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Summer BridgeCamp: SZABADICS zeigt jungen Ingenieuren, wie die Baubranche in der Praxis aussieht

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Fotos von Tamás Andrónyi/magyarepitok.hu
Ein Bodenradar in der Hand, die Aufgabe BIM auf dem Laptop, Stahlbauarbeiten auf der Baustelle, echte ingenieurtechnische Herausforderungen und offene Gespräche über Karrieremöglichkeiten. Das Sommercamp SZABADICS Akadémia und das Summer BridgeCamp als unkonventionelles Praktikum erwarteten die Studierenden.

Wie sieht ein Arbeitstag bei einem großen Bauunternehmen aus? Wie viel Zeit verbringt ein junger Ingenieur im Büro und wie viel vor Ort? Mit welchen Technologien arbeitet er in der Praxis? Welche beruflichen Entwicklungsmöglichkeiten gibt es, und in welchem Team wird ein Berufseinsteiger eingesetzt?

Diese Fragen beschäftigten die Teilnehmer des diesjährigen Summer BridgeCamp mindestens ebenso sehr wie die Umsetzung selbst. Das Sommerprogramm von SZABADICS Akadémia hatte sich genau zum Ziel gesetzt, Antworten auf diese Fragen nicht in einem Vorstellungsgespräch oder auf einer Karriereseite zu geben, sondern in einem realen Arbeitsumfeld.

 

Fotos von Tamás Andrónyi/magyarepitok.hu

 

24 Studierende von vier Hochschulen haben einen besseren Einblick in die Baubranche gewonnen

Für das Programm 2026 konnten sich Studierende der Kurse Budapesti Műszaki és Gazdaságtudományi Egyetem, Széchenyi István Egyetem, Pécsi Tudományegyetem und Óbudai Egyetem bewerben. Die 24 Teilnehmer wurden von einer Fachjury auf der Grundlage eines Motivationsschreibens und eines Lebenslaufs ausgewählt.

Das Programm baute auf den Erfahrungen des ersten, noch als Pilotprojekt durchgeführten Programms Summer BridgeCamp aus dem letzten Jahr auf. Während im Jahr 2025 Studierende zweier Hochschulen innerhalb von drei Tagen einen Einblick in die Arbeitsweise des Unternehmens erhielten, standen in diesem Jahr bereits vier Tage zur Verfügung vom 27. bis 30. August.

Das bedeutete nicht nur einen zusätzlichen Tag. Die Organisatoren haben das Programm bewusst umgestaltet, damit mehr Zeit für praktische Erfahrungen zur Verfügung stand.

„Unser Hauptziel war es, dass die Studierenden unsere Arbeitsweise nicht nur theoretisch kennenlernen, sondern möglichst viele Werkzeuge selbst ausprobieren und direkte, praktische Erfahrungen mit den wichtigsten Arbeitsabläufen und Projekten sammeln können”, erklärte Izabella Luca Varga, Organisatorin von SZABADICS Akadémia, gegenüber unserer Zeitung.

 

 

Hier wird der Lehrstoff der Universität zum Leben erweckt

Für die Ingenieurstudenten war es wohl eines der größten Erlebnisse, dass sie nun zahlreiche Technologien, die sie zuvor vor allem aus der Theorie kannten, selbst anwenden konnten.

An der Universität kommen beispielsweise das Bodenradar, das GPS-Markierungsgerät oder das BIM-System häufig in Präsentationen und Lehrbeispielen zum Einsatz, während man sich beim Summer BridgeCampen nicht mit dem Projektor begnügen musste.

„An der Universität sehen sie Messgeräte meist nur auf einer Leinwand und in der Theorie, hier hingegen konnten sie sie in die Hand nehmen, ausprobieren und sich dabei auch mal schmutzig machen” – erklärte Szabadics Roland, der SZABADICS Group operative Leiter.

