Energie

Ungarn nimmt zum ersten Mal am internationalen Atomgipfel teil

Veröffentlicht

Fotos: Viktor Kércz/magyarepitok.hu
Mit mehr als 1000 aktiven Teilnehmern und 25.000 Besuchern deckte die Veranstaltung die gesamte nukleare Kette ab. Am Vormittag des Eröffnungstages nahm auch der ungarische Außenminister an der Ministertagung teil.

Am 4. November wurde in Paris die dreitägige Weltnuklearausstellung (World Nuclear Exhibition) eröffnet, an der Ungarn dieses Jahr zum ersten Mal teilnimmt; Magyar Építők ist auf dem Gipfeltreffen vertreten.

Fotos: Viktor Kércz/magyarepitok.hu

Zu einer der größten internationalen Veranstaltungen im Bereich der zivilen Kernenergie werden rund 1000 aktive Teilnehmer erwartet, die die gesamte nukleare Lieferkette abdecken. Schätzungen zufolge werden insgesamt rund 25.000 Besucher die Messe besuchen, die vor zwei Jahren mehr als 23.000 Gäste anzog.

Am Vormittag des Eröffnungstages fand auf der Hauptbühne die Ministerkonferenz der WNE statt, an der die für Atomenergie zuständigen Minister aus fünf Ländern teilnahmen. Neben den Ministern aus Ontario (Kanada), den Philippinen, Polen und Frankreich vertrat Péter Szijjártó, Minister für Außenwirtschaft und Außenpolitik, Ungarn.

Interessant ist, dass der französische Wirtschaftsminister Roland Lescure Péter Szijjártó bei der Podiumsdiskussion ausdrücklich gebeten hat, als Erster das Wort zu ergreifen, da Ungarn derzeit weltweit die am weitesten fortgeschrittene Phase der Kernkraftwerksentwicklung durchläuft. Der ungarische Außenminister betonte, dass Ungarn als Land ohne Küste und ohne nennenswerte Erdöl- oder Erdgasvorkommen

Nur mit Hilfe der Kernenergie kann der in den kommenden Jahren exponentiell steigende Strombedarf sicher, zuverlässig, umweltfreundlich und kostengünstig gedeckt werden.

Europas derzeit größtes Nuklearprojekt wird in Ungarn realisiert

Péter Szijjártó betonte, dass man deshalb einerseits daran arbeite, die Lebensdauer der bestehenden Reaktoren zu verlängern, und andererseits zwei neue Blöcke mit einer Gesamtleistung von 2400 Megawatt baue. Er fügte hinzu, dass Letzteres derzeit das größte Nuklearprojekt Europas sei, an dem zudem die besten Unternehmen des Kontinents zusammenarbeiten.

Er erklärte, dass in Paks derzeit Bodenaushubarbeiten stattfinden, von den erforderlichen 3,5 Millionen Kubikmetern Erde bereits zwei Millionen ausgehoben wurden und von den 75.000 Pfählen, die zur Bodenverfestigung vorgesehen sind, bereits 43.000 fertiggestellt sind. Außerdem seien von den erforderlichen 124 Gebäuden 30 fertiggestellt und 47 im Bau.

Péter Szijjártó (b) und Stephen Lecce, Energieminister von Ontario

Er fügte hinzu, dass die Geräte mit langer Produktionszeit in sechs Städten in drei Ländern hergestellt werden, darunter auch in Frankreich. „Da die letzten Genehmigungen derzeit eingeholt werden, wird der erste Beton Anfang Februar gegossen, womit das Projekt auch nach den Standards der Internationalen Atomenergie-Organisation als ’im Bau befindliches Kernkraftwerk’ gelten wird. Die beiden neuen Reaktoren sollen dann zu Beginn des nächsten Jahrzehnts ans Netz gehen”, erklärte er.

Zahlreiche ungarische Unternehmen sind in Paris vertreten

Mehr als 80 Länder sind auf dem Gipfeltreffen vertreten, darunter nun auch Ungarn. Unser Land war mit einem Pavillon der Ungarischen Exportförderungsagentur (HEPA) auf der Veranstaltung vertreten, deren Eröffnung am Dienstagvormittag stattfand. Im Pavillon richteten Unternehmen, die den heimischen Energiesektor vertreten, ihre Stände ein.

  • Paks II. Atomerőmű Zrt.
  • Trinoor EMEA Kft.
  • R&R Software Zrt.
  • MVM EGI Zrt.
  • HEPENIX Műszaki Szolgáltató Kft.
  • AEMl Atomenergia Mérnökiroda Kft.
  • HUN-REN Forschungszentrum für Energiewissenschaften

Quelle: Link

Beliebt