Was wird gebaut?

Modernisierte Ausbildungsräume stehen den zukünftigen Weinbauern und Winzern in Tokaj-Hegyalja zur Verfügung

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Ziel des im Rahmen des Projekts „KE-VÍZ 21” zRt. realisierten Hochschulinvestitionsvorhabens ist die Schaffung einer modernen, energieeffizienten Lernumgebung.

Eines der führenden Bauunternehmen der Region, die in Nyíregyháza ansässige "KE-VÍZ 21" zRt., hat die vollständige Sanierung des historisch bedeutsamen Hauptgebäudes der Tokaj-Hegyalja-Universität in Sárospatak durchgeführt. Über den Abschluss der Bauarbeiten haben wir bereits im vergangenen Jahr in unserer Zeitung berichtet.

Die Sanierung der Universitätsgebäude wurde mit der Generalausführung der Renovierung und des Innenumbaus des Gebäudes für die Weinbau- und Önologieausbildung (ehemals Bibliotheksgebäude) sowie der Fassaden- und Dachsanierung der Turnhalle fortgesetzt. Die Arbeiten wurden ebenfalls von dem seit mehreren Generationen bestehenden Familienunternehmen „KE-VÍZ 21” zRt. durchgeführt.

Von den von den Bauarbeiten betroffenen Gebäudeteilen wurde die Turnhalle 1919 erbaut, die Bibliothek hingegen in den 1990er Jahren, als Anbau an das unter Denkmalschutz stehende Hauptgebäude aus dem Jahr 1909.

Unter Wahrung des historischen architektonischen Erbes im Lechner-Stil und unter Beibehaltung des äußeren Baukörpers wurde eine energieeffiziente Umgestaltung und Sanierung des Bildungsgebäudes realisiert, die den Anforderungen der Gegenwart und Zukunft gerecht wird. Zu den Aufgaben gehörten der Austausch der Außenfenster und -türen, die Wärmedämmung der Dachdecke, die Installation einer Wärmepumpe, der Einbau moderner Haustechnik sowie die Einrichtung der Lüftungsanlage.

Umfangreiche Bauarbeiten am Gebäude

Zu den wichtigsten Arbeiten gehörten der Austausch der Dachlatten und der Dachdeckung sowie der Anstrich der Fassade.

Im Rahmen der Innenarbeiten wurden Mauerwerk abgetragen, Außen- und Innentüren sowie Fenster ausgetauscht, Zwischendecken eingebaut und ein Aufzug in den bestehenden Aufzugsschacht eingebaut; die Wand- und Bodenbeläge wurden mit Feinsteinzeugfliesen und PVC-Belägen verlegt. Darüber hinaus wurden Maßnahmen zur Abdichtung gegen Bodenfeuchtigkeit, Injektionsarbeiten sowie Dach- und Deckenisolierungen durchgeführt.

Im Rahmen der Modernisierung der Heizungsanlage wurde eine Luft-Wasser-Wärmepumpe installiert, die durch Gebläsekonvektoren und Flachheizkörper ergänzt wird. Darüber hinaus wurden ein Kühl- und ein Lüftungssystem eingerichtet, wobei drei Dachventilatoren mit Frequenzumrichter eingebaut wurden.

Die Arbeiten im Bereich der Versorgungsnetze umfassten die Wasserversorgung und Abwasserentsorgung, den Anschluss an die bestehenden Löschwasser- und Trinkwasseranschlussstellen sowie die Modernisierung des gesamten Stromversorgungsnetzes. In diesem Zusammenhang wurden auch Leuchten installiert sowie ein Blitzschutz, ein Schwachstromsystem, ein Alarmsystem, eine Brandmeldeanlage und ein Videoüberwachungssystem eingerichtet.

Das gesamte interne Wasser- und Abwassersystem wurde komplett modernisiert, einschließlich des Austauschs der Abwasser- und Trinkwasserleitungen sowie der Installation neuer Armaturen und Sanitäranlagen. Im Rahmen der tragenden Bauarbeiten wurden Deckenausschnitte, Deckenverstärkungen und Wanddurchbrüche vorgenommen.

Moderne Unterrichtsräume auf drei Etagen

Zu dem Ablauf und dem aktuellen Stand der Bauarbeiten beantwortete László Varga, Projektleiter des Hochbaubüros „KE-VÍZ 21” Zrt., unsere Fragen. Er erklärte, dass die Arbeiten nun in die Endphase eingetreten seien und das technische Abnahmeverfahren am 07.05.2026 erfolgreich abgeschlossen worden sei, sodass das Gebäude nun bereit sei, die später einzubauenden labortechnischen Anlagen aufzunehmen.

Die von der Sanierung betroffenen Räume haben eine Netto-Grundfläche von 1640,45 m², die Fassadenfläche beträgt 1740 m². Das Gebäude besteht aus Erdgeschoss, erstem Obergeschoss und einem ausgebauten Dachgeschoss.

Das Gebäude umfasst insgesamt 64 Räume, die verschiedene Funktionen zur Unterstützung der Ausbildung im Bereich Weinbau und Önologie erfüllen.

Im Erdgeschoss sind die für die Ausbildung erforderlichen Labor- und Betriebsräume untergebracht, darunter ein Seminarraum, ein Sensoriklabor und dessen Vorbereitungsraum sowie Toiletten für Männer und Frauen, Umkleideräume, Duschen und eine barrierefreie Toilette. Hier befinden sich auch die verbleibende Turnhalle sowie die für den Betrieb des Gebäudes notwendigen Technik- und Elektroräume.

Im Obergeschoss befinden sich ebenfalls Flure und Toiletten, die nach Geschlechtern getrennt und barrierefrei gestaltet sind. Auf dieser Ebene konzentrieren sich vor allem die Ausbildungsfunktionen: das biologisch-mikrobiologische Labor und die Probenvorbereitung sowie die chemische und instrumentelle Analytik, die durch eine mobile Trennwand voneinander getrennt werden können und gleichzeitig als zusammenhängender Unterrichtsraum dienen.

Im Dachgeschoss befindet sich einer der bedeutendsten Räume des Gebäudes, der Multifunktionssaal. Die erhaltenen, renovierten sichtbaren Leimholzbalken, die Dachfenster und die fast zehn Meter langen Oberlichter sorgen für ein besonderes Raumerlebnis. Der zu den klassischen Holzbalken passende Sportboden ermöglicht auch die Durchführung von institutionellen Veranstaltungen. Auf dieser Etage befinden sich zudem Büros, eine Teeküche und ein Technikraum.

Die Stockwerke des Gebäudes werden in vertikaler Richtung durch eine monolithische Stahlbetontreppe und einen in den bestehenden Schacht eingebauten Personenaufzug miteinander verbunden.

In die traditionelle Struktur wurden moderne Lösungen integriert

„Eine große Herausforderung bei der Umsetzung des Projekts bestand darin, die älteren baulichen Strukturen und die modernen technischen Lösungen in der Praxis sinnvoll aufeinander abzustimmen. Wir können mit Stolz sagen, dass wir die damit verbundenen technischen Aufgaben dank unserer guten Vorbereitung und Sorgfalt erfolgreich gemeistert haben. Alle Beteiligten, sowohl auf der Auftraggeber- als auch auf der Ausführerseite, haben ihre Arbeit im Sinne des gemeinsamen Ziels – dass das Gebäude als würdiger Ausbildungsort für die zukünftigen Fachleute der Weinbranche dient – mit proaktiver Zusammenarbeit und Engagement geleistet.”

– fasste der Experte abschließend zusammen.

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