Was wird gebaut?

Eine preisgekrönte Stahlbrücke überspannt die M7: Das neue Wahrzeichen von Velence wurde ohne Pfeiler errichtet

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MKIF; magyarepitok.hu

2026.

Am 6. Mai 2026 wurde an der Raststätte Venedig die neue Brücke über die M7 für Fußgänger und Radfahrer eröffnet. Der Bauträger MKIF Magyar Koncessziós Infrastruktúra Fejlesztő Zrt. Pályán vagyunk! verriet er in seinem Podcast auch Details, die die breite Öffentlichkeit bisher noch nicht gehört hatte. Als Gast in der Rubrik „InnoWay” sprach Norbert Mányoki, Bauleiter, zunächst über die Hintergründe des Baus der neuen Brücke.

Der technische Zustand der 1967 erbauten Fußgängerbrücke aus Stahlbeton hat sich im Laufe der letzten Jahrzehnte zunehmend verschlechtert. Obwohl das Bauwerk zuvor bereits mehrfach saniert und verstärkt worden war, war es aufgrund statischer Probleme und des geplanten Ausbaus der M7 nicht mehr wirtschaftlich zu erhalten. Die Nutzung der Brücke musste eingeschränkt werden: Es durften sich höchstens zehn Personen gleichzeitig darauf aufhalten; außerdem hätte der Querschnitt der im Zuge des Autobahnausbaus vorgesehenen 2×3+ITS-Fahrspuren nicht unter die ursprüngliche Konstruktion gepasst.

Das Projekt stellte somit nicht nur eine einfache Sanierung dar, sondern bedeutete einen vollständigen Paradigmenwechsel.

 

 

80 Meter Spannweite ohne Zwischenstützen

Einer der größten technischen Vorzüge der neuen Brücke besteht darin, dass sie ihre Spannweite von 80 Metern ohne einen einzigen Zwischenpfeiler überbrückt, wodurch die Verkehrssicherheit erhöht und die Möglichkeit späterer Autobahnausbauten gewährleistet wird.

Die bogenförmige Hauptträgerkonstruktion aus Stahl mit versenkter Fahrbahn ist nun fast eineinhalb Mal so breit wie zuvor und verfügt zudem über eine Zufahrt mit Rampen, die den modernen Radfahrernormen entsprechen und sich durch eine geringere Neigung sowie Barrierefreiheit auszeichnen. Die Planer haben das Konzept in nur vier Monaten ausgearbeitet, wobei sie auf digitale BIM-basierte Modellierung zurückgriffen, und auch internationale Fachauszeichnungen erhalten hat.

 

 

Nicht nur eine Brücke, sondern ein komplexes Ingenieurprojekt

Die Bauarbeiten begannen Ende 2024; die Stahlkonstruktion wurde in Polen gefertigt, anschließend in Ungarn lackiert und dort zu den einzelnen Elementen zusammengebaut. Vor Ort wurden nach der Pfahlgründung, dem Bau der Brückenpfeiler und der Errichtung der Straßenanschlüsse im Herbst 2025 die Brückenelemente eingehoben. Der Inbetriebnahme statische und dynamische Belastungsversuche mit 32 Personenkraftwagen vorausgegangen, bei denen Experten der Technischen Universität Budapest das Verhalten der Konstruktion überprüften.

Die Untersuchungen haben bestätigt, dass die Brücke die geplanten Anforderungen erfüllt, sodass sie im Mai 2026 für Fußgänger und Radfahrer freigegeben werden konnte.

 

 

Innerhalb von zwei Nächten wurde das Vorgängermodell abgebaut

Unmittelbar nach der Übergabe der neuen Brücke begann der Abriss des mehr als fünfzig Jahre alten Stahlbetonbauwerks. Die Arbeiten konnten ausschließlich nachts und an Wochenenden durchgeführt werden, unter Berücksichtigung des Verkehrsaufkommens auf der M7, der Feiertage und der bevorstehenden Sommertourismussaison. Eine Sprengung kam aufgrund der umliegenden Wohngebiete, des Velencei-Sees und der fertiggestellten neuen Brücke nicht in Frage, daher wurde die Konstruktion in Einzelteile zersägt und mit Schwerlastkränen abgetragen. Ein Teil der beim Abbruch gewonnenen Stahlteile wird wiederverwertet, während die Betonkonstruktion nach der Aufbereitung als Rohstoff für den Straßenbau verwendet wird.

 

Eine spektakuläre Etappe bei der Modernisierung der M7

Die Fußgänger- und Fahrradbrücke in Venedig ist ein gutes Beispiel dafür, dass ein modernes Bauwerk gleichzeitig der Verkehrssicherheit, der Nachhaltigkeit und der Förderung des Tourismus dienen kann.

Die Überquerung, die zu einem wichtigen Bestandteil des Radwegs Budapest–Balaton (BUBA) geworden ist, verbessert langfristig die Erreichbarkeit der Region um den Velencei-See und ist zugleich ein Symbol für die kontinuierliche Modernisierung der Autobahn M7.

 

 

Als Ergebnis der in den letzten drei Jahren (2023, 2024 und 2025) durchgeführten Sanierungsarbeiten stieg der Anteil der Fahrbahndecken auf der Autobahn, die jünger als fünf Jahre sind, von 2 Prozent auf 80 Prozent, was das Ausmaß der Erneuerung des ungarischen Schnellstraßennetzes deutlich verdeutlicht.

 

Die gesamte Podcast-Folge ist hier verfügbar

YouTube: https://youtu.be/jRp-W4Qn6os?si=y5AN288RgbH2U0QU

Spotify: https://open.spotify.com/episode/3UrylaolbteGTorCQ0C8Tq?si=sKDfG7aDRma7b4SxAe23Tg

 

Quelle: Link

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