Was wird gebaut?
Die neue Halle in Baja wird nicht nur dem Eishockeysport dienen
Am 18. September wurde in Baja die Eis- und Freizeithalle übergeben.
Das Projekt besteht aus einer 2.500 Quadratmeter großen, zweistöckigen solarbetriebenen Halle mit 210 Sitzplätzen bei Hockeyspielen.
Unsere Zeitung hat sich mit Hilfe des Bauunternehmens INETON Kft. über die Details des Projekts informiert, in dessen Rahmen bereits die 35. standardisierte Eishalle in Ungarn entstanden ist.
Das Gebäude kann mehr als nur Eishockey dienen
Die Arbeiten, die im September 2021 begannen, wurden im Frühjahr 2023 abgeschlossen, wobei die technische Übergabe nach dem Probelauf Ende Mai stattfand, so der Umweltprojektleiter von INETON. Zoltán Kulik sagte, dass die 10 Meter hohe Eishalle mit sozialen Einrichtungen, einschließlich einer Kantine, Umkleideräumen und einem medizinischen Raum, gebaut wurde. "Zu den Aufgaben gehörte auch die Pflasterung des Gehwegs um das Gebäude und des Parkplatzes mit 41 Stellplätzen sowie der Zufahrtsstraße", fügte er hinzu. Darüber hinaus wurde auf dem Dach des Gebäudes eine 50-kW-Solaranlage installiert.
Nach Angaben des Projektleiters dient die Eisbahn in erster Linie als Schlittschuhbahn, auf der vier- bis fünfmal täglich das Training und die Spiele der örtlichen Eishockeymannschaft stattfinden.
"Gleichzeitig erlaubt die Größe der Halle auch die Austragung von internationalen Hockeyspielen", erklärte er. "Darüber hinaus können in der Halle auch Konzerte, andere Veranstaltungen oder sogar Trockentrainings durchgeführt werden, da das Bandensystem und die Gummimatte um die Halle herum demontierbar sind.
Der Freizeitsportverein BALU-T, der die Anlage betreibt, organisiert nicht nur Eishockeytraining und -spiele, sondern auch öffentliches Schlittschuhlaufen am Wochenende und bietet Schlittschuhlaufen für Kindergarten- und Schulkinder im Rahmen des Sportunterrichts an. Ein weiteres erklärtes Ziel ist es, mit dem Bau der Eisbahn den Eissport und andere Freizeitaktivitäten auf ein höheres Niveau zu heben und eine viel längere Saison als bisher zu gewährleisten.
Mehr als 21 Kilometer Kühlleitungen verlegt
Einer der komplexesten und aufregendsten Teile des Projekts war die Installation und Inbetriebnahme der gesamten elektrischen und mechanischen Anlagen sowie der Kühl- und Heizsysteme. Zoltán Kulik sagte, dass das Ziel darin bestand, eine Eishalle zu schaffen, die das ganze Jahr über in Betrieb ist, auch in den heißen Sommermonaten. Für die Kühlung der Eishalle wurde ein Kühlsystem des Typs TRANE installiert, das aufgrund der positiven Erfahrungen der Betreiber ausgewählt wurde.
"Zur Kühlung des Gleiskörpers haben wir mehr als 21 Kilometer Kühlrohre in der Stahlbetonstruktur des Kühlbetons verlegt", so Zoltán Kulik. Der Kühlkreislauf des Systems wurde mit 14 Kubikmetern Glykol als Kühlmittel befüllt. "Um 3-4 cm dickes Eis zu bilden, muss ein Kältemittel von minus 8 Grad Celsius umgewälzt werden", erklärte er.
Die Abwärme der Anlage wird im Winter zum Heizen genutzt.
Unter dem kühlenden Betonkörper wurde eine 16 Zentimeter dicke XPS-Dämmung angebracht, so dass das auf minus 8 Grad Celsius gehaltene und durch Pumpen umgewälzte Kühlmedium die Kälte nur in Richtung Halle abgibt. "Auf der gekühlten Betonfläche, die von einer Schieferbahn umgeben ist, kann sich bei ständiger Wasserberieselung problemlos eine 3-4 cm dicke Eisschicht zum Schlittschuhlaufen bilden", erklärt der Projektleiter. "Nach jeder Benutzung wird die Eisfläche mit einer Maschine namens Rolba gepflegt, die eventuelle Schäden an der Eisfläche repariert und eine spiegelglatte Oberfläche schafft."
Aus Gründen der Wirtschaftlichkeit wird die oben beschriebene Kühltechnik auch für die Kühlung des an die Eishalle angeschlossenen Sozialgebäudes sorgen. Gleichzeitig nutzt die Gebäudeautomatik die Abwärme der Kühlanlagen, um das Gebäude im Winter zu heizen.
Eine große Herausforderung bestand darin, die optimale Schichtung zu finden
Zoltán Kulik erwähnte auch die größten Herausforderungen der Entwicklung: "Bestimmte Details mussten parallel zu den Arbeiten neu entworfen werden, darunter die Gestaltung der Anordnung der Kühlbetonschichten. Ein wichtiger Aspekt war, dass die Schichtung so gestaltet werden musste, dass die Oberfläche die Nebenfunktionen der Halle aufnehmen kann, aber auch die Hauptfunktion der Eisbildung wirtschaftlich ermöglicht."
Um diese Doppelfunktion zu erreichen, musste die bereits erwähnte Betonüberdeckung der Kühlrohre optimal gestaltet und ausgeführt werden.
"Im Hinblick auf die Kühlung ist eine möglichst geringe Betonüberdeckung der Kühlrohre optimal, und die Sekundärfunktion der Halle erfordert eine möglichst dicke Betonüberdeckung, um Schäden an der Betonoberfläche und der darin befindlichen Rohrschlange während der Nutzung zu vermeiden. Die optimale Schichtanordnung und Schichtdicke wurde in Zusammenarbeit mit dem Planer, dem technischen Prüfer und dem Bauherrn erreicht."
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