Die Jugendlichen konnten am Standort Zalakomár mit Bodenradar, Rohrkamera, Leitungsortungsgerät und GPS-Rover arbeiten. Letztere wurden sowohl zur Markierung als auch zur Vermessung eingesetzt. Den Rückmeldungen zufolge war dieses Programm nach den Projektbesuchen der zweitbeliebteste Programmpunkt.

Auch beim BIM-Workshop handelte es sich nicht um eine einfache Präsentation; mit Hilfe von Mentoren mussten die Teilnehmer eine komplexe Aufgabenreihe auf der Grundlage eines realen Modells lösen.

Das heißt, der Schwerpunkt lag nicht darauf, zu zeigen: „Schau dir an, mit welcher Technologie wir arbeiten”, sondern darauf: „Probier es aus und finde heraus, was du damit alles machen kannst”.

 

 

Stahlbau, Schalungsarbeiten und echte Baustellen

Die praktischen Erfahrungen beschränkten sich jedoch nicht nur auf digitale Technologien. Am ersten Tag konnten die Studierenden drei verschiedene Bauprojekte kennenlernen: Das Team Pécsi Tudományegyetem besichtigte das Hochbauprojekt in Balatonföldvár, die Studierenden der Gruppen BME und Óbudai Egyetem besuchten die Munitionsfabrik in Várpalota, und das Team Széchenyi István Egyetem besichtigte das mit dem Nívó-Preis ausgezeichnete Projekt Balatonfüredi Kongresszusi Központ.

Anschließend trafen sie sich bei Szántódrév, wo

In einem einzigen Projekt konnten sie gleichzeitig die verschiedenen Aufgabenbereiche des Hoch-, Tief- und Ingenieurbaus kennenlernen. Darüber hinaus konnten sie sich selbst an der Schalungstechnik und der Stahlmontage versuchen.

 

 

Auch der zweite Tag war abwechslungsreich: Die Kläranlage in Gelse, eine Produktionshalle und die Zentrale in Nagykanizsa standen ebenfalls auf dem Programm.

Das Fachprogramm des dritten Tages wurde durch eher informelle Besichtigungen wie die Besuche bei Kányaváry Borbirtok und Pálos Malom ergänzt. Zudem bereicherte ein Vortrag zu den Themen Nachhaltigkeit und Digitalisierung das Programm. Eine von den üblichen technischen Themen abweichende Perspektive bot der Vortrag von Tamás Trunk .

 

 

Die Jugendlichen interessieren sich schon jetzt dafür, wie sie ihre Karriere gestalten können

Wie wir erfahren haben, ging aus den Fragen der Studierenden auch hervor, dass die heutigen Ingenieurstudierenden nicht einfach nur einen Arbeitsplatz suchen. Sie möchten wissen, was nach dem Abschluss auf sie wartet.

Sie wollten wissen, in welchen Funktionen sie als Berufseinsteiger beginnen können, wie sich die Zeit zwischen Büroarbeit und Außendienst aufteilt, welche Betreuung sie erhalten und wie sie sich innerhalb des Unternehmens beruflich weiterentwickeln können.

Auch moderne Technologien waren ein zentrales Thema. Neben dem BIM und der Digitalisierung wollten die Studierenden wissen, wie digitale Modelle und moderne Vermessungsinstrumente in der Bauausführung einen tatsächlichen Mehrwert schaffen.

„Darüber hinaus zeigten sie großes Interesse an der Unternehmenskultur, der Teamdynamik sowie der Stabilität und der logistischen Aufstellung des Unternehmens – und schätzten die transparenten, tabufreien Antworten auf all ihre finanziellen und technischen Fragen.”

– betonte Roland (Szabadics).

 

 

Eine Bewertung von 4,92 und eine Weiterempfehlungsrate von 100 Prozent

Das Konzept des Kurses SZABADICS basiert auf dem Feedback der Studierenden. Die Projektbesuche und die Fachvorträge gehörten nach Angaben aller Befragten zu den wichtigsten Elementen ihrer fachlichen Entwicklung.

