Begrenzte Strecke

Die Arbeiten haben begonnen: Die Nebenstrecke schafft eine direkte Bahnverbindung zwischen Szombathely und Zalaegerszeg

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Mit dem Bau der Nebengleisstrecke in Zalaszentiván müssen die Züge nicht mehr umlenken, wodurch der Schienengüterverkehr schneller und effizienter wird.

Am 17. September beginnt im Rahmen der Projekteröffnung offiziell der Bau der Zweigstrecke in Zalaszentiván. Wie wir bereits berichtet, wird mit dem Bau dieser Gleisverbindung eine mehr als hundertjährige Besonderheit des Schienennetzes beseitigt, aufgrund derer die Züge zwischen Szombathely und Zalaegerszeg derzeit am Bahnhof Zalaszentiván die Fahrtrichtung wechseln müssen.

Das Projekt wird aus Mitteln der Europäischen Union und aus ungarischen Mitteln im Auftrag von Közlekedési és Beruházási Minisztérium im Auftrag und im Rahmen des GYSEV Zrt.-Projekts. Die Ausführung übernimmt das V-S Zala-Konsortium.

Im Rahmen des Bauvorhabens entsteht eine etwa 1500 Meter lange, elektrifizierte Verbindungsstrecke, außerdem wird eine neue Bahnhaltestelle mit dem Namen Szentivánvölgy eingerichtet. Nach den Plänen soll der Betrieb auf der neuen Strecke Anfang 2028 aufgenommen werden.

 

 

 

Im Herbst wird sich das Arbeitsgelände spektakulär verändern

Viktor Kónya, der Projektleiter von SWIETELSKY Vasúttechnika Kft., informierte unsere Zeitung über den aktuellen Stand der Bauarbeiten. Wie er erklärte, geht es derzeit in erster Linie darum, die für den Baubeginn erforderlichen Voraussetzungen zu schaffen. Die Genehmigungen für die Ausführungspläne sind im Gange, außerdem wurden die für die Bauarbeiten erforderlichen Gleissperrungen genehmigt.

Neben den nächtlichen Gleissperrungen werden die Aufstellung der Oberleitungsmasten sowie die aufgrund der Erdarbeiten erforderlichen Kabelaustauscharbeiten durchgeführt. Parallel dazu werden auch die Probepfahlgründungen für das Fundament der Eisenbahnbrücke über den Sárvíz-Bach durchgeführt.

„Derzeit arbeiten wir daran, die für den Baubeginn erforderlichen Voraussetzungen zu erfüllen”, erklärte Viktor Kónya und fügte hinzu, dass die nächsten Bauarbeiten beginnen können, sobald die erforderlichen Genehmigungsverfahren abgeschlossen sind.

Im Rahmen der Vorbereitungsarbeiten wurden bereits die geodätischen Vermessungen durchgeführt, die Eisenbahnkabel freigelegt, die Trassen der bestehenden Versorgungsleitungen überprüft und die Entbuschung abgeschlossen.

 

 

Die Abbruch- und Bauarbeiten laufen auf Hochtouren

Auch wenn das Ausmaß der Investition derzeit noch kaum erkennbar ist, wurden im Hintergrund bereits zahlreiche Aufgaben im Zusammenhang mit der Umsetzung erledigt.

„Vor Ort sind zwar noch keine Spuren der Bauarbeiten zu sehen, aber wir haben die benötigten Materialien bestellt, die Verträge mit den Fachunternehmen abgeschlossen und stehen kurz davor, mit den Bauarbeiten zu beginnen”, sagte der Projektleiter.

In der kommenden Zeit sind daher erhebliche Veränderungen in diesem Bereich zu erwarten: Bis zum Herbst wird sich die Baustelle deutlich verändern, und die Abbruch- und Bauarbeiten werden an Fahrt gewinnen. Darüber hinaus hat der auf die Lieferung der Sicherheitsausrüstung spezialisierte Subunternehmer Fortschritte bei der Entwicklung der erforderlichen Software erzielt.

 

Unvermeidbare Gleissperrungen

Das Bauvorhaben wird natürlich parallel zum bestehenden Bahnverkehr durchgeführt, weshalb während der Bauphase mit mehreren Gleissperrungen zu rechnen ist.

