Straßenbau

Was passiert hinter den Absperrungen? – So wird die Autobahnbelag erneuert

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Fotos: MKIF
Die Sanierung umfasst nicht nur eine neue Asphaltschicht: Ziel ist es, einen leiseren, langlebigeren und sichereren Straßenabschnitt zu schaffen. Anhand der Praxis MKIF Zrt. zeigen wir den gesamten Prozess der Asphaltierung von der Sperrung bis zur Freigabe für den Verkehr.

Die neueste Folge der Videoserie "Ich bin Straßenbetreiber geworden" von MKIF Magyar Koncessziós Infrastruktúra Fejlesztő Zrt. Video-Serie „Ich bin Straßenbetreiber geworden” zeigt Schritt für Schritt, wie die Autobahnbeläge von der Umleitung bis zum Abriss erneuert werden. Der Prozess ist viel komplexer, als man aus dem Auto heraus wahrnehmen kann.

Was passiert eigentlich, nachdem ein Abschnitt der Strecke gesperrt wurde? Warum kann man nicht sofort darauf fahren, wenn der neue Asphalt sichtbar fertiggestellt ist? Ein Blick hinter die Kulissen zeigt: Das Asphaltieren ist eine Reihe präzise aufeinander abgestimmter Arbeitsschritte.

 

 

Alles beginnt mit der Planung

Die Ausführung beginnt nicht mit der Fräsmaschine, sondern am Zeichentisch. Auf der Grundlage von Belagszustandsuntersuchungen, mechanischen Prüfungen und geodätischen Messungen wird der Ausführungsplan erstellt. Dieser legt fest, in welcher Breite und Tiefe eingegriffen werden muss.

Die Autobahnkonstruktion besteht aus mehreren Schichten, und bei der Sanierung ist es entscheidend, ob es ausreicht, nur die Verschleißschicht zu erneuern, oder ob auch tiefere Schichten behandelt werden müssen. Nach der Sperrung ist der erste sichtbare Schritt das Fräsen: Die Maschinenkette entfernt den alten, rissigen Asphalt in der geplanten Dicke.

Fräsen, Reinigen, Haftungsverbesserung

Das abgefräste Material wird mit Lastwagen abtransportiert – teilweise zur Asphaltmischanlage, wo es wiederverwertet wird. Die gereinigte Oberfläche wird mit einer Emulsion besprüht, die als eine Art „Klebstoff” fungiert: Sie sorgt für eine gute Haftung zwischen der neuen und der bestehenden Schicht. An den Verbindungsstellen verhindert ein Bitumenband das Eindringen von Wasser und seitliches Ablösen.

Danach kommt das Asphaltieren. Der Fertiger zieht die heiße Mischung in der festgelegten Dicke auf, und die Walzen verdichten und glätten die Fahrbahnstruktur.

Moderne Verkleidung aus Mart-Material

Der beim Fräsen entstehende sogenannte Fräsasphalt ist kein Abfall. In modernen Anlagen werden das neue Gesteinsmaterial und das gefräste Material in einem festgelegten Verhältnis in den Mischbehälter gegeben. Bei einer Temperatur von 170–180 Grad Celsius sinkt die Viskosität des Bitumens, sodass das Material verarbeitet werden kann.

Ein häufiges Missverständnis im Zusammenhang mit dem Recycling ist, dass die so hergestellten Beläge von minderer Qualität sind. Die Erfahrungen und die internationale Praxis zeigen jedoch, dass bei Verwendung der richtigen Technologie die Lebensdauer und die Leistungsfähigkeit nicht beeinträchtigt werden, während gleichzeitig erhebliche Mengen an Rohstoffen eingespart werden können.

Auch die Transportentfernung spielt eine entscheidende Rolle: Heißer Asphalt sollte aus wirtschaftlichen Gründen in der Regel innerhalb von 70 bis 80 Kilometern eingebaut werden, damit die Temperatur angemessen bleibt.

Warum warten, wenn es doch schon fertig zu sein scheint?

Wenn der neue Belag verlegt ist, muss er noch mehrere Stunden abkühlen. Bis dahin darf er nicht belastet, gestrichen oder befahren werden. In dieser Phase sieht es von außen vielleicht so aus, als würde „nichts passieren”, tatsächlich werden jedoch die technologischen Vorschriften eingehalten.

Nachdem die erforderliche Temperatur erreicht ist, werden die Markierungen auf die Fahrbahn aufgetragen und anschließend eine Qualitätskontrolle durchgeführt. Wenn alles in Ordnung ist, bauen die Fachleute die Umleitung ab und geben den nun ruhigeren, moderneren und dank der Markierungen sichereren Streckenabschnitt frei.

Für Autofahrer bedeutet dies zwar einige Wochen Unannehmlichkeiten, doch im Hintergrund wird die Straße dank koordinierter Ingenieurs-, Fertigungs- und Bauarbeiten erneuert.

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