Was wird gebaut?
Strategisches Tor bei Sopron – Das Dach des Logistikzentrums an der M85 wurde fertiggestellt
Eines der bedeutendsten Wirtschaftsprojekte in Sopron hat einen Meilenstein erreicht. Am 1. April fand am rund 23.000 Quadratmeter großen Logistikzentrum, das entlang der Schnellstraße M85 entsteht, eine Richtfestfeier statt. Das MERKBAU Építőipari és Kereskedelmi Zrt. ist nicht nur aufgrund seiner Größe herausragend, sondern auch von großer strategischer Bedeutung: Es schließt eine seit langem bestehende Lücke in der Logistikinfrastruktur Westungarns.
Investor des Projekts ist der Immobilienfonds Central European, der die Immobilienentwicklungssparte der Waberer’s-Gruppe, Waberer’s Propertyt, mit dem umfassenden Projektmanagement der Entwicklung beauftragt hat.
Eine sowohl hinsichtlich des Umfangs als auch in technischer Hinsicht bedeutende Investition
Die Redner der Feier hoben die Bedeutung des fast 23.000 Quadratmeter großen Logistikzentrums hervor, das am Stadtrand von Sopron entsteht und dessen Richtfest nicht nur einen Meilenstein im Bauablauf, sondern auch eine wichtige Etappe in einem wirtschaftlichen Prozess darstellt.
György Szucsány, Leiter der Immobilienentwicklung bei der Waberer’s-Gruppe, betonte in seiner Rede, dass das Richtfest eine jahrhundertealte Tradition sei und das älteste Fest darstelle, bei dem Bauunternehmer und Bauherr gemeinsam feiern. Er hob die Zukunft des Logistiksektors hervor, die seiner Meinung nach „in Multimodalität, Digitalisierung und nachhaltigen Dienstleistungen liegt”, sowie die Tatsache, dass die Investition zur wirtschaftlichen Entwicklung der Region beitragen kann.
András Riegler, Geschäftsführer von GYSEV CARGO Zrt., erklärte, dass die Investition eine Antwort auf einen konkreten Marktbedarf darstelle, da die bisherigen Kapazitäten nicht mehr ausreichten. Das 23.000 Quadratmeter große Lager sichert langfristig, für mindestens 15 Jahre, die Voraussetzungen für den Betrieb. Er betonte auch die Bedeutung der Zusammenarbeit und hob die Unterstützung durch Investoren, Bauunternehmer und die Stadt hervor. Am Ende seiner Rede wies er darauf hin: „Die Logistik ist ein Bereich in Ungarn, auf den man absolut bauen kann.”
Dr. Ciprián Farkas, Bürgermeister von Sopron, stellte das Investitionsvorhaben in einen größeren Zusammenhang und betonte, dass „wir nicht nur die Fertigstellung eines Gebäudes erleben, sondern an der Schwelle zu einer neuen Ära stehen”. Er hob die Rolle der Schnellstraße M85 hervor, die die Grundlage für ähnliche Entwicklungen geschaffen habe, und bezeichnete das Logistikzentrum als „strategisches Tor zur Welt des internationalen Warenverkehrs”. Er wertete die Präsenz von GYSEV als Garant für Stabilität und wies darauf hin, dass Logistik kein abstraktes Konzept sei, sondern „Arbeitsplätze, Lebensunterhalt, Entwicklung und Sicherheit” bedeute.”
Attila Mészáros, stellvertretender Geschäftsführer von MERKBAU Zrt., beleuchtete das Projekt aus Sicht der Bauausführung. Er erinnerte daran, dass sie den Auftrag nach einem harten Wettbewerb erhalten hätten und seitdem an einem komplexen, großvolumigen Bauvorhaben arbeiteten. Wie er sagte: „Was hinter uns liegt, ist die gemeinsame Leistung einer Vielzahl von Menschen”, an der Planer, Ingenieure, Bauunternehmer und Arbeiter gleichermaßen beteiligt sind. Obwohl sie während der Bauarbeiten mit zahlreichen Herausforderungen konfrontiert waren, finden sie immer eine Lösung. Er fügte hinzu, dass das Gebäude nicht nur hinsichtlich seiner Größe, sondern auch aufgrund seiner modernen technischen Ausstattung bedeutend sei, und bekräftigte, dass der geplante Termin für die Übergabe eingehalten werden könne.
Zum Abschluss der Feier wurde traditionsgemäß das Gedicht „strong“ von Gergő Bőti vorgetragen, das der Projektleiter von MERKBAU Zrt. vorlas.