Im Herbst 2026 ist sowohl auf der Bahnlinie 17 als auch auf der Bahnlinie 25 mit Einschränkungen zu rechnen.

Auf der Linie 17 stehen die nächtlichen Gleissperrungen in erster Linie im Zusammenhang mit Arbeiten an der Oberleitung, während auf der Linie 25 im Oktober aufgrund von Gleisarbeiten eine mehrtägige vollständige Sperrung erforderlich sein wird.

Die umfangreicheren Bauarbeiten finden im Frühjahr 2027 statt; zu diesem Zeitpunkt ist auf beiden Bahnstrecken mit längeren, vollständigen Sperrungen zu rechnen.

 

 

Dies kommt auch dem internationalen Güterverkehr zugute

Die Bedeutung des Projekts geht über die Beschleunigung des Personenverkehrs hinaus. Der südwestliche Endpunkt der Delta-Bahnstrecke wird nämlich eine direkte Bahnverbindung zum Logistik- und Industriepark METRANS in Zalaegerszeg und eröffnet somit dem im Bau befindlichen Schienen-Straßen-Logistikterminal neue Möglichkeiten für den Güterverkehr in Richtung Adria.

Über die Ausgestaltung des damit verbundenen Bauvorhabens wird derzeit noch mit dem Investor verhandelt. Nach Angaben des Projektleiters liegen der erforderliche Regierungsbeschluss und die Förderbescheinigung vor, ebenso wie die für die Umsetzung notwendigen Mittel.

 

Das Projekt ist auch aufgrund der Sicherheitsvorrichtung komplex

Der Bau der Delta-Gleisstrecke ist sowohl aus technischer als auch aus organisatorischer Sicht keine einfache Aufgabe, da dabei mehrere Projekte berücksichtigt werden müssen, die derzeit bereits laufen oder sich in der Vorbereitungsphase befinden.

Viktor Kónya betonte, dass der Auftragnehmer gemäß dem Vertrag auch die Inbetriebnahmegenehmigung für die neue elektronische Sicherungsanlage einholen muss, was im Rahmen eines komplexen Verwaltungsprozesses nach Abschluss der Bauarbeiten und der Inbetriebnahme des Nebengleises erfolgt.

 

 

Das derzeit umgesetzte Projekt ist Teil eines größeren Plans

Zsolt Tárkányi, parlamentarischer Staatssekretär für Közlekedési és Beruházási Minisztérium, betonte, dass das eingeleitete Projekt Baross Gábor Vasútfejlesztési Terv gleichzeitig dem lokalen, regionalen und internationalen Verkehr diene. Wie er erklärte, strebt die Regierung neben der Wiederinbetriebnahme stillgelegter Nebenstrecken – wie dies bereits auf den Strecken Komló–Dombóvár und Miskolc–Tiszaújváros geschehen ist – auch den Ausbau der Bahnhöfe und Hauptstrecken sowie die Vorbereitung auf die Aufnahme der Hochgeschwindigkeitsbahnverbindung Warschau–Budapest an.

 

Zsolt Tárkányi

 

Im Zusammenhang mit dem Investitionsvorhaben in Zalaszentiván fügte er hinzu, dass der neue, etwa eineinhalb Kilometer lange Eisenbahnabschnitt die Eisenbahn näher an die Anwohner heranbringe und neben dem Personenverkehr auch die Ziele der Industrieentwicklung als Teil des Eisenbahnkorridors unterstütze, der für die Anbindung des im Raum Zalaegerszeg geplanten Containerterminals METRANS erforderlich sei.

 

Szilárd Kövesdi

 

Szilárd Kövesdi, Geschäftsführer von GYSEV Zrt., verwies auf seine Verbindung zur Region Zala und erklärte, es sei ihm eine besondere Freude, an den Eisenbahnausbauvorhaben in der Region mitwirken zu können. Er erinnerte an die im Jahr 2000 eröffnete Eisenbahnverbindung nach Slowenien sowie an den Bau und die Inbetriebnahme der Delta-Gleisanlage in Zalaegerszeg und hob hervor, dass er nun auch an der Realisierung der Delta-Gleisanlage in Zalaszentiván mitwirken könne.

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