Was wird gebaut?

Die ersten Turmkerne für den Bau des Kraftwerks treffen ein

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Eine Reihe von Arbeitsabläufen ist im Gange, um sicherzustellen, dass im Projekt Paks II bald der erste Beton gegossen wird: Die Baustelle wird vorbereitet, die Betonmischanlage wird getestet, die einzubauenden Elemente und die ersten Hubmaschinen treffen ein.

Sie führen die unzähligen Hebearbeiten im Kraftwerksbau aus. Die Hebezeuge werden entsprechend den Bauphasen auf der Grundlage der jeweiligen Organisationspläne auf die Baustelle geliefert. Die Hebearbeiten für die Bodenplatte von Block 5 sind die ersten, für die Turmdrehkrane benötigt werden. Zwei dieser Kräne sind bereits auf der Baustelle in Paks eingetroffen. Die Konstruktionen mit einer Tragfähigkeit von je 40 Tonnen wurden als Einzelelemente nach Paks geliefert und werden vor Ort installiert und montiert.

Der Bau erfordert den koordinierten Einsatz mehrerer Kräne und anderer Transportmittel. Ein besonderer und spektakulärer Hebevorgang wird der Transport und das Einsetzen des Reaktorbehälters in den vorbereiteten Aufnahmebereich sein. Für den Bau des Sicherheitsbehälters und das Anheben der Hauptelemente des Wasserkreislaufs wird eine Liebherr-Hubmaschine LR 11350 mit einer beträchtlichen Hubkapazität eingesetzt. Hebezeuge spielten auch beim Bau der vier Blöcke des heute in Betrieb befindlichen Kernkraftwerks eine wichtige Rolle, als der seinerzeit leistungsstärkste Turmdrehkran, ein Potain mit einer Hakenhöhe von 85 Metern und einer Tragfähigkeit von 20 Tonnen, im Lande eintraf.

Bauunternehmen, die ein Kraftwerk bauen, verwenden immer die für den Kraftwerkstyp entwickelte Hebetechnik. Die für den Bau der Paks II zu verwendenden Hebezeuge sind dieselben, die auch bei anderen Projekten von Roszatom eingesetzt werden. Krane dieser Größe werden nur bei wenigen Projekten benötigt, so dass es nur wenige davon auf der Welt gibt. Wie in allen anderen Bereichen der Technik gibt es auch hier eine kontinuierliche Entwicklung. Im vergangenen Herbst wurde bekannt gegeben, dass nach vielen Jahren der Konstruktion und der Herstellung von Stahlkomponenten die Endmontage des weltweit größten Landkrans mit einer Hubkapazität bei Westdorpe in den Niederlanden begonnen hat. Es überrascht nicht, dass der riesige Kran vor allem bei Energieprojekten eingesetzt werden soll. Der Kran hat eine maximale Tragfähigkeit von 6.000 Tonnen. Eine Besonderheit ist, dass er Lasten von bis zu 3.000 Tonnen auf eine Höhe von 220 Metern heben kann, während seine maximale Ausladung 144 Meter beträgt.

Spezielle Hebevorrichtungen werden nicht nur während der Bauarbeiten im Kernkraftwerk Paks II benötigt: Hebevorrichtungen werden für den Transport von Behältern mit frischen und abgebrannten Brennelementen, Komponenten, Teilen, Werkzeugen und manchmal auch Wartungspersonal für die Anlagen des Kraftwerks eingesetzt. Die speziellste aller eingesetzten Hebemaschinen ist der Polarkran, der für den Materialtransport innerhalb der Behälter zuständig ist. Der 400-Tonnen-Kran verfügt über vier Hebezeuge, einen 360-Tonnen-, einen 60-Tonnen- und zwei 5-Tonnen-Kräne, und das Interessanteste an seiner Konstruktion ist, dass er sich auf einer Kreisbahn mit einem Durchmesser von 41,5 Metern bewegt. Zum Vergleich: Der 250-Tonnen-Kran in der Reaktorhalle des Kernkraftwerks Paks hat eine Spurweite von 36 Metern und ein Eigengewicht von 280 Tonnen.

Unter den Hebezeugen, die außerhalb der Nuklearinsel zum Einsatz kommen, ist der Kran für die Turbinenhalle ein Zweiträger-Brückenkran mit drei Hubwerken und einer Tragfähigkeit von 350 Tonnen, 40 Tonnen und 6,3 Tonnen. Das Besondere an diesem Kran ist die Spannweite, d. h. der Abstand zwischen den beiden Kranbahnen, der 56 Meter beträgt. In Ungarn ist kein anderer Brückenkran mit einer so hohen Tragfähigkeit und einer so großen Spannweite in Betrieb.

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