Nachrichten aus der Industrie
Moderne Technik kann auch im Bauwesen enorme Kosten sparen
Heute hat sich dank der technologischen Revolution unserer Zeit ein Großteil der Bauindustrie gewandelt. Márk Reichert ist Ingenieur und verantwortlich für die Innovationen der SZABADICS Unternehmensgruppe im Bereich Tiefbau. Er hat auch unserer Zeitung geholfen, den Nutzen und die Funktionsweise des Bodenradars zu verstehen.
Das Bodenradar ist keine neue Erfindung, aber seine breite Anwendung geht auf die letzten Jahre zurück. Es wurde erstmals in den 1950er Jahren vor allem für militärische Zwecke eingesetzt und fand später auch in anderen Bereichen wie der Landwirtschaft Anwendung. Ground Penetrating Radar (GPR) ist eine Technik, die elektromagnetische (EM) Wellen nutzt, um die Tiefe des Bodens abzubilden, ohne ihn zu zerstören.
Im Betrieb sendet es Pulse von Radiowellen in den Boden, die von Veränderungen in der Zusammensetzung von Objekten oder Boden reflektiert werden. Durch die Analyse der Reflexionssignale kann das Bodenradar den Untergrund kartieren und zum Beispiel vergrabene Versorgungsleitungen, Objekte oder Bodenveränderungen aufspüren.
"Unser Unternehmen hat das Multifrequenz-Bodenrad USRADARINC Quantum 3 im Juni 2021 erworben. Für die Nutzung ist keine Lizenz erforderlich, aber praktische Erfahrung ist notwendig, um die Aufzeichnungen richtig auszuwerten. In den letzten Jahren wurde die Bodenradartechnik in Ungarn zunehmend in die Lehrpläne der Hochschulen aufgenommen, was auch für uns eine große Hilfe ist"- erfuhren wir von Mark Reichert.
Erdkabel aufspüren ohne zu graben
"Für Anwender mit der richtigen Erfahrung kann das Bodenradar die Aushubarbeiten erheblich erleichtern. Auch unsere eigenen Anwendungserfahrungen bestätigen, dass es Zeit, Ressourcen und Kosten durch Schäden spart", sagte er und fügte hinzu:
"selbst in Asphaltschichten können Sie E.ON Rohre, Abwasserkanäle, alte Hausfundamente usw. aufspüren, ohne den Boden aufgraben zu müssen"
Nur wenige haben so oft wie die Fachleute von Szabadics (das Unternehmen war früher hauptsächlich im Tiefbau tätig) erlebt, wie zeitaufwendig und körperlich anstrengend es ist, Versorgungsleitungen ohne Bodenradar zu orten. Durch den Einsatz des Bodenradars kann die Anzahl der Sondierungsgruben und der langwierigen manuellen Ausgrabungen erheblich reduziert werden.
Diese Methode ist am effektivsten für die Ortung von Versorgungsleitungen, die Metall enthalten oder unter Spannung stehen. Es gibt jedoch Fälle, in denen die Zuverlässigkeit eingeschränkt sein kann, z. B. kann es schwieriger sein, Versorgungsleitungen auf Lehmboden zu erkennen, und es kann zu Interferenzen mit Hochspannungsleitungen kommen. Die Erfahrung des Auswerters spielt daher eine entscheidende Rolle für die Zuverlässigkeit der Ergebnisse, doch können Fehler minimiert werden, indem mehr mögliche Punkte angegeben werden.
Auch das Unfallrisiko wird verringert
"Der Arbeitsablauf musste bei der Einführung des Systems nicht geändert werden, da das Bodenradar von einem von den Brigaden unabhängigen Team vor Beginn der eigentlichen Arbeiten durchgeführt wird, aber es hat einen großen Unterschied bei der Durchführung gemacht: die Anzahl der Versorgungsunterbrechungen wurde erheblich reduziert" - sagte Márk Reichert.
Das spart Zeit, senkt die Kosten und minimiert das Risiko von Unfällen durch gerissene Gasleitungen und stromführende Kabel.
Darüber hinaus werden durch Inspektionen im Vorfeld einige der Unwägbarkeiten vermieden, die während des Bauprozesses für den Kunden entstehen können. Unnötige Abrissarbeiten und Vorlaufzeiten können reduziert werden, da ein vollständigeres Bild der genauen Lage der vorhandenen Versorgungsleitungen gewonnen werden kann.
In einigen Fällen hat sie sich als unerlässlich erwiesen
"Wir bemühen uns, mit der technologischen Entwicklung Schritt zu halten und prüfen regelmäßig die neuesten Innovationen und ihre Kompatibilität mit unseren derzeitigen Systemen - einschließlich der Möglichkeit zusätzlicher technologischer Anwendungen. Wir haben das Glück, dabei die Unterstützung der Eigentümer und des Managements zu haben", erklärt Mark Reichert die Ziele des Unternehmens.
"Ich kann Ihnen drei Beispiele nennen, bei denen sich der Einsatz des Bodenradars als unverzichtbar erwiesen hat", fügt der Ingenieur hinzu: "Bei unserem Projekt in Zalaszentgró mussten wir eine Abwasserleitung unter einer stark befahrenen Hauptstraße im Richtbohrverfahren verlegen, und durch die Ortung der Gasanschlussleitungen und die Kenntnis der Anforderungen des örtlichen Gasversorgers konnten wir die optimale Bautechnik wählen."
In Horváthland, wo die bestehenden Versorgungspläne die Verbindungsleitungen nicht enthalten, ist ihre Nutzung von entscheidender Bedeutung.
"Als ebenso nützlich erwies es sich, wie wir erfuhren, in einem historischen Stadtzentrum, wo eine Radarmessung ergab, dass die geplante Schichtung nicht an die Bodenbeschaffenheit angepasst war und innerhalb kurzer Zeit zu Setzungen der Fahrbahn geführt hätte. Der Einsatz des Radars kann daher einen wichtigen Beitrag zu einer langfristig nachhaltigen Bauweise leisten."
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