Was wird gebaut?
Die Kapazitätserweiterung des Zufahrtsabschnitts der Hauptstraße 5 nach Szeged wurde termingerecht fertiggestellt
Der Ausbau der Zufahrtsstrecke zur Hauptstraße 5 in Szeged auf vier Fahrspuren ist abgeschlossen. Die Bauarbeiten wurden am 30. Juli beendet, das technische Abnahmeverfahren wurde am 28. August abgeschlossen – teilte das Bauunternehmen auf unsere Anfrage hin mit.
Im Auftrag von Közlekedési és Beruházási Minisztérium hat Colas Út Zrt. auf dem 2,2 Kilometer langen Abschnitt der Hauptstraße Nr. 5 zwischen der Autobahn M43 und dem Laserforschungszentrum ELI-ALPS eine Kapazitätserweiterung im Wert von 5,3 Milliarden Forint durchgeführt. Über den Fortschritt des Projekts haben wir in unserem früheren Artikel ausführlich berichtet.
Auf einer Fläche von mehr als 48.000 Quadratmetern wurde ein Asphaltbelag verlegt
Im Rahmen des Bauvorhabens wurde auf einer Gesamtlänge von 2.239 Metern eine neue Fahrbahn errichtet. Auf der Hauptstraße Nr. 5 wurden 41.375 Quadratmeter, auf den Zubringerstraßen weitere 3.000 Quadratmeter und auf dem Radweg 4.110 Quadratmeter mit einem neuen Asphaltbelag versehen.
Das Ausmaß der Bauarbeiten zeigt sich darin, dass insgesamt 48.000 Kubikmeter Material in die Aufschüttungs-, Ausbesserungs- und Schutzschichten eingebaut wurden, wobei die Menge des Ckt-Unterbaus 7.352 Kubikmeter und die des Asphalts 7.844 Kubikmeter betrug. Zudem wurden 20.852 Kubikmeter Boden stabilisiert, und auf der gesamten, rund 2,3 Kilometer langen Strecke wurden 277 Straßenlaternen entlang der Straße und des Radwegs aufgestellt.
Das Projekt zur Kapazitätserweiterung betraf insgesamt sieben Knotenpunkte, darunter fünf Kreisverkehre. Zur Anbindung des Industriegebiets wurde ein neuer dreigleisiger Kreisverkehr errichtet, und auf der Autobahn M43 wurde eine direkte Ausfahrt für den Verkehr in Richtung Szeged gebaut.
Zuerst wurden die neuen Fahrspuren fertiggestellt, dann wurde die alte Fahrbahn abgerissen
Die Fachkräfte von Colas mussten während der gesamten Bauzeit den Verkehr auf der Hauptstraße Nr. 5 aufrechterhalten. Die Arbeiten wurden unter einspurigen Sperrungen und vorübergehenden Umleitungen durchgeführt, wobei stets zwei Fahrspuren für den Verkehr freigehalten wurden.
Im Zuge der Bauarbeiten wurde zunächst der Gleisbau für die zur Verbreiterung erforderlichen neuen Fahrspuren errichtet, woraufhin der Zugverkehr dorthin umgeleitet wurde. Erst danach wurde der Gleisbau der bestehenden Trasse abgetragen und neu errichtet. Wie aus der Mitteilung Colas hervorgeht, waren die Ergebnisse der vorangegangenen Bohrungen und Ausgrabungen im Straßenbelag der Grund für den Abriss: Im bestehenden Gleisbett wurde ein Straßenunterbau aus dem vergangenen Jahrhundert gefunden, auf dem die neue Schichtaufbau aus technischer Sicht nicht aufgebracht werden konnte.
Die Asphaltlieferungen trafen genau nach Zeitplan ein
Auch während der Asphaltierungsarbeiten wurde darauf geachtet, dass die Verkehrsteilnehmer so wenig Einschränkungen wie möglich hinnehmen mussten; daher wurde in den einzelnen Arbeitsphasen jeweils nur eine Seite (zwei der vier Fahrspuren) für den Verkehr gesperrt. Auf der fertiggestellten Straße bilden drei Asphaltschichten die insgesamt 23 Zentimeter dicke Deckschicht. Der Asphalt wurde von der Mischanlage Colas in Kiskunfélegyháza sowie der Délút in Algyő bereitgestellt.
Bei der Ermittlung der erforderlichen Transportkapazität mussten auch die längeren Fahrzeiten aufgrund des morgendlichen und nachmittäglichen Berufsverkehrs berücksichtigt werden. Die Asphaltfertiger arbeiteten mit Nivelliersteuerung und unter ständiger geodätischer Überwachung, um die in den Plänen festgelegten Einbauhöhen zu gewährleisten.
Es waren sechs größere Umleitungsphasen erforderlich
Im Zuge der Bauarbeiten wurde die Verkehrsführung in sechs größeren Bauabschnitten geändert. Dabei erwies sich die vollständige Erneuerung des Belags an den Kreisverkehren unter der Brücke der Autobahn M43 als die komplexeste Maßnahme. Im Rahmen der Arbeiten wurde auch ein Asphaltgitter eingebaut, was mit vorübergehenden Sperrungen einzelner Autobahnzweige verbunden war.
Der Austausch der Bordsteine und die Verstärkung des Belags an den Kreisverkehren erfolgten so, dass die nutzbare Fahrbahnfläche stets nur im unbedingt notwendigen Umfang eingeschränkt wurde. So konnten die Bauarbeiten fortgesetzt werden, während der Straßenverkehr aufrechterhalten wurde.
Die Vorbereitung der vorübergehenden Verkehrsregelung für den Autobahnknotenpunkt dauerte mehrere Monate. Die Umleitungen und Sperrungen wurden mit allen betroffenen Betreibern, Behörden und Organisationen abgestimmt, und die Termine wurden nach einem straffen Zeitplan im Voraus festgelegt.
