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Der neue Geschäftsführer von KÉSZ Építő baut auf einer soliden fachlichen Grundlage eine noch stärkere Führungsstruktur auf.

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Porträtfotos: KÉSZ Csoport
Die jahrzehntelange Präsenz von KÉSZ Csoport zeigt deutlich, dass das Unternehmen sowohl auf dem ungarischen als auch auf dem ausländischen Markt eine feste Größe ist. Die Unternehmensgruppe, die den gesamten Bausektor abdeckt, ist ein Ort, an dem Innovation, professionelles Projektmanagement, Digitalisierung und Qualitätssicherung keine leeren Schlagworte sind, sondern entscheidende strategische Richtungen und unverzichtbare Bausteine für einen erfolgreichen Betrieb. Béla Ármos, Geschäftsführer von KÉSZ Építő és Szerelő Zrt. und Vorstandsmitglied von KÉSZ Holding Zrt., antwortete Magyar Építők unter anderem auf die Frage, warum es sich lohnt, eine Partnerschaft mit dem Unternehmen einzugehen.

Die Umstrukturierung von KÉSZ Csoport dauert seit mindestens anderthalb Jahren an und hat bereits zu zahlreichen organisatorischen Veränderungen geführt. Für welche Bereiche sind Sie als Geschäftsführer von KÉSZ Építő és Szerelő Zrt. innerhalb der Unternehmensgruppe verantwortlich? Was sind Ihre Ziele und konkreten Pläne, um diese zu erreichen?

Der KÉSZ Csoport birgt ein enormes Potenzial, und das ist nicht nur eine leere Phrase, sondern tägliche Erfahrung. Bei jedem einzelnen Bauprojekt können wir fast die gesamte Branche intern abdecken, was einen enormen Vorteil darstellt. Diese Struktur unterscheidet uns vom Markt und sorgt dafür, dass wir auch nach mehr als 40 Jahren stabil zu den Größten gehören.

In den letzten anderthalb Jahren haben wir innerhalb der Unternehmensgruppe eine umfassende organisatorische Umstrukturierung durchgeführt.

Meiner Meinung nach wird die Zukunft von einer zentralisierten, hierarchischeren Funktionsweise geprägt sein, in der Entscheidungen transparent, schnell und rational getroffen werden.

Nur so können wir diese Organisation entsprechend ihrer Größe und Komplexität betreiben.

Als Geschäftsführer von KÉSZ Építő és Szerelő Zrt. bin ich – neben meiner Mitgliedschaft im Vorstand von KÉSZ Holding – für mehrere wichtige Bereiche verantwortlich.

Neben dem Flaggschiff-Geschäftsfeld Generalunternehmung bin ich auch für die Unternehmenssicherheit, das Material- und Anlagenmanagement, das Flottenmanagement zuständig und leite gemeinsam mit Tamás Vida, Mitglied der Geschäftsleitung, die Bereiche Immobilienmanagement, die Bereiche Unterkunft und Gastronomie sowie den zentralen Einkauf gemeinsam mit Tamás Vida, Mitglied der Geschäftsleitung.

All dies sind Schlüsselbereiche, die aufeinander aufbauen und insgesamt die Effizienz der Unternehmensgruppe bestimmen. Eines meiner wichtigsten Ziele ist es, eine enge, koordinierte Zusammenarbeit zwischen diesen Bereichen aufzubauen, damit Entscheidungen schnell, fundiert und transparent getroffen werden können. Dies kann auch in Zukunft eine stabile Grundlage für die weitere Entwicklung bilden.

Béla Ármos, Geschäftsführer von KÉSZ Építő és Szerelő Zrt.
Foto: KÉSZ Csoport

Wie sind Sie zu dieser Position gekommen?

Die Anfrage kam von Gründer Mihály Varga, und ich empfand es als Ehre, dass mir das Vertrauen übertragen wurde, ein Unternehmen mit einer solchen Geschichte und Stärke zu leiten.

