Was wird gebaut?
Der Frauenbereich des Széchenyi-Thermalbads kann unter Wahrung der denkmalpflegerischen Werte renoviert werden
Die Ausschreibung für die erste Bauphase der umfassenden Sanierung des Széchenyi-Thermalbads und Schwimmbads wurde veröffentlicht. Wir hatten bereits bereits darüber berichtet, dass die Sanierung eines der größten Badekomplexe Europas planmäßig im Herbst beginnen soll. Als weiteren Meilenstein des Projekts hat Budapest Gyógyfürdői és Hévizei Zrt. die öffentliche Ausschreibung zur Auswahl des Bauunternehmers für die erste Bauphase der Sanierung veröffentlicht.
Die nun angekündigte Sanierung betrifft insgesamt 1422 Quadratmeter Fläche, genauer gesagt:
- Keller: 562 Quadratmeter,
- Erdgeschoss: 455 Quadratmeter,
- Dachgeschoss: 405 Quadratmeter.
Die Sanierungsarbeiten werden voraussichtlich 12 Monate dauern.
Die Thermalbeckenbereiche für Frauen werden als erste renoviert
Die erste Bauphase umfasst die Sanierung der Thermalbäder für Frauen im über 110 Jahre alten Széchenyi-Heilbad und Schwimmbad, das sich im 14. Bezirk von Budapest, Állatkerti körút 9–11, befindet.
Im Rahmen der Investition wird der Bodenbelag der Schwimmbeckenbereiche teilweise entfernt, die gebäudetechnischen und elektrischen Anlagen modernisiert sowie die erforderlichen Tragkonstruktionen verstärkt. Darüber hinaus werden auch die architektonischen Elemente von denkmalpflegerischem Wert restauriert, darunter die Oberflächen aus Holz, Metall, Stein und Kunststein sowie die Stuckverzierungen.
Komplette technische Modernisierung der Schwimmbecken
Einer der wichtigsten technischen Aspekte des Projekts wird die Modernisierung der Wasseraufbereitungstechnik sein. Im Rahmen der Sanierung werden die Auskleidungen und die Isolierung der Becken sowie die Entwässerungssysteme und die eingebauten Armaturen entfernt. An ihre Stelle treten moderne Rohrleitungen, Entwässerungselemente und Beckenausrüstungen, die den geltenden Normen entsprechen.
Ebenfalls erneuert werden die Elektro- und Gebäudeleitsysteme des Gebäudes, wobei in jedem Raum eine der jeweiligen Funktion entsprechende Auslegung und Sicherheitsstufe gewährleistet wird.
Im Rahmen der Arbeiten werden die Einbaumöbel, Sanitäranlagen, Heizkörper, die Ausstattung der Saunen sowie ein Großteil der Innen- und Außentüren und -fenster ausgetauscht. Eine Ausnahme bilden lediglich jene ursprünglichen Türen und Fenster, deren Erhalt laut Gutachten des Restaurators als gerechtfertigt erachtet wird.
Sie arbeiten in einem denkmalgeschützten Umfeld bei laufendem Betrieb
Eine der größten Herausforderungen bei der Umsetzung besteht darin, dass das Gebäude des Széchenyi-Thermalbads unter nationalem Denkmalschutz steht und zudem als Weltkulturerbe sowie archäologisches Schutzgebiet ausgewiesen ist. Bei den Arbeiten muss daher der Erhaltung und Wiederherstellung der historischen Werte besondere Aufmerksamkeit gewidmet werden.
Zu den Aufgaben des Bauunternehmers gehört es auch, den Austausch, die Reparatur und die vorübergehende Ersetzung der gebäudetechnischen Leitungen so durchzuführen, dass der Betrieb des Bades auch während der Sanierungsarbeiten gewährleistet bleibt.
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