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Ein Ort voller Informationen und Begegnungen – So war der Infotér CONTECH

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Fotos von Tamás Andrónyi/magyarepitok.hu
Die Konferenz wurde ins Leben gerufen, um der ungarischen Bauwirtschaft neuen Schwung zu verleihen.

Neben der Digitalisierung, dem BIM und der künstlichen Intelligenz war auch die gesellschaftliche Wahrnehmung der Baubranche ein zentrales Thema der zum dritten Mal stattfindenden Infotér CONTECH-Konferenz.

Bei dem mit Unterstützung von magyarepitok.hu durchgeführten Fachtreffen Péter Kincses, der Vorsitzende der Medienabteilung von ÉVOSZ Medienabteilung, wies darauf hin, dass zur Wiederherstellung des Vertrauens in die Branche eine konsequente, transparente Kommunikation sowie eine breitere Präsentation der fachlichen Leistungen erforderlich sind.

 

Fotos von Tamás Andrónyi/magyarepitok.hu

 

Im Mittelpunkt stehen Digitalisierung und Zusammenarbeit

Der im Titel erwähnte „Raum“ gibt nicht einmal die ganze Wahrheit wieder, denn tatsächlich wurden am 13. Oktober in Balatonfüred drei verschiedene Informationsräume für Fachleute und Interessierte eröffnet.

Die Gemeinschaften der Modelle Infotér, CONTECH und CEE Space & Defense Day trafen sich, um jene technologischen Entwicklungen, Entscheidungen und Kooperationsmöglichkeiten zu erörtern, die die Entwicklung der einzelnen Branchen in den kommenden Jahren prägen könnten.

Während im Programm Infotér der Schwerpunkt auf künstlicher Intelligenz, Cybersicherheit und dem Vertrauen in digitale Dienste lag, ging es bei CEE Space & Defense Day um Innovationen in den Bereichen Raumfahrt und Verteidigung,

Der Kurs CONTECH konzentrierte sich in erster Linie auf die Digitalisierung der Bauindustrie, während der Kurs BIM den Schwerpunkt auf datengesteuerte Planung und Wettbewerbsfähigkeit legte.

Das Programm der CONTECH konzentrierte sich neben technologischen Fragen auf den Fachnachwuchs, die nachhaltige Materialverwertung, die Zukunft der bebauten Umwelt sowie die Rolle der künstlichen Intelligenz bei Planung und Ausführung. Die Vorträge und Podiumsdiskussionen boten Vertretern von Bauunternehmen, der Planerszene und aus dem Bereich der technologischen Entwicklungen die Gelegenheit, ihre Erfahrungen miteinander auszutauschen.

Am Fachprogramm nahmen unter anderem Vertreter der folgenden Unternehmen teil:

  • SZABADICS Group – Attila Soldos, IT-Leiter;
  • Weinberg ’93 Építő Kft. – István Derczó, Gründer, Eigentümer und Geschäftsführer;
  • Merkbau Zrt. – Gergő Szakács, Leiter der Planungsabteilung;
  • Óbuda-Gruppe – Gábor Bazsali, Bauingenieur, operative Revit-Strategie.

 

Attila Soldos, IT-Leiter – SZABADICS Group

 

Es reicht nicht aus, gute Arbeit zu leisten – man muss sie auch sichtbar machen

Wie lässt sich das gesellschaftliche Vertrauen in die Baubranche wiederherstellen? Auf diese Frage suchte Péter Kincses, Vorsitzender des Medienfachbereichs ÉVOSZ, in seinem Vortrag eine Antwort. Seiner Meinung nach lässt sich das Ansehen des Berufsstandes nicht durch einzelne, gut gelungene Kommunikationskampagnen verbessern. Stattdessen sei eine langfristige, glaubwürdige und konsequente Arbeit aller Akteure der Branche erforderlich.

Die öffentliche Meinung über die Baubranche wird nämlich maßgeblich von negativen Nachrichten beeinflusst. Heutzutage sind Insolvenzverfahren, Skandale und Fälle mit Korruptionsverdacht, die mit der Baubranche in Verbindung gebracht werden, fester Bestandteil der öffentlichen Debatte, was die Sichtweise der Gesellschaft auf die gesamte Branche leicht prägen kann. Dabei finden die im Hintergrund stattfindende fachliche Arbeit, der technologische Fortschritt, die Innovationen und die Leistungen der an der Umsetzung von Projekten beteiligten Fachleute oft weitaus weniger Beachtung.