KÉSZ Csoport ist kein einfaches Bauunternehmen, sondern eine komplexe, vielschichtige Organisation, in der jeder Teilbereich Teil eines großen, aufeinander abgestimmten Systems ist. Um echte Entscheidungen treffen zu können, muss man zunächst verstehen, wie dieser Mechanismus funktioniert.

Ich habe sowohl im öffentlichen Dienst als auch in der Privatwirtschaft gearbeitet und große Organisationen geleitet, wobei das Ziel immer dasselbe war: eine transparente, disziplinierte und effiziente Arbeitsweise zu schaffen. Im öffentlichen Sektor habe ich Regulierungsmaßnahmen, Organisation und Disziplin gelernt, also Grundlagen, die in Krisensituationen oder außergewöhnlichen Situationen besonders wichtig sind. Aus dem privaten Sektor habe ich Dynamik, schnelle Reaktionsfähigkeit und eine ergebnisorientierte Denkweise mitgebracht. Diese beiden Welten integriere ich nun bewusst in die Arbeitsweise von KÉSZ Csoport, da beide ihre eigenen Werte haben.

Es ist wichtig zu erwähnen, dass es meiner Meinung nach in der aktuellen Situation kein Nachteil, sondern vielmehr ein Vorteil ist, dass ich nicht innerhalb von KÉSZ Csoporton sozialisiert wurde. Ich komme von außen, was mir ermöglicht, die Prozesse von oben, mit klarem Blick und objektiv zu betrachten.

Ich glaube an eine zentralisierte, hierarchische Arbeitsweise und daran, dass eine gut organisierte, auf Verantwortungsbereichen basierende Struktur wirklich effizient funktionieren kann, insbesondere bei einem Konzern von der Größe und Komplexität wie KÉSZ Csoport.

Die KÉSZ Csoport ist eine der Bauunternehmensgruppen mit dem breitesten Portfolio in Ungarn. Wie sehen Sie die Position der KÉSZ Építő és Szerelő Zrt. innerhalb dieser Gruppe und auf dem Markt sowie die Qualitätsorientierung ihrer Subunternehmer?

Bei KÉSZ Csoport sind wir bestrebt, uns stets an veränderte Marktbedingungen, Schwankungen bei Bedarf und Nachfrage anzupassen. In den letzten Jahren hat die Bauindustrie äußerst volatile Zeiten durchlebt, aber wir haben bewusst ein Betriebsmodell entwickelt, das auch in schwierigen Zeiten nachhaltig ist. Diese Stabilität ist auch beim KÉSZ Építő és Szerelő Zrt. ein Grundprinzip: Flexibilität und Effizienz sind für uns nicht nur Schlagworte, sondern integraler Bestandteil unseres täglichen Geschäfts.

Unsere Stärke liegt in unserer Struktur. Wir sind Teil einer Holdinggesellschaft, die die gesamte Bauindustrie abdeckt: Mit unseren eigenen Lösungen in den Bereichen Konstruktion, Technologie, Stahl- und Stahlbetonfertigung, Maschinenbau und Logistik können wir komplex auf die Herausforderungen des Marktes reagieren.

Das ist ein großer Vorteil gegenüber anderen Akteuren, weil unser Geschäftsmodell effizienter und widerstandsfähiger ist. Wir haben Handlungsspielraum und interne Kapazitäten, auf die wir zurückgreifen können, sodass wir auch in einem schwierigen wirtschaftlichen Umfeld wettbewerbsfähig bleiben.

KÉSZ Csoport verfügt über eine bedeutende Produktionsbasis im Bauwesen, die die Herstellung von Stahlkonstruktionen, Fassadenelementen, modularen Systemen und elektrischen Anlagen umfasst.

Wie groß ist der Wettbewerbsvorteil auf nationaler und internationaler Ebene?