„Wir sind gekommen, um zu feiern, siehe, das Haus ragt empor,
Es hat eine Tür, es hat ein Fenster, es bildet ein schönes, großes Gebäude.
Der Maurer hat gemauert, der Zimmermann hat eingebaut,
Ob es von Dauer ist, möge Gott entscheiden.
Das Dach schützt vor Regen, die Wand vor Wind,
möge nur der liebe Gott uns eine dauerhafte Zuflucht gewähren.”
Eine Schlüsselrolle bei der Stärkung der Beziehungen zwischen West und Ost
Die Bedeutung des Projekts in Sopron liegt vor allem in seiner Lage begründet. Das Schnellstraßennetz M85–M86 bietet zwar bereits eine angemessene Verkehrsinfrastruktur, doch fehlte in der Region bislang ein modernes Logistikzentrum. Dieses Projekt füllt diese Lücke und trägt dazu bei, dass Sopron zu einem der wichtigsten Knotenpunkte im Ost-West-Güterverkehr wird.
Die Anlage ist eines der größten – wenn nicht sogar das größte – Investitionsvorhaben der Region, das langfristig die wirtschaftliche Aktivität im Grenzgebiet sowie das internationale Logistiknetzwerk stärken kann.
Auf die Bedürfnisse der Mieter zugeschnittene Entwicklung
Der künftige Mieter der Halle ist GYSEV CARGO Zrt.,, dessen logistische Anforderungen bereits in der Planungsphase eine entscheidende Rolle spielten. Seitens des Bauherrn standen vollständige Daten zur Verfügung, sodass während der Ausführung nur bei einigen wenigen Kernpunkten Abstimmungen erforderlich waren. Der schnelle und effiziente Ablauf der Prozesse trug wesentlich zum Fortschritt des Projekts bei.
Die Fertigstellung des Projekts ist für den 28. Juli 2026 vorgesehen, doch der Mieter kann die Räumlichkeiten bereits am 1. Juli beziehen, um mit der Installation der Regalsysteme und dem Umzug zu beginnen.
Der Komplex befindet sich im Rohbauzustand
Der Baufortschritt liegt derzeit bei etwa 43 Prozent. Der Rohbau des Gebäudes ist abgeschlossen, während parallel dazu die Fassade und die Dachkonstruktion fertiggestellt werden. Der Einbau der Fassadenfenster und -türen ist im Gange, die rauchabführenden Oberlichter wurden bereits montiert.
Auch die Innenausbauarbeiten sind bereits weit fortgeschritten:
- Die Installation der Sprinkleranlage und der Brandmeldeanlage schreitet gut voran,
- Die Montage der Kabelkanäle und Beleuchtungsträger in der Halle hat begonnen,
- Außerdem wird in Kürze auch mit den Facharbeiten am Büro- und Empfangsgebäude begonnen.
Auf den Außenflächen wird unterdessen der endgültige Zaun errichtet, die Arbeiten an den Versorgungsleitungen laufen, und mit dem Bau der Tragschichten für die Straßen wurde begonnen.
Komplexe technische Lösungen aufgrund der Bodenverhältnisse
Eine große technische Herausforderung bei den Bauarbeiten stellte der vor Ort vorhandene, wasserquellende Lehmboden dar. Um diesem gerecht zu werden, wurde eine verstärkte Bodenstabilisierungsschicht mit höherem Bindemittelgehalt angelegt und es wurden vertiefte Fundamentkörper verwendet.
Darüber hinaus wird ein Entwässerungssystem zur Ableitung des Grundwassers errichtet, um die langfristige Stabilität und Betriebssicherheit des Gebäudes zu gewährleisten.
BREEAM-Zertifizierung und Solarmodule
Das Projekt legt besonderen Wert auf Umweltbewusstsein. Das Gebäude muss die strengen Anforderungen der BREEAM „Very Good”-Zertifizierung erfüllen, die bereits in der Planungsphase die gewählten Lösungen vorgeben.
Auf dem Dach der Halle wird eine Photovoltaikanlage mit einer Leistung von 250 kWp installiert, die wesentlich zu einem energieeffizienten Betrieb beiträgt. Darüber hinaus entsprechen auch die verwendeten Konstruktionen und Materialien den Nachhaltigkeitsstandards.
Darüber hinaus muss das Gebäude die Anforderungen der Zertifizierung Access4You Silver erfüllen, die für ein hohes Maß an Barrierefreiheit steht und damit die Voraussetzungen für ein inklusives und effizientes Arbeiten schafft.
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