Das größte Interesse galt dem Bau der Kläranlage in Gelse und der Fähranlegestelle in Szántód, während auch die Vorführungen moderner Geräte, das maschinengesteuerte Grabenausheben, die BIM-Systeme sowie die Vorträge über Karrierewege hervorragende Bewertungen erhielten.

Die Gesamtbewertung des Camps lag bei 4,92 von 5 Punkten, und 100 Prozent der Teilnehmer würden das Programm ihren Mitschülern weiterempfehlen.

Man versuchte nicht, das Feedback anhand eines einzigen Fragebogens auszuwerten, sondern unterhielt sich jeden Abend über die Erlebnisse des Tages; am letzten Tag fand eine gemeinsame Feedbackrunde statt; darüber hinaus konnten die Teilnehmer auch Mentimeteren bewerten, und schließlich wurden die detaillierten Meinungen auf dem Formular Google gesammelt.

 

 

Nachwuchsförderung und Verantwortung für die Zukunft

Hinter dem Programm zeichnet sich jedoch auch eine längerfristige Unternehmensstrategie ab. Für SZABADICS ist die Nachwuchsförderung ein wichtiges Thema, da es auch in der Baubranche immer wichtiger wird, dass Unternehmen die nächste Generation von Ingenieuren rechtzeitig ansprechen.

„Auch angesichts unserer alternden Belegschaft ist es absolut wichtig, dass wir uns bei jungen Menschen bekannt machen und auch gegenüber den weitaus größeren Unternehmen als attraktiver Arbeitgeber bestehen können”, erklärte Roland Szabadics.

Das Unternehmen betrachtet die Studierenden jedoch nicht ausschließlich als eigenen Nachwuchs. Als großes Bauunternehmen sieht es sich in der Verantwortung, die Ingenieure der Zukunft auszubilden, weshalb es der Zusammenarbeit mit den Hochschulen ebenfalls eine wichtige Rolle beimisst.

 

 

Wer einmal dort gelandet ist, verschwindet nach dem Lager nicht unbedingt von der Bildfläche

Die Verbindung bleibt auch nach Ende des Camps bestehen. Sowohl mit den Teilnehmern des letzten Jahres als auch mit denen dieses Jahres bestand ein Kommunikationskanal, zunächst per E-Mail, später über die Messenger-Gruppe.

Das Ziel ist also nicht ein einmaliges Erlebnis, sondern der Aufbau beruflicher Kontakte, die sich später sogar im Arbeitsleben fortsetzen können.

Das nächste Modell Summer BridgeCamp ist dann sicher schon in Arbeit.

„Unsere Antwort ist eindeutig: JA!”, erklärte Izabella Luca Varga auf die Frage, ob das Sommercamp SZABADICS Akadémia im Jahr 2027 fortgesetzt werde.

Die Organisatoren haben bereits mit der Planung des nächsten Camps begonnen, bei dem sie auf der Grundlage der Erfahrungen und Rückmeldungen der diesjährigen Teilnehmer Neuerungen einführen möchten. Ein wichtiger Schwerpunkt für das nächste Jahr wird ein noch lockererer Tagesablauf und mehr Zeit zur Erholung sein.

 

 

Am Ende des Kurses Summer BridgeCamp nahmen nicht nur die Teilnehmer neue fachliche Erfahrungen mit nach Hause. Auch der Kurs SZABADICS erhielt die Bestätigung, dass es sich lohnt, Zeit und Energie darauf zu verwenden, junge Ingenieure anzusprechen. Denn die Teilnehmer gaben sich nicht mit Halbheiten zufrieden; sie stellten Fragen, dachten nach und suchten nach den besten Antworten.

„Wir wissen bereits, dass es sich lohnt, die Zukunft auf sie zu setzen”, fassten die Organisatoren zusammen.

Quelle: Link

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