Wir haben die volle Kontrolle über unsere Ressourcen und können unseren Partnern daher einen außergewöhnlich schnellen und flexiblen Projektservice bieten. Der Name KÉSZ Csoport steht heute für einzigartige, auch aus technologischer Sicht besondere Lösungen. Diese Innovationsfreudigkeit und unser technisches Know-how sind es, die uns wirklich auszeichnen.

Unsere Führungsphilosophie lautet:

Wir arbeiten nicht mit Subunternehmern, sondern mit Partnern zusammen. Mit Subunternehmern, wobei die Betonung auf dem Begriff „Partner” liegt. In guten wie in schlechten Zeiten, aber immer fair und ehrlich. Wir erwarten gegenseitigen Respekt und geben ihn auch. Ich möchte betonen: Mit KÉSZ Építő lässt sich eine gute Partnerschaft aufbauen.

Da auch die Unternehmenssicherheit in meinen Zuständigkeitsbereich fällt – was auch den Schutz von Vermögenswerten umfasst – haben wir in diesem Bereich gemeinsam mit unserem Tochterunternehmen MileStone zahlreiche Innovationen umgesetzt, die unsere Leistungssicherheit weiter erhöhen und es uns ermöglichen, die Ressourcen unserer Zentral- und Ausführungsstandorte mit modernen Überwachungs- und Kontrollsystemen zu betreiben. Wir haben unsere laufenden Arbeiten in Ordnung gebracht und aus den Fehlern der Vergangenheit gelernt.

Welche Position strebt das Unternehmen dagegen in den nächsten Jahren auf dem ungarischen Markt an?

Wie bisher möchten wir auch weiterhin an den größten Wettbewerbs- und Gemeinschaftsprojekten Ungarns beteiligt sein. Wir haben alles, was dafür nötig ist: hochqualifizierte Arbeitskräfte, einen stabilen wirtschaftlichen Hintergrund und, was vielleicht am wichtigsten ist, den Willen, etwas zu bewegen.

Unser Ziel ist es, auch in den kommenden Jahren ein selbstverständlicher Akteur bei den größten und komplexesten Projekten zu bleiben, bei denen fachliche Qualität, Organisation und Zuverlässigkeit entscheidend sind.

Prozessverbesserungen und Qualitätssicherung sind für uns Mittel zur beruflichen Weiterentwicklung. Wir optimieren kontinuierlich unsere Arbeitsweise, damit alle unsere Projekte effizienter, transparenter und präziser umgesetzt werden können, denn langfristig kann man nur mit stabilen Projektumsetzungsfähigkeiten und präziser Ausführung ein glaubwürdiger Akteur auf dem Markt bleiben.

KÉSZ Csoport war schon immer Experte für komplexe Großprojekte. Unsere Stärke liegt darin, dass wir Prozesse, die mehrere Fachbereiche betreffen, unter einen Hut bringen können. Genau darin liegt unsere Stärke als Generalunternehmer: in der Steuerung, der vorausschauenden Planung und der Integration der Lieferkette.

Der Erfolg lässt sich nämlich nicht nur am Bau messen, sondern auch daran, wie strukturiert, diszipliniert und kooperativ wir mit Partnern, Subunternehmern und Lieferanten zusammenarbeiten können.

An welchen Punkten möchten Sie die Arbeit von KÉSZ Építő weiterentwickeln?

Einer der wichtigsten Eckpfeiler bei der Weiterentwicklung der Geschäftstätigkeit von KÉSZ Építő ist die Schaffung von Transparenz und Integration im Projektmanagement. Ich möchte, dass alle unsere Projekte wie ein präzise abgestimmtes System funktionieren, in dem alle Prozesse, Verantwortungsbereiche und Meilensteine klar nachvollziehbar und kontrollierbar sind. Aus diesem Grund entwickeln wir auch unsere digitalen Tracking-Systeme weiter, da diese es uns ermöglichen, den Projektfortschritt, mögliche Risiken und Interventionspunkte in Echtzeit zu sehen.