 

Péter Kincses, Vorsitzender der Fachgruppe Medien der ÉVOSZ

 

Wo und wie sollte man kommunizieren?

Ein Schlüssel zum Aufbau von Vertrauen besteht darin, dass die Bauindustrie die Darstellung ihrer eigenen Geschichte nicht anderen überlässt. Unternehmen und Fachverbände müssen sich aktiver an der Gestaltung der öffentlichen Debatte beteiligen und in verständlicher Weise darüber berichten, welchen Mehrwert sie schaffen.

In seinem Vortrag skizzierte er einen dreistufigen Kommunikationsansatz.

  • Nutzung eigener Medienplattformen:

Unternehmen sollten ihre eigenen Kommunikationskanäle, beispielsweise ihre Social-Media-Auftritte, gezielt aufbauen. Über diese Kanäle können sie ihre Projekte, Arbeitsabläufe, die eingesetzten Technologien und die Fachleute, die hinter den Ergebnissen stehen, direkt präsentieren.

  • Berichterstattung in den Fachmedien:

Fachmedien können eine wichtige Rolle dabei spielen, dass Investitionen, technische Lösungen und Innovationen den Interessierten detaillierter und unter Berücksichtigung der fachlichen Zusammenhänge vermittelt werden.

  • Bewusste Zusammenarbeit mit der breiten Öffentlichkeit:

Die dritte Ebene bilden die Mainstream-Medien. Auch in diesem Bereich sollte die Baubranche eine glaubwürdige Präsenz anstreben, damit die fachlichen Errungenschaften und wichtige Themen der Branche auch ein breiteres Publikum erreichen. Dazu sind leicht verständliche, überprüfbare Informationen sowie eine bewusste Zusammenarbeit mit den Medien erforderlich.

 

Wir sollten nicht nur die Sonnenseite zeigen

Die Kommunikation darf sich jedoch nicht auf die Bekanntgabe der fertiggestellten Investitionen beschränken. Nach dem Ansatz von Péter Kincses kann die regelmäßige Darstellung der wichtigsten Projektmeilensteine dazu beitragen, dass die Öffentlichkeit ein umfassenderes Bild von der Komplexität der Bauvorhaben und dem Wert der geleisteten Arbeit erhält.

Das Ziel besteht nicht darin, die Schwierigkeiten zu verschweigen, sondern darin, dass sowohl die Erfolge als auch die Probleme im richtigen Zusammenhang dargestellt werden.

Die Wahrung der Glaubwürdigkeit der Kommunikation ist eine grundlegende Voraussetzung. Der Referent betonte die Bedeutung von geprüften, fachlich fundierten und rechtlich durchdachten Inhalten. Denn regelmäßig veröffentlichte und auch später noch abrufbare Informationen können die Wahrscheinlichkeit von Missverständnissen verringern und eine verlässliche Grundlage für den Dialog über den Berufsstand schaffen.

 

 

Auch die Ansprache junger Menschen ist Teil des Vertrauensaufbaus

Die gesellschaftliche Wahrnehmung der Baubranche und die Frage des Fachkräftenachwuchses hängen eng miteinander zusammen. Wenn junge Menschen ausschließlich ein veraltetes oder negatives Bild von der Branche vorfinden, können sie die Möglichkeiten, die moderne Technologien, digitale Lösungen und vielfältige berufliche Aufgaben bieten, weniger gut erkennen.

Daher können Programme, die einen Einblick in die Praxis des Berufs geben, das Sammeln praktischer Erfahrungen sowie die Zusammenarbeit mit Hochschulen wichtige Instrumente sein. Den Jugendlichen sollte nicht nur gezeigt werden, welche Gebäude und Infrastrukturen entstehen, sondern auch, welches Wissen, welche digitalen Werkzeuge und welche Teamarbeit für deren Umsetzung erforderlich sind.

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