngebäudes, sondern die Fortführung eines städtischen Umfelds mit historischen Schichten. Uns war es wichtig, dass die Vergangenheit des Gebäudes nicht nur als Hintergrund dient, sondern Teil des täglichen Gebrauchs wird.”

Er fügte hinzu: „Beim heutigen Wohnen in der Stadt geht es nicht mehr ausschließlich um die Qualität der Wohnungen. Mindestens ebenso wichtig sind das Umfeld, die Möglichkeiten zur Vernetzung und jene Art von Lebensqualität, die auch langfristig einen Wert darstellt.”

 

 

Lage im Stadtzentrum, vielfältige Auswirkungen

Das Projekt entsteht in einem der dichtesten und belebtesten Stadtteile Budapests, in dem Tourismus, Gastronomie und kulturelles Leben gleichermaßen stark vertreten sind. In diesem Umfeld ist es besonders wichtig, wie ein neues Bauprojekt ein Gleichgewicht zwischen lebhaftem Treiben und Wohnqualität herstellen kann.

Im Fall des Seven Pearl liefern die Innenräume, Innenhöfe und das System der Passagen teilweise eine Antwort darauf, da sie Räume schaffen, die zum einen vom städtischen Lärm abgeschirmt sind, zum anderen aber gut miteinander verbunden sind.

Das Projekt fügt sich gut in den Trend ein, der auf die Erneuerung des historischen Gebäudebestands in der Innenstadt abzielt. Solche Investitionen werfen gleichzeitig architektonische, stadtentwicklungsbezogene und gesellschaftliche Fragen auf – das Projekt Seven Pearl ist ein Versuch, auf diese Herausforderungen mit einer komplexen, mehrere Aspekte integrierenden Antwort zu reagieren.

 

 

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