KÉSZ Építő baut nicht nur, sondern leitet und kontrolliert auch Projekte. Diese Herangehensweise unterscheidet uns auf dem Markt von anderen Anbietern.

Ein weiterer Schlüsselbereich ist die Neukonzeption der Qualitätssicherung. Dabei geht es nicht nur um die Fehlerbehebung, sondern um eine Arbeitskultur, in der Qualitäts- und Prozesskontrolle, Feedback und Fehlervermeidung Teil der täglichen Arbeit sind. Diese neue Herangehensweise möchte ich in der Organisation festigen.

Ich glaube, dass Qualität nicht durch die Endkontrolle bestimmt wird, sondern während des Prozesses, wenn die Kollegen bewusst auf Details achten und Verantwortung für ihre eigene Arbeit übernehmen.

Die Zukunft von KÉSZ Építő liegt in dieser fachlichen Kompetenz und Disziplin.

Tilia Bürogebäude (Quelle: KÉSZ Csoport / György Palkó)

An welchen großen Industrieinvestitionen kann sich die Unternehmensgruppe nach Mercedes und BMW in Zukunft beteiligen?

KÉSZ Csoport war schon immer stark im Bereich der industriellen Immobilienentwicklung und -fertigstellung, sei es bei Logistikzentren, Lagerhäusern oder Produktionsstätten. Dieses Segment ist auch heute noch einer der Grundpfeiler unserer Geschäftstätigkeit und wird auch in Zukunft eine wichtige Rolle spielen.

Dank unserer Erfahrung, unseren komplexen Lösungen und unserem systemorientierten Denken können wir auch weiterhin als stabiler und zuverlässiger Akteur bei den größten staatlichen und wettbewerbsorientierten Investitionen auftreten.

Foto: Le Primore Hotel & Spa

Die größten Projekte der letzten Zeit, wie beispielsweise das im Rahmen eines selbst entwickelten Design-&-Build-Modells erbaute Bürogebäude Tilia, die Fabrik Flextronics in Zalaegerszeg, unsere Arbeiten in den Fabriken von Mercedes in Kecskemét und BMW in Debrecen, die Aufgaben für Mahard in der Umgebung des Plattensees, die Impfstofffabrik Ceva-Phylaxia in Monor, das Hotel & Spa Le Primore in Hévíz, das Einkaufszentrum Stop Shop in Salgótarján und die Rollwege des Liszt Ferenc International Airport zeigen deutlich, wie stark unser Portfolio diversifiziert ist. Diese Vielfalt ist kein Zufall, denn wir haben stets bewusst darauf hingearbeitet, in mehreren Branchen und auf mehreren Ebenen präsent zu sein.

Gleichzeitig vergessen wir auch die kleineren, aber fachlich ebenso wichtigen Projekte nicht. Bei diesen können wir uns durch Schnelligkeit, Flexibilität und Kosteneffizienz auszeichnen, was für viele Kunden ein entscheidender Faktor ist.

Als Generalunternehmer und wichtiger Subunternehmer waren wir bei den größten staatlichen und wettbewerbsorientierten Investitionen dabei, sind es heute und werden es auch in Zukunft sein. Mit unserer Erfahrung, unseren komplexen Lösungen und unserem systemischen Denken können wir stabile, zuverlässige Akteure bleiben.

Ich bin davon überzeugt, dass bei jeder Investition die fachliche Qualität und ein wettbewerbsfähiges Angebot die Grundlage für Entscheidungen bilden müssen. Als ungarischer, ressourcenbasierter Unternehmenskonzern mit eigener Stahl-, Stahlbeton- Beläge sowie Maschinen- und Elektrogeräte herstellen, ist unsere Beteiligung als Generalunternehmer an großen Projekten im Inland nicht nur eine wirtschaftliche Frage, sondern auch die langfristige Erhaltung des über Jahrzehnte hinweg angesammelten menschlichen Wissens und der fachlichen Werte, was meiner Meinung nach im gemeinsamen nationalen Interesse liegt.

