Was wird gebaut?

Wiederbelebung des architektonischen Erbes im Weinanbaugebiet Tokaj – Das Patay-Schloss wird renoviert

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Das Foto wurde von János Kende zur Verfügung gestellt / fortepan.hu
Am Ende der Entwicklung wird auch die vollständige Restaurierung der Außenfassade als historisches Denkmal erfolgen.

Die zweite Phase der Renovierungsarbeiten zur Erhaltung des Patay-Schlosses im Stadtteil Cekeháza in Abaújszántó kann beginnen, heißt es in der Bekanntmachung über die öffentliche Ausschreibung. Laut Ergebnisbericht kann Borsodi Fejlesztők Kft. an dem Gebäude mit einer Nettofläche von 604 m² arbeiten. Der endgültige Gesamtwert des Vertrags beträgt 222.963.795 Forint.

Das Projekt wird im Rahmen des Programms Interreg Ungarn–Slowakei unter dem Titel „Das wiederauflebende adelige Erbe der Region Abaúj–Zemplén” realisiert. Im Rahmen dieser grenzüberschreitenden Initiative werden drei Standorte renoviert, darunter das historisierende, neoklassizistische Patay-Schloss in Abaújszántó-Cekeháza. Am Ende der Renovierungsarbeiten wird die gesamte Außenfassade denkmalgeschützt restauriert sein und auch der Innenbereich des Schlosses wird wieder sicher begehbar sein , heißt es auf der Website felvidek.ma.

Laut einem früheren Artikel von boon.hu wurde die erste Phase der Renovierung 2021 abgeschlossen. zu diesem Zeitpunkt wurden die Wände statisch verstärkt und das Gebäude erhielt ein neues Dach und eine neue Decke.

Der Boden rund um das Gebäude wird ebenfalls hergerichtet.

Eine der wichtigsten Aufgaben der aktuellen Renovierung ist die Erhaltung der noch erhaltenen Renaissance-Malereien und dekorativen Elemente.

  • Die Renaissance-Malereien im Raum F12 müssen unter Anleitung von Restauratoren und Forschern geschützt werden.
  • Die Stuck- und Putzarchitekturen im Festsaal (F6) und im Vorraum (F13) müssen während der gesamten Dauer der Bauarbeiten ebenfalls geschützt werden.
  • Zum Keller wird eine provisorische Holztreppe gebaut, wobei die vorhandenen Treppenreste unversehrt bleiben.

Der im Laufe der Jahrzehnte um das Gebäude herum angesammelte, erodierte Boden muss entfernt werden. Um das ursprüngliche Geländeniveau zum Zeitpunkt der Errichtung wiederherzustellen, sind durchschnittlich 20 bis 30 cm tiefe Erdarbeiten erforderlich. Um das Schloss herum wird ein 80 cm breiter und 20 cm tiefer Streifen aus Schotter angelegt, der auch zum Schutz der Mauern beiträgt.

Eine angemessene Abdichtung der Wände ist für eine dauerhafte Erhaltung des Zustands unerlässlich. Die nachträgliche Abdichtung der aufsteigenden Wände wird als separate Aufgabe ausgeführt.

Bestimmte, statisch sichere Teile des Schlosses werden nach der Renovierung für Besucher zugänglich sein. In den Räumen F4, F5, F6 und F13 werden neue Laufflächen, Geländer und, falls erforderlich, Absperrungen installiert, um einen sicheren Verkehr zu gewährleisten.

Für die Restaurierungsarbeiten ist ein spezieller Restaurierungsplan erforderlich.

Einer der auffälligsten Teile der Renovierung ist die vollständige Sanierung der Fassade, die die koordinierte Arbeit mehrerer Fachbereiche erfordert.

Vor der Restaurierung der Fassade und der Gewährleistung der Besichtigbarkeit müssen folgende Arbeiten durchgeführt werden:

  • Reparatur von Rissen,
  • Wandverkleidungen,
  • Verstärkung von Öffnungsüberbrückungen und Ziegelgewölben,
  • sowie die statischen Aufgaben der Balkonplatten und Konsolen.

Die beschädigten Fassadenmauern werden repariert und, wo nötig, ergänzt. Nach der Reparatur der Mauern folgt das Verfugen, die Oberflächenbehandlung und das Auftragen eines neuen Grundputzes, um eine einheitliche, ebene Oberfläche zu schaffen.

Die Abdeckung der hervorstehenden architektonischen Elemente (Gesimse, Giebelwände) erfolgt mit vorpatinierten Rheinzink-Platten. Die Restaurierung der ursprünglichen Steinrahmen an der Fassade ist ebenfalls Teil des Projekts. Hierfür muss ein separater Restaurierungsplan erstellt werden, der von der Denkmalschutzbehörde genehmigt werden muss. Die Renovierung der Metallelemente an der Fassade erfolgt ebenfalls auf der Grundlage eines genehmigungspflichtigen Restaurierungsplans nach einem ähnlichen Verfahren.

Darüber hinaus müssen bestimmte Elemente der im ersten Erhaltungszyklus durchgeführten Arbeiten repariert oder weiterentwickelt werden:

  • Auf der südöstlichen Giebelwand des Mittelrisalits wurde der eingefrorene Gesims neu gezogen.
  • Neubau der gesamten Länge der Hauptgesimsleiste mit passendem Profil.
  • An der Verbindungsstelle zwischen Dachrand und Gesims muss eine geeignete Ableitung für die Fallrohre vorgesehen werden.
  • Überprüfung und Korrektur der Neigung der Dachrinnen.
  • Einbau von Laubfänger in die Abflüsse der Dachrinne.
  • Nachträglicher Einbau einer Wasserrinne an der Verbindung zwischen Traufblech und Gesims.
  • Ausführung der Dilatation der Traufkante.
  • Einbau von Dachlüftungsfenstern.

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