Was wird gebaut?

An der Donau wird ein Sumpfschwelle gebaut, um die Kühlwasserversorgung des Kernkraftwerks Paks sicherzustellen

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Foto: Facebook-Seite von MVM Paksi Atomerőmű Zrt., Gábor Sitkei
Insgesamt werden bis zu 145.000 Kubikmeter Gestein für den Bau einer Grundschwelle an der Donau zwischen dem Kernkraftwerk Paks und Dunaszentbenedek verwendet. Im Rahmen dieses äußerst zügig voranschreitenden Wasserbauvorhabens wird zunächst eine Steinschicht auf das Flussbett aufgebracht, anschließend wird das Bauwerk zur Anhebung des Wasserspiegels Schicht für Schicht aus tonnenschweren Steinen errichtet. Die Bauarbeiten werden rund um die Uhr stattfinden.

Der Bau einer Donau-Grundschwelle im Bereich des Kernkraftwerks Paks wird unverzüglich in Angriff genommen – gab Péter Magyar nach der außerordentlichen Regierungssitzung bekannt. Der Ministerpräsident erklärte, das Ziel des Vorhabens sei es, auch bei anhaltend niedrigem Wasserstand die für den Betrieb des Kraftwerks erforderliche Kühlwassermenge sicherzustellen. Die Entscheidung der Regierung fiel nach der Besichtigung vor Ort am Donnerstag auf der Grundlage des einstimmigen Vorschlags von Fachleuten aus den Bereichen Wasserwirtschaft, Energie und Verteidigung.
Das Bauwerk wird zwischen den beiden Ufern der Donau, im Bereich des Kernkraftwerks Paks und von Dunaszentbenedek, errichtet. Für den Bau werden in der ersten Bauphase etwa 35.000 Kubikmeter und später insgesamt bis zu 110.000 Kubikmeter Gestein verwendet. Die fertiggestellte Sumpfschwelle kann den Wasserstand des Flusses den Plänen zufolge um bis zu einen Meter anheben, ohne dabei den Abfluss bei späteren Hochwassern zu behindern.

 

Foto: MVM Paksi Atomerőmű Zrt. / fb / Gábor Sitkei

 

Péter Magyar berichtete über die Beschlüsse der Regierungssitzung im Kernkraftwerk Paks und erklärte: Der Wasserstand der Donau sei in den letzten Tagen vorübergehend gestiegen, doch laut der Wasserwirtschaftsprognose könnte er innerhalb von vier bis fünf Tagen wieder auf etwa minus 136 bis 137 Zentimeter sinken. Ohne äußere Eingriffe könnte der Wasserstand nächste Woche sogar unter minus 140 Zentimeter fallen, weshalb erneut die vollständige Abschaltung des Kraftwerks in Betracht gezogen werden müsse, fügte er hinzu. 

Das Flussbett wird mit einer Steinschüttung geschützt

Als ersten Schritt der Bauarbeiten wird eine breite Steinschicht auf dem Flussbett ausgebreitet. Diese bildet das Fundament des Bauwerks und verhindert, dass die starke Strömung das Flussbett unterhalb des Bauwerks sowie in dessen Umgebung auswäscht. Auf dieser Steinschicht wird Schicht für Schicht die Sumpfschwelle errichtet. Im Zuge der Arbeiten werden großformatige, mehrere Tonnen schwere Steine im Flussbett platziert, voraussichtlich von beiden Ufern des Flusses aus. Die Ausführung erfolgt vollständig unter Wasser, weshalb die präzise Einbau der Steine und die kontinuierliche Überprüfung der Stabilität des Bauwerks eine besonders komplexe technische Herausforderung darstellen.
An der Planung des Vorhabens war auch die Technische und Wirtschaftswissenschaftliche Universität Budapest beteiligt. Jeder Schritt der Ausführung wird auf der Grundlage der Pläne von Wasserbau- und Nuklearexperten durchgeführt.

Zehntausende Tonnen Gestein werden bewegt

Aufgrund der äußerst kurzen Bauzeit beginnen die Arbeiten an mehreren Standorten gleichzeitig. Der Abbau der benötigten Gesteinsmenge und deren Transport nach Paks, die Einrichtung der Baustellen und Lagerstätten sowie die bedarfsgerechte Verstärkung der Transportwege werden in Angriff genommen.
Die Bauarbeiten werden rund um die Uhr unter provisorischer Beleuchtung stattfinden. Auf der Seite von Paks wird die Baustelle auf dem Gelände des Kernkraftwerks eingerichtet, und das Projekt wird so organisiert, dass das Leben in den umliegenden Ortschaften so wenig wie möglich beeinträchtigt wird.
Der Bau der Sumpfschwelle ist ein Wasserbauvorhaben an der Donau, das seit Jahrzehnten in dieser Größenordnung nicht mehr durchgeführt wurde. Ein Eingriff von vergleichbarer Bedeutung fand zuletzt 1995 beim Bau der Sumpfschwelle bei Dunakiliti statt.

Für den provisorischen Einsatz werden zwei Lastkähne vorbereitet

Parallel zum Bau des permanenten Bauwerks wird auch eine vorübergehende technische Lösung vorbereitet. In diesem Zusammenhang werden zwei jeweils etwa 80 Meter lange Lastkähne in die Region Paks transportiert. Sollte der Wasserstand der Donau vor Fertigstellung der Sumpfschwelle auf ein kritisch niedriges Niveau sinken, würden die Lastkähne quer gedreht, befestigt und anschließend kontrolliert versenkt. Diese Maßnahme könnte den Wasserstand des Flusses kurzfristig um etwa 20 Zentimeter anheben. Vor der endgültigen Entscheidung werden die erforderlichen technischen, wasserwirtschaftlichen und nuklearsicherheitstechnischen Prüfungen durchgeführt.

Die vorab geschätzten Gesamtkosten für die Bodenbegrenzung und die vorläufige Maßnahme belaufen sich auf etwa 6 Milliarden Forint.

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