Rollbahn „G” des internationalen Flughafens Franz Liszt
Foto: Budapest Airport

Die Professionalität von KÉSZ Csoport war auf dem Markt schon immer unbestritten, aber in der heutigen Situation ist neben Fachkompetenz auch eine sehr starke Führung erforderlich. Ich vertrete dieses disziplinierte, effiziente und stabile Führungsmodell, denn nur so können wir garantieren, dass wir auch bei zukünftigen Investitionen auf höchstem Niveau arbeiten.

Bei einer Investition ist das Projektmanagement sehr wichtig. Wie wird dies derzeit in Ihrem Unternehmen umgesetzt und welche Entwicklungen sind in diesem Bereich für die Zukunft geplant?

Einer der wichtigsten Faktoren für den Erfolg einer Investition ist ein professionelles Projektmanagement. Wir betrachten dies nicht nur als organisatorische Aufgabe, sondern als einen strategischen Pfeiler der Unternehmensführung. In der letzten Zeit haben wir entsprechend bewusst eine projektorientierte Organisationsstruktur aufgebaut:

Bei allen unseren Bauprojekten wenden wir klare Zuständigkeiten, transparente Prozesse und ein einheitliches Managementsystem an. Dadurch wird sichergestellt, dass alle Beteiligten von der Planung bis zur Umsetzung auf dasselbe Ziel hinarbeiten und ihre Arbeit aufeinander abstimmen.

Die weltbekannte Kampffahrzeugfabrik in Zalaegerszeg
Foto: Tamás Dernovics/magyarepitok.hu

Wir legen besonderen Wert auf die kontinuierliche berufliche Weiterentwicklung unserer Projektleiter und unterstützen sie mit regelmäßigen Schulungen und gezielten Kompetenzentwicklungsprogrammen. Parallel dazu haben wir auf der Grundlage der erfolgreichen Pilotprojekte mit der unternehmensweiten Einführung der LEAN-Methodik begonnen. Dabei arbeiten wir mit einem international anerkannten Beratungspartner und unter der Leitung von István Fekete, Technischer Direktor und Projektleiter, mit einem engagierten internen Entwicklungsteam zusammen, um alle unsere Projekte effizienter, schneller und mit weniger Verlusten zu realisieren.

Zu unseren Entwicklungsschwerpunkten gehört auch das digitale Baumanagement, das von einem eigenständigen Team vorangetrieben wird: Sie setzen die Elemente der BIM-Methodik in die Praxis um und sorgen dafür, dass durch die tägliche Nutzung des zentralisierten CDE-Systems alle Projektinformationen in Echtzeit, transparent und einheitlich verfügbar sind.

Dabei geht es nicht nur um Effizienzsteigerung, sondern auch um einen Wandel in der Denkweise:

Projektmanagement ist bei uns heute keine administrative Funktion mehr, sondern eines der wichtigsten Instrumente für strategische Steuerung, Innovation und Qualitätssicherung.

Bislang hat KÉSZ Csoport großen Wert auf die Digitalisierung gelegt. Die bim.Group hat sich als strategischer Partner von KÉSZ Csoport internationale Anerkennung erworben. Welche konkreten Pläne haben Sie für eine umfassendere Nutzung der Digitalisierung bei KÉSZ Építő és Szerelő Zrt.?

Wir betrachten die Digitalisierung nicht als eigenständige Entwicklung, sondern als strategische Ausrichtung, die die Zukunft des Unternehmens bestimmt. Dabei spielt das digitale Baumanagement bereits heute eine entscheidende Rolle in unserem Betrieb. Die Strategie KÉSZ Csoport BIM, die 2024 mit dem K&H-Preis für Familienunternehmen in der Kategorie Innovation ausgezeichnet wurde, ist für uns weiterhin maßgeblich: Die darin formulierten strategischen Ziele werden heute bereits in der täglichen Praxis der Projekte von KÉSZ Építő umgesetzt.

