Was wird gebaut?
Vom Räuber zum Polizisten – Die Szekszárdi Járásbíróság zieht in ein ehemaliges Gefängnisgebäude ein
Die Planungsarbeiten für die umfassende Sanierung von Szekszárdi Járásbíróság können nun beginnen. Denn Országos Bírósági Hivatal hat die entsprechende Ausschreibung für die Planung Ausschreibung veröffentlicht, sodass ein Gerichtsgebäude entstehen kann, das den heutigen funktionalen und technologischen Anforderungen entspricht.
Das Amtsgericht und das Landgericht könnten an einem Standort untergebracht werden
Das derzeitige Gebäude Szekszárdi Járásbíróság kann aufgrund der gestiegenen Zahl der eingehenden Fälle und des Personalzuwachses den aktuellen Anforderungen der Gerichtstätigkeit immer weniger gerecht werden. Daher ist geplant, dass das Amtsgericht aus seinem derzeitigen Gebäude in der Augusz-Imre-Straße auszieht und in der Béla-király-Straße 4 – in einer ehemaligen Justizvollzugsanstalt – neue Räumlichkeiten bezieht. (Das Gebäude Tolna Vármegyei Büntetés-végrehajtási Intézet wurde im November 2024 geräumt und geschlossen.)
Mit dieser Erweiterung könnten sowohl der Szekszárdi Járásbíróság als auch der Szekszárdi Törvényszék neben dem Béla-király-Platz betrieben werden. Durch diesen Umzug könnte ein landesweit einzigartiges „Justizviertel“ entstehen, da sich neben dem Szekszárdi Törvényszék auch der Tolna Vármegyei Főügyészség in unmittelbarer Nähe befindet.
Die Zusammenlegung der Behörden an einem Ort würde auch die internen Gerichtsabläufe vereinfachen.
Ein Gebäude mit einer Fläche von mehr als viertausend Quadratmetern soll renoviert werden
Die Fläche des betreffenden Grundstücks beträgt 1.690 Quadratmeter, die bebaute Fläche unterhalb des Erdgeschosses 602 Quadratmeter und die bebaute Fläche oberhalb des Erdgeschosses 4.279 Quadratmeter (Hof + Untergeschoss + Erdgeschoss + 1. Obergeschoss + 2. Obergeschoss + Dachgeschoss).
Nach dem derzeitigen Stand umfasst davon 3.363 Quadratmeter die Nutzfläche des Gebäudes, 156 Quadratmeter den ungenutzten Innenraum und 760 Quadratmeter den Innenhof. Gemäß dem Planungsprogramm würde sich die bebaute Fläche über dem Erdgeschoss nach der Sanierung nicht vergrößern.
Das Gebäude steht unter Denkmalschutz, befindet sich in einem denkmalgeschützten Umfeld und betrifft zudem eine archäologische Fundstätte, weshalb bei der Planung diese Auflagen berücksichtigt werden müssen.
63 Mitarbeiter und zehn Besprechungsräume
Im Rahmen der umfassenden Planungsleistung sind auch die architektonische, innenarchitektonische und sicherheitstechnische Planung des Gebäudes durchzuführen. Die Planungsausschreibung sieht Platz für 63 Personen vor; darüber hinaus sollen Räume für den Kundenservice und für rein betriebliche Zwecke sowie zehn Vortrags- oder Besprechungsräume eingerichtet werden.
Der Gewinner des Wettbewerbs muss die Pläne für die Bestandsaufnahme des bestehenden Gebäudes erstellen, anschließend drei Konzeptentwürfe und für die ausgewählte Variante einen Entwurfsplan. Darauf folgt die Erstellung der Bauantragsunterlagen und der dazugehörigen Abrissunterlagen.
Zu den Aufgaben des Planers gehört außerdem die Abwicklung des behördlichen Genehmigungsverfahrens im Auftrag des Auftraggebers durch die Eingabe der Daten in das System ÉTDR. Am Ende des Prozesses gehört auch die Erstellung der Ausführungsplanung zum Auftragsumfang.
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