Was wird gebaut?

Dank der Investition von Nachkommen des Adels wurde eines der Juwelen Transsilvaniens wieder zum Leben erweckt

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Fotos: Facebook-Seite des Schlosses Teleki
Das Schloss in Gernyeszeg diente jahrhundertelang als eine der bedeutendsten Residenzen der Familie Teleki in Siebenbürgen und konnte nun nach elfjähriger Vorbereitungszeit von den Erben erfolgreich renoviert werden.

Die reiche mittelalterliche Geschichte Siebenbürgens spiegelt sich fast vollständig im Schloss Teleki im Kreis Mureș und in der früher an dieser Stelle gelegenen Wasserburg von Gernyeszeg wider, die 17 Kilometer von Târgu Mureș entfernt liegt. In der Aue des Flusses Mureș stand bereits seit Mitte des 15. Jahrhunderts eine gotische Burg, die im 17. Jahrhundert von den Telekis zunächst umgebaut und später abgerissen wurde, um an ihrer Stelle ein Barockgebäude zu errichten, das als eines der schönsten Schlösser Transsilvaniens bekannt wurde. Unter anderem wurde hier Graf István Bethlen geboren, der mütterlicherseits aus der Familie Teleki stammte und von 1921 bis 1931 Ministerpräsident von Ungarn war. Bis zum Zweiten Weltkrieg diente das Schloss als eine der wichtigsten Residenzen der Familie in Siebenbürgen, danach wurde es verstaatlicht.

Das Schloss, das auch als „Juwel der Maros“ bezeichnet wird, hat nun einen weiteren Meilenstein erreicht: Am Samstag, dem 1. August, wird es nach seiner vollständigen Renovierung offiziell seine Pforten öffnen.

Die Planung und die Sicherung der Finanzierung waren eine jahrzehntelange Arbeit

Das Investitionsvorhaben wurde von den noch lebenden Mitgliedern der transsilvanischen Adelsfamilie durchgeführt: Im Vorfeld wurde ihnen das Anwesen im Jahr 2011 zurückgegeben. Der Eigentümer Kálmán Teleki erklärte zuvor in einem Interview mit maszol.ro Interview erklärt: Die Planung und die Sicherung der Finanzierung waren für sie eine jahrzehntelange Arbeit. Schließlich gelang es ihnen 2022, EU-Fördermittel für das Projekt zu erhalten. Eine der imposantesten und am besten erhaltenen Adelsresidenzen Transsilvaniens wurde im Rahmen des Programms „Hívogató Románia“ für 4,6 Millionen Euro renoviert.

Bei der Sanierung wurden traditionelle Techniken eingesetzt

Im Rahmen der dreijährigen umfassenden Sanierung wurde zunächst das Dach des Schlosses erneuert, anschließend folgten die Außen- und Innenrenovierungsarbeiten. Das denkmalgeschützte Gebäude erhielt eine neue Heizungsanlage sowie neue Strom-, Wasser- und Abwassernetze; außerdem wurden barrierefreie Sanitäranlagen und eine moderne Küche eingerichtet. Dabei wurde das Prinzip des minimalen Eingriffs befolgt, und bei der Sanierung der baulichen Elemente kamen traditionelle Techniken zum Einsatz.

Den im Internet verfügbaren Informationen zufolge wurde das Schloss nach den Entwürfen des in Cluj-Napoca ansässigen Architekturbüros TEKTUM Arhitectura wieder aufgebaut. Als Generalunternehmer fungierte das auf die Restaurierung historischer Gebäude spezialisierte Unternehmen Kvadrum Axis Kft., zu dessen Referenzprojekten auch die ehemals auf dem Hauptplatz von Cluj-Napoca stehenden historischen Gebäude gehören, darunter das Bánffy-Haus. Die Wandmalereien im repräsentativen Festsaal des Schlosses wurden von den Restauratoren Zenta Molnár und Lajos Szász restauriert.

Im Zuge der Restaurierungsarbeiten wurden auch barocke Wandmalereien entdeckt, von denen selbst die Eigentümer nichts wussten. Auch diese können künftig im Rahmen der geführten Schlossführungen besichtigt werden. Bei der Eröffnung am kommenden Samstag erwartet die Besucher ein ganztägiges Kultur- und Gemeinschaftsprogramm, und auch das Café wird seine Türen öffnen.

Quelle: Link

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