Was wird gebaut?

Ein 1908 gebauter Kanal wird unter einer stark befahrenen Straße im Zentrum von Budapest erneuert

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Foto: magyarepitok.hu/ Mihály Nagy
In Budapest, an der Kreuzung von Teréz und Erzsébetváros, im Városligeti-Fasor, wird der 1908 während der österreichisch-ungarischen Monarchie gebaute Kanal umfassend rekonstruiert. Die Fachleute von Colas Alterra renovieren nicht nur die Hauptleitung, sondern auch die Hausanschlüsse, Wassereinläufe und Schächte.

Im Auftrag von Fővárosi Csatornázási Művek Zrt. führt Colas Alterra Zrt. die Sanierung einer 117 Jahre alten Abwasserleitung im Herzen von Budapest durch, und zwar auf einer 225,5 m langen Strecke im Városligeti fasor vom Schacht in der Bajza Straße bis zum Schacht Nr. 4537144 am Lövölde Platz.

Die Pipeline diente dem Gebiet fast 120 Jahre lang

Laut Colas Alterra wurde der Kanal an der Grenze der Bezirke VI und VII vor dem Ersten Weltkrieg, im Jahr 1908, während der österreichisch-ungarischen Monarchie gebaut. Die Verstopfungen sind der Grund für den Wiederaufbau des Városligeti fasori Netzes zwischen dem Ende des Lövölde tér Felsőerdősor utca und der Bajza utca.
Während der Vorbereitung des Projekts wurde mit Hilfe des Betreibers der Zustand des Netzes - soweit es die Verschmutzung zuließ - hauptsächlich mit Hilfe von Kameras an den Anschlüssen und durch Beleuchtung der Hauptleitungen mit Lampen beurteilt.

Die Wesselényi-Methode zur Renovierung des Hauptkanals

Nach Angaben des Auftragnehmers wird die Wesselényi-Methode angewandt: Der obere Teil des bestehenden Kanalrohrs wird abgerissen und die neuen, modernen, glasfaserverstärkten Polyester-Eiprofilrohre mit einem Durchmesser von 50,8/100 cm werden eingezogen. Der Grund dafür ist, dass der engere Querschnitt im unteren Teil des Rohrs gute Fließbedingungen für den Abfluss des Abwassers gewährleistet. Der breitere, obere Teil des Rohres ist in der Lage, große Mengen an abfließendem Regenwasser schnell aufzunehmen.
Mit diesem Verfahren kann die neue Leitung auf der ursprünglichen Trasse gebaut werden, während die Umweltauswirkungen und das Risiko von Kollisionen mit Versorgungsunternehmen minimiert werden.

Für die Arbeiten unter den Anliegerstraßen wird die No-Dig-Technologie eingesetzt

Die Verlegung der Leitung erfolgt in drei großen Abschnitten - 40,5 m + 82,7 m + 65,4 m - mit einer Gesamtlänge von 188,6 m und einem Gefälle von 2,9‰.
Im Rahmen der Bauarbeiten werden drei monolithische Schächte errichtet sowie ein Aufnahmeschacht und die Abzweigungen ausgebaut.
Ein Teil der Arbeiten wird in offener Bauweise ausgeführt, die Hausanschlüsse unter den Anschlusstrassen werden im "no-dig"-Verfahren, d.h. ohne Aushub, und teilweise mit Weichverbau ausgeführt.

Wie kann man das alles mitten im Stadtzentrum machen?

Die Városligeti-Fassade ist eine stark befahrene Verkehrsachse mit vielen Schulen und Einrichtungen, so dass die Bauunternehmer einen straffen Zeitplan und einen aus mehreren Schritten bestehenden Verkehrsbeschränkungsplan ausarbeiten mussten - insbesondere während der Sommerschulferien.
Für die Asphaltfräsarbeiten wurde die Stadtliga-Fassade zunächst komplett gesperrt, dann wird in Bahnen gearbeitet, zuerst an der Firstlinie, dann an den ungeraden und dann an den geraden Hausanschlüssen
. Bei der Planung wurden auch Witterungseinflüsse berücksichtigt, so dass Reservezeiten einkalkuliert wurden.

Die Dienstleistungen werden während der Arbeiten nicht eingeschränkt

Für die Menschen und Einrichtungen in dem Gebiet war nicht nur der Zeitpunkt der Arbeiten entscheidend, sondern auch die Notwendigkeit, eine Unterbrechung der Dienstleistungen während der Wiederaufbauzeit zu vermeiden.
Um eine kontinuierliche Abwasserentsorgung zu gewährleisten, wird die Baufirma das Abwasser vorübergehend über eine Flyline umleiten,
so dass keine Einschränkungen notwendig sind.

Herausforderungen über und unter der Oberfläche

Das Projekt stellt die Fachleute des Bauunternehmens vor zahlreiche Herausforderungen. Eine davon ist der ständige Verkehr auf der Baustelle. Die schmale, kaum 1,5 Meter breite Arbeitsgrube, in der die 2,3 Meter langen Rohrelemente von den Arbeitern angehoben werden, was ihre Präzision und Konzentration auf die Probe stellt. Und das alles bei einer nur einen Meter langen Fluglinie des Trolleybusses, die sie schützen und auf die Sicherheit ihrer Kollegen besonders achten müssen.
Eine weitere Schwierigkeit ist das Vorhandensein vieler ungenau registrierter alter Versorgungseinrichtungen, was ebenfalls eine Herausforderung für die Auftragnehmer darstellt.

Die Arbeiten werden bis zum Ende des Sommers abgeschlossen sein.

Durch den Umbau wird die Versorgung in dem Gebiet langfristig zuverlässiger und nachhaltiger, während moderne Materialien und Technologien den künftigen Wartungsbedarf verringern werden. Das Projekt ist ein gutes Beispiel dafür, wie wichtig die Erneuerung des städtischen Versorgungsnetzes nicht nur aus technischer Sicht, sondern auch aus sozialer und ökologischer Sicht ist. Die Arbeiten sollen bis zum Übergabetermin am 31. August abgeschlossen sein.

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