Was wird gebaut?
Am Burgplatz von Pannonhalma sind ein neuer Belag, ein Spielplatz und Besucherbereiche geplant
Es gibt nur wenige Orte in Ungarn, an denen ein Bauprojekt gleichzeitig den Anforderungen des Tourismus und den strengen Auflagen eines mehr als tausendjährigen kulturellen Erbes gerecht werden muss. Pannonhalma ist ein solcher Ort: Die Benediktinermönche ließen sich im Jahr 996 auf dem St.-Martin-Hügel nieder, und das Kloster sowie seine natürliche Umgebung gehören seit 1996 zum Weltkulturerbe.
Die Stiftsabtei Pannonhalma ist auch heute noch ein bedeutendes Touristenziel; im Jahr 2024 empfing sie fast 66.000 Besucher. Die nun ausgeschriebene öffentliche Ausschreibung soll genau dieses Besucherumfeld weiter verbessern: Einzelne Abschnitte des Burgrundgangs könnten renoviert werden, neue Erholungs- und Gemeinschaftsbereiche könnten entstehen, und auch für Kinder und Fahrradfahrer könnte neue Infrastruktur geschaffen werden.
Auf dem Burgrundweg könnten kleine Pflastersteine den Schotter ersetzen
Ein spektakulärer Bestandteil der geplanten Arbeiten ist die Neugestaltung der bisher mit Schotter gepflasterten Abschnitte der Várkör-Promenade. Der Ausschreibung zufolge sollen etwa 457 Quadratmeter des bestehenden Schotterbelags entfernt und durch einen Belag aus kleinen Pflastersteinen ersetzt werden.
In der Nähe des Cafés und des Souvenirladens soll ein Sitzbereich für 40 Personen mit modernem Straßenmobiliar eingerichtet werden. Der technische Umfang sieht die Aufstellung von 10 Tischen und 40 Stühlen sowie die Bepflanzung mit etwa 50 Pflanzen vor.
Auch das Besuchererlebnis soll verbessert werden
Die Modernisierungsmaßnahmen beschränken sich nicht nur auf die Bodenbeläge: Im Bereich zwischen dem Café und dem Besuchereingang soll die dekorative Beleuchtung modernisiert werden, und am Eingang soll ein neuer Platz geschaffen werden, auf dem sich auch größere Besuchergruppen bequemer versammeln können.
Geplant ist die Aufstellung von 10 Fahrradstellplätzen sowie der Ausbau des Kamerasystems. Für Besucher mit Kindern könnte ein Spielplatz entstehen, und wegen des Zugangswegs soll der asphaltierte Straßenabschnitt neben dem Hospodárkert verbreitert werden. Zu den optionalen Arbeiten gehören weitere Landschaftsgestaltungs- und Schwachstromarbeiten, darunter auch die Aufstellung neuer Bänke und Spielgeräte.
Sie dürfen unter strengen Denkmalschutzauflagen arbeiten
Das gesamte Bauvorhaben unterliegt der Denkmalschutzgenehmigungspflicht, sodass die Ausführung den Anforderungen eines besonders sensiblen Denkmal- und Weltkulturerbe-Umfelds gerecht werden muss. Gemäß der Ausschreibung müssen die Arbeiten einheitlich organisiert werden, weshalb auch keine Teilangebote für das Bauvorhaben eingereicht werden können.
Für die Ausführung stehen ab der Übergabe der Baustelle 60 Kalendertage zur Verfügung. Das Projekt wird zu 80 Prozent aus EU-Fördermitteln, zu 15 Prozent aus staatlichen Haushaltsmitteln und zu 5 Prozent aus Eigenmitteln finanziert. Die Angebote müssen bis zum 31. August um 12 Uhr mittags eingereicht werden.
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