Was wird gebaut?

Die Ungarische Akademie der Wissenschaften feiert ihr 200-jähriges Bestehen in einem renovierten Gebäude

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Ziel der von Fejér-B.Á.L. Zrt., Épkar Zrt. durchgeführten umfangreichen Bauarbeiten ist es, der Einrichtung die Fortsetzung ihres Betriebs in einem modernen, den heutigen Anforderungen entsprechenden Gebäude zu ermöglichen.

Die erste Phase der Renovierung der Ungarischen Akademie der Wissenschaften wird im Sommer 2023 beginnen. In dieser Phase werden die Ausstellungsräume, in denen die in der Akademie aufbewahrten nationalen Schätze wie die Originalabschrift des Sozath ausgestellt sind, erneuert und erweitert.

Die Einrichtung, die ihr 200-jähriges Bestehen feiert, wird in der Lage sein, Wissenschaftsbegeisterte und Mitglieder der wissenschaftlichen Gemeinschaft in einem moderneren und nachhaltigeren Gebäude als heute zu empfangen.

Laut den Informationen des EU-Amtsblatt für öffentliche Aufträge zufolge wird das fast 7 Milliarden Forint teure Projekt von Fejér-B.Á.L. Zrt., dem Épkar Zrt. und Vitruvius Kft. durchgeführt. Die MTA plant die Renovierung in mehreren Phasen. Nach Angaben des Amtsblatts umfasst die erste Phase folgende Arbeiten

  • den Dachstuhl und die Dacheindeckung renovieren, verstärken oder ersetzen;
  • Die fehlenden Kandelaber an der Fassade, die löwenköpfigen Gesimsmedaillons und die Sphinx-Skulpturen am Rhizalitgebäude werden wieder angebracht;
  • einen Wassernebeltank und die Renovierung und den Umbau einiger mechanischer und elektrischer Räume im Untergeschoss -1;
  • der Innenhof wird renoviert und mit Parkplätzen und Fahrradabstellplätzen ausgestattet;
  • das Blitzschutzsystem ersetzen;
  • Renovierung und Restaurierung der Außenfenster und -türen.

Der Festsaal, der größte und schönste Raum des Gebäudes, wird mit einem neuen Innenarchitekturkonzept erneuert. Er erhält eine komplette Erneuerung der Mechanik, der Elektrik und der Niederspannung, ein neues audiovisuelles System, eine neue Beleuchtung und eine modulare Ausstattung, die an die jeweilige Veranstaltung angepasst werden kann. Die Gemäldegalerie, in der die Schätze der Kunstsammlung ausgestellt sind, wird renoviert, und auf dem Dach des Donauflügels werden neue Ausstellungsräume eingerichtet.

Visierpläne: MTA LGK / KÖZTI

Das 160 Jahre alte Gebäude wurde von namhaften Architekten und Künstlern der damaligen Zeit erbaut

Das Gebäude auf dem István-Széchenyi-Platz in Budapest ist ein zentrales Symbol der ungarischen und universellen Wissenschaft, das die besondere Rolle der Institution kanonisierte und immer noch zum Ausdruck bringt. Der 1862-65 aus öffentlichen Mitteln errichtete und von Friedrich August Stüler entworfene Palast markierte den Beginn des Neorenaissance-Historismus in Ungarn, und seine Architektur und sein Geist hatten einen entscheidenden Einfluss auf die zukünftige Entwicklung der ungarischen Architektur.

Die Bauarbeiten wurden von Antal Szkalnitzky, einem ehemaligen Schüler des Meisters in Berlin, im Auftrag von Stüler und von Miklós Ybl im Auftrag der Akademie überwacht. Auch die Innenräume wurden von einigen der renommiertesten Künstler der damaligen Zeit ausgemalt, darunter Wandmalereien von Károly Lotz und Antal Ligeti.

Ein wichtiges Ziel der Renovierung des 12.000 Quadratmeter großen Gebäudes und der dahinter liegenden Bibliothek ist es, das Gebäude offener und zugänglicher für die Öffentlichkeit zu gestalten, indem der Anteil der öffentlichen Räume erhöht und neue Ausstellungsbereiche geschaffen werden. Ein weiteres wichtiges Ziel ist es, die Organisation wissenschaftlicher Veranstaltungen nach den heutigen technischen Standards zu ermöglichen.

Die Phase I der Renovierung soll bis Herbst 2024 abgeschlossen sein. Die Bauarbeiten werden im Rahmen des normalen Gebäudebetriebs fortgesetzt, aber während des Jubiläumsjahres 2025 werden die Arbeiten unterbrochen, und es ist geplant, die Renovierung des Hauptsitzes mit Phase II nach dem Jubiläumsjahr wieder aufzunehmen.

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