Begrenzte Strecke
In dieser Werkstatt werden die neuen, über hundert Meter langen IC-Triebzüge des Typs GYSEV gewartet.
Die Erweiterung des ungarischen Personenverkehrs-Fuhrparks könnte in naher Zukunft zu erheblichen Fortschritten im Schienenverkehr führen:
- Gemäß der Ankündigung vom Jahr 2024 wird die GYSEV ab 2027 um eine aus 11 Zügen bestehende Flotte von IC-Triebzügen des Typs FLIRT erweitert;
- Gleichzeitig bietet sich unserem Land dank der mit der EU geschlossenen Finanzierungsvereinbarung die Möglichkeit, mindestens 35 neue IC-Triebzüge anzuschaffen.
Nun ist das erstgenannte Projekt einen Schritt weitergekommen: Die GYSEV hat nämlich bekannt gegeben, wer die Wartungswerkstatt für Triebzüge in Szombathely entwerfen darf, die die technischen Voraussetzungen für die besagte Flottenmodernisierung schafft. Laut öffentlich zugänglichen Daten erstellt ArchiNEST Építész és Mérnökiroda Kft. die Pläne bei einem Vertragswert von netto 300 Millionen Forint.
Sie werden für mehr als hundert Meter lange Triebzüge hergestellt
Wie wir bereits in unserem früheren Artikel bereits erwähnt, muss eine wärmegedämmte Werkstatthalle mit einer Netto-Grundfläche von rund 5.300 m² vorbereitet werden, zu der auch ein Büro gehören wird.
Gleichzeitig umfasst das Projekt auch umfangreiche Bauarbeiten an der Eisenbahninfrastruktur:
Es werden mindestens 3.500 Laufmeter Gleis mit Oberleitung gebaut – unter anderem mit einer dreigleisigen Wartungs- und Reparaturhalle sowie einer eingleisigen Waschhalle. Die Halle muss für die gleichzeitige Abfertigung von mindestens drei jeweils 106 Meter langen elektrischen Triebzügen ausgelegt sein.
Der Gewinner muss auch die Anbindung des neuen Zentrums an das öffentliche Straßennetz, das interne Straßennetz, die Bodenbeläge und die Parkplätze planen.
Die ersten Züge der neuen Flotte könnten bereits Ende nächsten Jahres in Betrieb genommen werden
Was die Triebzüge des Projekts GYSEV betrifft, so erfolgt die Fertigung der Wagenkästen im Werk Stadler in Szolnok. Die ersten Züge werden voraussichtlich im letzten Quartal 2027 eintreffen, und die IC-Triebzugflotte wird im ersten Quartal 2028 vollständig sein.
Die Züge werden ab Ende 2027 schrittweise auf den Strecken Sopron–Budapest und Szombathely–Budapest in Betrieb genommen. Die energieeffizienten Züge, die nach den neuesten internationalen Standards gebaut werden, erreichen eine Geschwindigkeit von 160 km/h.
Im Rahmen des anderen in unserem Artikel erwähnten Flottenerneuerungsprojekts kann Ungarn mit EU-Fördermitteln mindestens 35 Fahrzeuge anschaffen, die den jüngsten Presseberichten zufolge als Doppelstockzüge ausgeführt werden sollen. Sie werden voraussichtlich auf den Strecken Budapest–Debrecen–Nyíregyháza–Miskolc, Budapest–Szeged und Budapest–Pécs zum Einsatz kommen. Gemäß dem vorgestellten Zeitplan könnte das öffentliche Vergabeverfahren noch im Jahr 2026 beginnen, und die ersten Züge könnten bereits 2029 auf den ungarischen Strecken zum Einsatz kommen.
Die Bedeutung dieser Projekte für den ungarischen Schienenverkehr wird deutlich daran, dass in Ungarn zuletzt vor 31 Jahren neue Triebzüge des Typs InterCity angeschafft wurden.
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