Was wird gebaut?
Eine der ältesten denkmalgeschützten Brücken von Gyula könnte saniert werden
Die Stadt hat ein öffentliches Vergabeverfahren zur Sanierung der denkmalgeschützten Kishíd und des Torhauses am Maróthy-Platz eingeleitet. Die barocke, einbogige Brücke wurde 1802 über den ausgetrockneten, alten Burggraben erbaut. Die Brückenöffnung misst 6,64 Meter, die Breite der Brücke beträgt 9,50 Meter, ihre Gesamtlänge 21 Meter. Die Fassadenwände und Gewölbe bestehen aus Ziegeln, der Schlussstein ist ein einziger großer Stein, in den an beiden Stirnwänden die Jahreszahl MDCCCII eingemeißelt ist. Die Vorgeschichte des Brückenbaus steht im Zusammenhang mit dem großen Brand von 1801, bei dem das Schloss mitsamt seiner gesamten Einrichtung niederbrannte. Für den Wiederaufbau des Schlosses beauftragte Graf Ferenc Wenckheim den Architekten Antal Czigler sen. mit den Arbeiten in Gyula. Er errichtete die neue Steinbrücke. Zur Kontrolle der Passanten wurde das aus einem Raum bestehende Torhaus errichtet. Die Brüstung der Brücke über der Brückenöffnung besteht aus behauenem Stein, ist 1,50 Meter hoch und durchbrochen gestaltet. Auf der Zwischenfläche befindet sich ein schmiedeeisernes Gitter aus Ringen. Die Decksteine der Brüstung sind in Schwalbenschwanzform ineinander gefasst. Die geplanten Maßnahmen betreffen die Ziegelwände und das Gewölbe der Kishíd: Im Rahmen der Bauarbeiten werden die im Plan vorgesehenen Elementaustausche und Verstärkungen sowie die nachträgliche Wandabdichtung gegen Bodenfeuchtigkeit mittels Injektion durchgeführt. Die bestehende Bitumenabdichtung unterhalb der Fahrbahnkonstruktion der Brücke wird entlang der Brüstungen ergänzt; außerdem werden die Fahrbahnkonstruktion und die dazugehörige Regenwasserableitung saniert. Nach dem Austausch der Verputzarbeiten erhalten die verputzten Oberflächen der Brücke eine weiße Farbgebung, die der bestehenden entspricht. Zu den Aufgaben des erfolgreichen Bieters gehören im Rahmen der Denkmalrestaurierung die Reinigung der Steinelemente, die Entfernung früherer unsachgemäßer Kunststein-Ergänzungen und Eisenverankerungen sowie anschließend die Entsalzung, Verfestigung, Materialergänzung, Patinierung, Verfugung, Hydrophobierung und Biozidbehandlung. Gemäß der Ausschreibung werden die Metallteile von den Fachleuten des beauftragten Unternehmens ausgebaut, gereinigt, repariert, wieder eingebaut und anschließend in der Farbe des Originals lackiert. Das Projekt umfasst zudem die Anlage eines 60 Zentimeter tiefen und breiten Belüftungskiesbetts entlang der Brückenbögen und Brüstungsmauern. An der Brücke wurden bereits 1997–1998 umfangreiche Sanierungsarbeiten durchgeführt. Damals wurde die Struktur des denkmalgeschützten Bauwerks verstärkt, eine Isolierung gegen Bodenfeuchtigkeit angebracht, die Fahrbahn und die Gehwege neu gepflastert, die Brüstungen und Gesimse erneuert sowie an den vier Ecken der Brücke stilgerechte elektrische Laternen aufgestellt. Quelle: LinkDem Brückenbau ging eine Tragödie voraus
Es müssen Dämmarbeiten durchgeführt werden
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