Eigentum
Wann wird das zum Trend? Aus einer baufälligen Schule entstehen in Újpest Mietwohnungen
Es gibt wohl kaum einen Leser unter uns, der dies nicht in seinem eigenen Leben spürt: In den letzten Jahren hat sich in Ungarn die Euro-
Es gibt wohl kaum einen Leser, der dies nicht in seinem eigenen Leben spürt: In den letzten Jahren sind die Immobilienpreise in Ungarn mit einer auch auf europäischer Ebene beispiellosen Geschwindigkeit gestiegen, und mit ihnen auch die Wohnkosten. Unter den möglichen Lösungen ist in den letzten Monaten der Bau von Mietwohnungen in den Fokus gerückt: Die neue Regierung plant ein umfassendes, sozial- und marktorientiertes Mietwohnungsprogramm zur Linderung der Wohnungskrise unter Einbeziehung von EU-Mitteln. Diese Strategie zeichnet sich auch seitens der Hauptstadt ab, was durch das Projekt Demo Hub in Újpest untermauert wird:
Durch den Umbau des ungenutzten Schulgebäudes in der Baross-Straße 39–43 im IV. Bezirk entstehen 26 Mietwohnungen.
Ein Modellprojekt im Wohnungsbau wird umgesetzt
Wie wir bereits in unserem früheren Artikel bereits berichtet haben, steht das Gebäude der ehemaligen Fachmittelschule für Lederverarbeitung bereits seit 2007 leer, und sein Zustand hat sich erheblich verschlechtert. Das Projekt wird von FORT-BAU Zrt. mit einem Budget von rund 1,3 Milliarden Forint nach den Plänen des Architekturbüros Nartarchitects umgesetzt. Neben Einzimmerwohnungen werden hier auch Zweizimmerwohnungen entstehen, und es sollen zwei Wohnungen mit einer Fläche von jeweils mehr als 100 Quadratmetern für kinderreiche Familien eingerichtet werden.
Bei der Besichtigung des Bauvorhabens am Montag stellte sich heraus, dass das Projekt Demo Hub Teil des mit EU-Mitteln geförderten Modellprojekts im Wohnungsbau namens AHA Budapest (Affordable Housing for All) ist. Sein erklärtes Ziel ist es, bezahlbaren und energieeffizienten sozialen Mietwohnraum für Menschen bereitzustellen, die mit Wohnarmut zu kämpfen haben.
Früheren Presseberichten zufolge könnte das Projekt im Erfolgsfall als Vorbild für die Nutzung zahlreicher ungenutzter Schulen dienen, die sich im Besitz der Hauptstadt befinden.
Die Vermietung erfolgt nach Bedürftigkeitsprüfung
Judit Nagy, Leiterin der Abteilung für öffentliches Beschaffungswesen und Projektmanagement im Büro des Oberbürgermeisters, erklärte: Das Investitionsvorhaben wird mit 6,2 Millionen Euro finanziert, wobei 80 Prozent davon aus EU-Fördermitteln stammen und der Rest von der Stadtverwaltung als Eigenanteil beigesteuert wird.
Die 26 im Gebäude Demo Hub errichteten Wohnungen können auf der Grundlage der sozialen Bedürftigkeit gemietet werden. Das Bauprojekt wird in diesem Jahr abgeschlossen, die Bewohner können Anfang nächsten Jahres einziehen.
Nirgendwo in der EU war das Wachstum so stark
An der Veranstaltung nahm auch Oberbürgermeister Gergely Karácsony teil. Er wies darauf hin, dass in Budapest eine sehr schwere Wohnungskrise herrsche. „Was die Immobilienpreise angeht, gab es in der gesamten Europäischen Union in der letzten Zeit noch keinen so starken Anstieg wie in Budapest”, erklärte er. „Dieses Projekt wird diese Krisensituationen zwar nicht lösen, aber es ist ein möglicher Test dafür, wie man diesen Herausforderungen begegnen und gemeinsam mit den verschiedenen Fachverbänden eine sinnvolle Strategie entwickeln kann”, betonte der Bürgermeister.
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