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Die Paks II-Kanalbrücke wird ein besonderes Bauwerk sein

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Kanalisationsbrücke von Paks II auf einem visuellen Plan
Das Kernkraftwerk Paks II wird eine ungewöhnliche architektonische Lösung für die Rückführung von Kühlwasser in die Donau verwenden: Das Wasser wird in den Fluss zurückgeführt und überquert den Kaltwasserkanal auf einer Brücke. Die Wasserwirtschaftsexperten des Unternehmens besuchten kürzlich den Betreiber der Kanalbrücke, einer ähnlichen Brücke in der Nähe von Magdeburg in Deutschland, um die Konstruktion und die Betriebserfahrungen zu besprechen.

Die längste Kanalbrücke Europas ist die Magdeburger Kanalbrücke, die zur Verbindung der Schifffahrtswege Rhein und Berlin gebaut wurde. Der Bedarf an einer Kanalbrücke in Deutschland geht auf die 1930er Jahre zurück, aber das Projekt wurde durch den Ausbruch des Zweiten Weltkriegs unterbrochen. In den 1990er Jahren wurde der Bedarf an der Kanalbrücke erneut geweckt, und nach drei Jahren Planung und fünf Jahren Bauzeit wurde die Kanalbrücke im Oktober 2003 für den Schiffsverkehr freigegeben. Die größte Herausforderung waren die Größe der Brücke und die Lastabtragung. Aufgrund der Größe und der Art des Bauwerks mussten die Ingenieure in vielen Fällen völlig einzigartige Lösungen finden.

Die Magdeburger Kanalbrücke

Das Bauwerk, das für den Schiffsverkehr ausgelegt ist und über eine beidseitige Steganlage verfügt, die jeweils bis zu einem Lastwagen aufnehmen kann, ist 43 Meter breit und besteht aus zwei Abschnitten, einem 780 Meter langen Auenabschnitt und einem 220 Meter langen Uferabschnitt, mit einem maximalen Pfeilerabstand von 106 Metern. Insgesamt trägt der Pfeiler eine Last von 10.000 Tonnen. Der Bewegungsspielraum der Bauwerke insgesamt beträgt etwa 1 Meter, aber dank der eingebauten Dilatationen können sie eine Abweichung von etwa 2 Metern verkraften. Interessanterweise hat die Brücke eine helle Farbe erhalten, um die thermische Belastung des Bauwerks zu verringern.

Die Fachleute von Paks II. Zrt. erhielten während ihres Besuchs in Magdeburg zahlreiche Informationen über die Umsetzung und den Betrieb. In die Kanalbrücke wurde ein Überwachungssystem eingebaut, mit dem sowohl der Kanal als auch die einzelnen Elemente überwacht werden können. Darüber hinaus befinden sich über die gesamte Länge des Bauwerks fest installierte geodätische Punkte, mit denen die Bewegungen und Verwindungen der Brücke in alle drei Richtungen dokumentiert werden. Die Konstruktion wurde zwar für eine Lebensdauer von hundert Jahren ausgelegt, aber laut Experten kann sie bei entsprechender Alterungsbehandlung sogar zweihundert Jahre halten. In den einundzwanzig Jahren ihres Betriebs wurde die Kanalbrücke bisher einmal, im Jahr 2008, entleert, die nächste Entwässerung ist für nächstes Jahr geplant. Die Fachleute von Paks II. nutzen diese Planungs- und Betriebserfahrungen, um die Planung der im Rahmen des Projekts Paks II. zu errichtenden Brückenkonstruktion zu unterstützen.

Auf dem Gelände des Kernkraftwerks Paks werden sich die in Betrieb befindlichen und die im Bau befindlichen Blöcke denselben Kaltwasserkanal teilen, über den die Brückenkonstruktion für das Kühlwasser aus Paks II führen wird. Das Bauwerk ist in den visuellen Plänen von Paks II deutlich zu erkennen, ebenso wie das so genannte Spitzenkühlsystem entlang des Heißwasserkanals, das die thermische Belastung der Donau verringern soll. Das System wird Paks II in die Lage versetzen, die strengen Umweltnormen während des gleichzeitigen Betriebs der sechs Blöcke der beiden Kernkraftwerke zu erfüllen.

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