In der letzten Zeit konnten wir in diesem Bereich greifbare, international anerkannte Ergebnisse erzielen. Besonders stolz sind wir darauf, dass unser Team bei der Anwendung des Systems DALUX ein herausragendes fachliches Niveau erreicht hat, das auch von unseren internationalen Partnern anerkannt wird. Darüber hinaus hat unsere Arbeit bei der Erprobung des dynamischen Laserscanners von Leica ein so hohes fachliches Niveau erreicht, dass die von uns erstellte Studie sogar in internationale Lehrmaterialien aufgenommen wurde.

Diese Ergebnisse zeigen deutlich, dass

Die Digitalisierung ist für uns kein Selbstzweck, sondern die Grundlage für ein effizienteres, sichereres und transparenteres Bauen.

In Zukunft werden wir die Integration digitaler Tools in die täglichen Bauprozesse weiter ausbauen, von der Planung über die Vorbereitung bis hin zur Umsetzung und zum Betrieb.

Unser vorrangiges Ziel ist es, in jeder Phase unserer Projekte auf datengestützte Entscheidungen zu setzen, da dies Echtzeit-Feedback und kontinuierliche Weiterentwicklung ermöglicht. Die Digitalisierung steigert somit nicht nur die Effizienz, sondern schafft auch ein neues Niveau der Qualitätskontrolle und stellt sicher, dass jedes Projekt von KÉSZ Építő auf messbare, transparente und nachhaltige Weise umgesetzt wird.

KÉSZ hat bisher zahlreiche internationale Projekte durchgeführt, da es neben den Standorten in Ungarn auch Tochtergesellschaften in vier weiteren Ländern unterhält. Wie groß schätzen Sie das Potenzial von KÉSZ Csoport für die Expansion ins Ausland ein?

Die internationale Expansion war innerhalb von KÉSZ Csoporton schon immer eine Aufgabe von strategischer Bedeutung auf Konzernebene. Unsere Unternehmen KÉSZ Rumänien und KÉSZ Ukraine sind heute echte Erfolgsgeschichten. In Rumänien haben wir beispielsweise einen äußerst starken Generalunternehmer- und Maschinenbauzweig aufgebaut, während wir in der Ukraine gleichzeitig über Kompetenzen in den Bereichen Bauausführung, Fertigung und Ingenieurwesen verfügen, in vielen Fällen in enger Zusammenarbeit mit der Muttergesellschaft in Ungarn.

Der Corallis-Wohnpark in Bukarest
Entwurf: KÉSZ Csoport

Auf jedem Markt müssen wir um unseren Platz kämpfen.

Aus diesem Grund glauben wir, dass die besten Ergebnisse vor Ort, gemeinsam mit lokalen Partnern, lokalen Fachleuten und lokalen Führungskräften erzielt werden können.

In Deutschland und den Vereinigten Staaten sind wir derzeit vor allem mit unseren im Inland hergestellten, für den Export bestimmten Produkten vertreten, mit denen wir unsere Wettbewerbsfähigkeit kontinuierlich steigern. In Serbien gehen wir einen Schritt weiter in Richtung strategischer Zusammenarbeit: Dort wollen wir unsere Position mit einem starken lokalen Partner stärken.

Der internationale Markt ist für uns kein Selbstzweck, sondern eine bewusst aufgebaute, geschäftlich fundierte Ausrichtung. Unser Ziel ist es nicht, überall präsent zu sein, sondern dort, wo wir präsent sind, mit ungarischem Know-how, lokalen Ressourcen und Partnerschaften einen echten Mehrwert zu schaffen.

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