Was wird gebaut?
Geänderte Streckenführung – bedeutende Modernisierungsmaßnahmen am Oberleitungsnetz, das die Innenstadt mit dem Népliget verbindet, stehen bevor
Mit einer Nettoinvestition von fast 3,45 Milliarden Forint können die noch fehlenden Oberleitungen der Trolleybuslinie 83 in Richtung Népliget ausgebaut werden. Die beauftragten Bauunternehmen werden neue Wendestellen und Haltestellen einrichten, Straßenkreuzungen umbauen sowie die Stromumformer in der Baross-Straße und am Népliget modernisieren.
Laut der im EU-Amtsblatt für öffentliche Aufträge veröffentlichten Ausschreibung kann das Unternehmen DUNAGÉP Zrt. in Budapest das Oberleitungsnetz der Trolleybuslinie 83 sowie die dazugehörige Stromversorgung zwischen dem Kálvária-Platz und der U-Bahn-Station Népliget errichten. Im Rahmen der öffentlichen Ausschreibung BKK Budapesti Közlekedési Központ Zrt. erhielt das Unternehmen den Zuschlag mit einem Nettoangebot von rund 3,006 Milliarden Forint; dazu gehört auch die Sanierung und Erweiterung des Stromumformers in der Baross-Straße. Die Modernisierung des in einem separaten Ausschreibungsteil ausgeschriebenen Umspannwerks in Népliget darf VÁV UNION Kft. für netto 443,4 Millionen Forint durchführen.
Es entsteht eine neue Kurve, der Abschnitt mit freiem Verkehr wird aufgehoben
Im Rahmen des Ausbaus werden die fehlenden Oberleitungen auf den betroffenen Abschnitten der Diószegi-Sámuel-Straße, der Elnök-Straße, des Könyves-Kálmán-Rings und der Bláthy-Ottó-Straße verlegt. Damit entfällt der Abschnitt der Oberleitungsbuslinie 83, auf dem die Fahrzeuge bisher ohne Oberleitung fuhren: Auch hier werden die Fahrzeuge künftig über die Oberleitung mit Strom versorgt.
Im Bereich des Kálvária-Platzes und der Baross-Straße wird die Streckenführung umgestaltet, was bedeutet, dass der Trolleybus anstelle der Schleife in der Csobánc-Straße auf der Baross-Straße geradeaus weiterfährt und den Orczy-Platz erreicht, wo eine neue Wendeplatzanlage gebaut wird. Von dort aus kann er auf der bisherigen Trasse zurück in die Innenstadt fahren.
Es werden fast 10 Kilometer Leitungen verlegt
Aus den Ausschreibungsunterlagen geht hervor, dass die Fachkräfte des Auftragnehmers nach der Aufstellung der 152 Oberleitungsmasten 9.691 Meter neue Oberleitungen verlegen müssen. In der Diószegi-Sámuel-Straße und der Elnök-Straße werden neben den Masten auch die Fundamente erneuert. Der Beschreibung zufolge können die Oberleitung, die Straßenbeleuchtung und die Verkehrsampeln an jeweils einer Tragkonstruktion angebracht werden, wodurch sich die Anzahl der Masten verringern lässt.
Der Verlauf und die Höhe der Oberleitung wurden so festgelegt, dass die vorhandenen Bäume geschont werden. Es entsteht ein schwenkbares, hauptsächlich aus Drahtseilen bestehendes Netz, wobei die Steuerung der Oberleitungsweichen im 2,4-Gigahertz-Frequenzbereich erfolgen wird.
Auch die Haltestellen und Knotenpunkte werden an das neue Netz angepasst
Der Verlegebau geht an mehreren Stellen mit Straßenbauarbeiten einher. Vor der Hausnummer 13 am Magyarok Nagyasszonya-Platz wird eine Haltestelle mit negativer Einbuchtung eingerichtet. Am Szenes-Iván-Platz wird die Haltestelle der in Richtung Baross-Straße fahrenden Linie vor die Hausnummer 3 verlegt, ebenfalls mit negativer Einbuchtung.
Der Auftragnehmer muss zudem drei Ampelkreuzungen umbauen: die Kreuzung Orczy-Straße und Elnök-Straße, die Kreuzung Könyves-Kálmán-Ringstraße und Elnök-Straße–Győrffy-István-Straße sowie die Kreuzung Üllői-Straße und Könyves-Kálmán-Ringstraße.
Im Rahmen der Versorgungsarbeiten werden 330 Meter Wasserleitung und 14 Schächte abgebaut sowie 343 Meter Abwasserleitung und 13 Schächte verlegt. Im Zuge der Umgestaltung der Straßenbeleuchtung werden 78 bestehende Leuchten einschließlich ihres Zubehörs abgebaut.
Die Stromversorgungsanlagen werden modernisiert
Um das wachsende Oberleitungsnetz zu versorgen, wird auch die Energieversorgung ausgebaut. Im Rahmen des Projekts DUNAGÉP wird die Stromumspannstation in der Baross-Straße, die unter der Adresse Fiumei-Straße 27 betrieben wird, modernisiert und erweitert. Im Rahmen des Projekts VÁV UNION wird im Umrichterwerk Népliget an der Könyves-Kálmán-Ringstraße 78 ein neuer Traktionsblock eingerichtet. Dazu werden ein Trockentransformator für den Traktionsbereich und ein 1.500-Kilowatt-Gleichrichter installiert sowie die positive Kabelaufnahme erweitert.
Das Unternehmen saniert die Gleichstromverteiler, führt die erforderlichen Leitungsaustauscharbeiten durch und installiert einen neuen Schutzschrank. Außerdem werden die Isolierungen und die Sicherheitssysteme modernisiert. Auch die Fernsteuerung wird erneuert: Der Auftragnehmer installiert und nimmt das neue System in Betrieb und erweitert die Fernsteuerungszentrale auch softwaretechnisch. Aufgabe des ausgewählten Unternehmens ist die Verlegung von 780 Metern Niederspannungs-Starkstromkabeln, der Einbau von 460 Metern Kabelkanälen sowie, als separater Auftrag, die Verlegung von 940 Metern Leitungen und Kabeln. Teil der Modernisierungsmaßnahmen ist der Austausch und die Installation von 87 Leuchten sowie 49 Notbeleuchtungseinheiten.
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