Was wird gebaut?

Ein besonderer Moment bei der Restaurierung des Gebäudes des Landwirtschaftsministeriums

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Landwirtschaftsminister István Nagy mit Sándor Bajnok, dem technischen Direktor von Market Építő Zrt. (Fotos: István Fekete/Landwirtschaftsministerium)
Auf dem Kossuth-Lajos-Platz wurde eine Zeitkapsel aufgestellt, die von Market erneuert wird.

Wir haben bereits berichtet, dass das Gebäude des Landwirtschaftsministeriums im Herzen der Hauptstadt im Rahmen des Steindl-Imre-Programms wieder in altem Glanz erstrahlen und mit den Herausforderungen der Moderne Schritt halten soll.

Die Rekonstruktion des Ministeriumszentrums wird von Market Csoport durchgeführt. Der Landwirtschaftspalast war das erste öffentliche Gebäude, das auf dem Kossuth-Platz errichtet wurde: Noch lange vor der Übergabe des Parlamentsgebäudes wurde es 1886–1887 nach den Plänen von Gyula Bukovics, einem Schüler von Ybl, gebaut, aber seitdem mehrfach umgebaut – mit unterschiedlichen Ergebnissen.

Honig und Schnaps für die Nachwelt

Im Rahmen des laufenden Projekts wurde auf der Baustelle eine Zeitkapsel aufgestellt, wie Minister István Nagy auf seiner Social-Media-Seite bekannt gab. Gemeinsam mit Sándor Bajnok, dem technischen Direktor des Market Építő Zrt., platzierte der Minister das Symbol für künftige Generationen, in dem Zeitungen, Fotos, Honig, Schnaps und Weizen enthalten sind. István Nagy sagte:

Die Umsetzung verläuft planmäßig und termingerecht. In seiner Videobotschaft fügte er hinzu: Auch wenn derzeit noch nur ein großer Steinhaufen zu sehen ist, wird der neue Sitz des Landwirtschaftsministeriums bald auf neuen, soliden Fundamenten in altem Glanz erstrahlen.

Der einzige Ministerpalast, der noch seine ursprüngliche Funktion bewahrt hat

In Bezug auf die Entwicklung des Ministeriumsgebäudes erinnerte der Minister daran, dass es eines der ersten großen staatlichen Verwaltungsgebäude war, das in der Zeit des Dualismus gebaut wurde. Es ist aber auch der einzige eigens für das Ministerium errichtete Palast in Budapest, der seine ursprüngliche Funktion beibehalten hat und seit seiner Übergabe ununterbrochen vom Landwirtschaftsministerium genutzt wird, das nun wegen der Bauarbeiten nur vorübergehend an einen anderen Ort umgezogen ist.

Tiefgarage ebenfalls gebaut

Im Rahmen dieses Projekts wird das imposante Gebäude nicht nur dank einer denkmalgerechten Restaurierung verschönert, sondern wird am Ende des Projekts auch den Anforderungen des 21. Jahrhunderts entsprechen: Unter anderem wird es mit einer Tiefgarage unter dem Flügel in der Kozma-Ferenc-Straße ausgestattet. Die Neorenaissance-Fassaden des Bukovics-Gebäudes werden in ihrer ursprünglichen Pracht wiederhergestellt, und die Innenräume, in denen fast 1 000 Beschäftigte arbeiten, werden so modernisiert, dass der Denkmalwert des Gebäudes gewahrt bleibt.

Die Geschichte eines Jahrhunderts der Wandlungen

Wie bereits erwähnt, ist es nicht das erste Mal, dass der Palast des Landwirtschaftsministeriums in seiner fast anderthalb Jahrhunderte währenden Geschichte eine größere Umgestaltung erfährt. Laut der Projektbeschreibung des Imre-Steindl-Programms wurde 1906 ein Wettbewerb ausgeschrieben, um die Probleme zu beheben, da der uninspirierte Neorenaissance-Stil des Palastes bereits um die Jahrhundertwende im Vergleich zur Pracht der umliegenden Gebäude zu bescheiden war und es Probleme mit der Gestaltung des Innenraums gab (er enthielt mehrere fensterlose Büros). Die Jugendstilpläne von Emil Tőry wurden jedoch nicht verwirklicht. Es gab nur eine Renovierung - die Entfernung vieler Ornamente und skulpturaler Elemente der Fassade - und gelegentliche Änderungen des Grundrisses.

In der Folgezeit wurden Versuche unternommen, das Gebäude zu erweitern: Anfang der 1920er Jahre wurde ein zweistöckiger Anbau an den hinteren Flügel in der Kozma-Ferenc-Straße errichtet, und zwischen 1940 und 1943 wurde fast das gesamte Gebäude mit erheblichen Umbaumaßnahmen im Inneren zu einem zentralen Korridor umgebaut und der verbleibende Teil des Dachgeschosses ausgebaut, doch auch dies genügte auf Dauer nicht den Anforderungen.

Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde in dem unter Denkmalschutz stehenden Gebäude durch weitere Einbauten Platz geschaffen, jedoch wurde aus heutiger Sicht der offiziell erworbene Denkmalcharakter nicht immer respektiert. All dies zu korrigieren, ist eine der Aufgaben der derzeit laufenden Bauarbeiten.

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