Eine eigene Fahrspur erleichterte den Baustellenverkehr am Werk BYD
Eine der größten organisatorischen Herausforderungen des Projekts bestand darin, den öffentlichen Verkehr und den Baustellenverkehr der benachbarten Industrieprojekte gleichzeitig aufrechtzuerhalten. Bei der Gestaltung des neuen, dreigliedrigen Kreisverkehrs wurde eine separate Fahrspur für die Fahrzeuge reserviert, die den Bau des Automobilwerks BYD bedienten.
Vertreter von Colas und des Automobilherstellers haben den Zeitplan der beiden Bauvorhaben kontinuierlich abgestimmt, damit die Straßenbauarbeiten die Errichtung des Werks so wenig wie möglich beeinträchtigen.
Eine weitere Herausforderung bestand darin, dass das Bauprojekt sowohl Abschnitte im Außen- als auch im Innenbereich sowie einen Autobahnknotenpunkt umfasste. Aus diesem Grund mussten die Arbeiten mit mehreren Betreibern abgestimmt werden. Im Stadtgebiet musste auch der Busverkehr aufrechterhalten werden: Die Bushaltestellen wurden entsprechend den einzelnen Bauphasen vorübergehend verlegt, und die Fahrgäste wurden kontinuierlich über die Änderungen informiert.
Auf der Baustelle wurde ein Friedhof aus der Zeit der Awaren entdeckt
Auch unvorhersehbare Umstände erschwerten die Bauarbeiten. Auf dem Abschnitt zwischen dem bestehenden Kreisverkehr Nagybani Piac und dem neuen Kreisverkehr, der für das Automobilwerk BYD angelegt wurde, entdeckten Archäologen im Rahmen der Straßenverbreiterung und entlang der Trasse des Radwegs einen Friedhof aus der Avar-Zeit. Die Bergung der Fundstücke nahm mehr Zeit in Anspruch als erwartet, weshalb die Archäologen das Gelände nur abschnittsweise an den Bauunternehmer übergeben konnten. Das Projekt Colas musste daraufhin seine Arbeitsabläufe entsprechend neu organisieren.
Der Bau des neuen Abzweigarms wurde an die Konsolidierung des Damms angepasst
Die direkte Ausfahrt von der Autobahn M43 in Richtung Szeged war der einzige Abschnitt des Projekts, der auf einer Aufschüttung errichtet wurde. Mit dessen Bau wurde bereits zu Beginn der Bauarbeiten begonnen, um genügend Zeit für die Konsolidierung der Aufschüttung zu gewinnen und das Risiko einer späteren Setzung so weit wie möglich zu verringern.
Der neue Radweg wurde unter der Autobahnbrücke hindurchgeführt
Der im Rahmen des Bauvorhabens errichtete, 1,6 Kilometer lange Radweg wurde als Fortsetzung des bestehenden innerstädtischen Netzes in Richtung Budapest angelegt. Die Trasse verläuft unter der Brücke der Autobahn M43 auf der Grünfläche zwischen den Stützkonstruktionen. An den Straßenanschlüssen sorgen Schilder mit der Aufschrift „KRESZ“ sowie Fahrbahnmarkierungen für einen sicheren Verkehr. Die Pläne für die spätere Verlängerung des Radwegs in Richtung Szatymaz und Balástya sind ebenfalls fertiggestellt.
Das Regenwasser wird über offene und ausgehobene Gräben abgeleitet
Das Regenwasser fließt von der Fahrbahn über die Böschungen in die Entwässerungs- und Verdunstungsgräben. Innerhalb des Stadtgebiets wurden diese mit vorgefertigten Kanalelementen ausgekleidet, während außerhalb des Stadtgebiets Erdkanäle angelegt wurden. Bei Überlauf kann das Regenwasser aus allen Abschnitten in den von ATIVIZIG betriebenen, entlang der Hauptstraße verlaufenden geschlossenen Regenwasserkanal gelangen.
Digitale Modelle trugen zur Abstimmung zwischen den Fachbereichen bei
Das Team von Colas und BIM hat nahezu alle wesentlichen Arbeitsabläufe mit digitalen Modellen unterstützt. Diese wurden bei der Gestaltung der Schichten des Straßenunterbaus, bei den Erdarbeiten, bei den wasserbaulichen Maßnahmen an den befestigten Flächen sowie bei den Überprüfungen eingesetzt, um festzustellen, wo und wie sich die Versorgungsleitungen untereinander und mit den Straßen kreuzen.
An der Umsetzung des Projekts waren fast hundert Subunternehmer, Lieferanten und sonstige Dienstleister beteiligt. Ihre Arbeit wurde durch detaillierte Planung, kontinuierlichen Kontakt sowie die genaue Festlegung der Aufgaben und Zuständigkeitsbereiche der Bauleiter vor Ort aufeinander abgestimmt.
Im Zuge der Bauausführung wurden 4.906 Kubikmeter abgefräster Asphalt wiederverwertet. Das Material floss zum Teil in die im Rahmen des Projekts verwendeten Asphaltmischungen zurück, zum Teil wurde es als körniges Ausgangsmaterial für andere Schichten des Fahrbahnaufbaus verwendet.
Die Fachleute von Colas betrachten es als wichtigstes Ergebnis des Bauvorhabens, dass sie das Projekt, das sowohl Planungs- als auch Ausführungsaufgaben umfasste und zahlreiche Fachbereiche betraf, fristgerecht abgeschlossen haben, wobei sie die Anforderungen benachbarter Bauvorhaben berücksichtigten und den reibungslosen Verkehrsfluss in der Region sicherstellten.
Quelle: Link
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