Was wird gebaut?
Das Gebäude einer der ersten Grundschulen unseres Landes soll innen renoviert werden
Eine der traditionsreichen Einrichtungen in Tolna ist die István-Bezerédj-Grundschule in Szedres, deren Wurzeln eng mit den ungarischen Bildungsbestrebungen der Reformzeit verflochten sind. Der Politiker István Bezerédj und seine Frau waren Pioniere der ungarischen Volksbildung, die um 1836 hier und auf ihrem benachbarten Gut in Hidjapuszta einen der ersten dörflichen Kindergärten des Landes sowie eine Schule zur Ausbildung der Leibeigenenkinder gründeten. Seitdem findet hier ununterbrochen – wenn auch unter sich wandelnden Anforderungen – die Grundschulbildung statt.
Eine Schule im Stil der Spätmoderne hat die herrschaftlichen Räumlichkeiten abgelöst
Der heutige Gebäudekomplex der Schule in Szedres spiegelt dementsprechend die architektonischen und funktionalen Merkmale verschiedener Epochen wider: Anfangs war der Schulbetrieb in der Gemeinde an den historischen Ortskern und die örtlichen herrschaftlichen Gebäude gebunden; in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts wurde es dann aufgrund der gestiegenen Schülerzahlen notwendig, das heute noch genutzte, mehr als 2.300 Quadratmeter große, mehrstöckige Schulgebäude zu errichten und anschließend schrittweise zu erweitern.
Im Laufe der Jahrzehnte wurde das Gebäude um Fachunterrichtsflügel, einen Turnsaal und Gemeinschaftsräume erweitert, um den Anforderungen des achtjährigen Grundschulunterrichts gerecht zu werden. Die im Rahmen der aktuellen öffentliche Ausschreibung dient die umfassende Sanierung der technischen Modernisierung dieses Kulturerbes.
Eine umfassende Modernisierung wird in Angriff genommen
In der Zweigstelle in Szedres des Béla-I.-Gymnasiums in Szekszárd beginnen die Innenrenovierungsarbeiten. Die Sanierung der „Bezerédj István“-Grundschule wurde vom Schulbezirkszentrum Szekszárd ausgeschrieben; die Bauarbeiten werden von dem ortsansässigen Unternehmen Ács- és Állványozó Kft. im Wert von rund 141 Millionen Forint durchgeführt. Die Sanierungsmaßnahmen betreffen sowohl das Erdgeschoss als auch das Obergeschoss des zweistöckigen, insgesamt 2.320 Quadratmeter großen Schulgebäudes.
Im Zuge der Sanierung wird eine umfassende architektonische und ästhetische Erneuerung stattfinden. Auf einer Fläche von fast 450 Quadratmetern werden die Fachleute den abgenutzten Bodenbelag und die dazugehörigen Sockelleisten austauschen; außerdem werden mehr als 4.100 Quadratmeter Wandfläche grundiert und neu gestrichen. Um die bestehenden Werte und die Umgebung während der Bauarbeiten zu schützen, wird eine großflächige Schutzfolienabdeckung von mehr als 1.200 Quadratmetern angebracht.
Neben der Modernisierung der Innenräume werden auch die haustechnischen und elektrischen Anlagen auf den neuesten Stand gebracht: Um die Effizienz der Heizung zu steigern, werden 87 neue Plattenheizkörper und die dazugehörigen Armaturen eingebaut. Parallel dazu wird auch das Stromnetz grundlegend erneuert – mit dem Austausch von mehreren tausend Metern Kabel, einem neuen Verteilerkasten, rund 260 modernen und energiesparenden Leuchten sowie Decken-Präsenzmeldern zur Optimierung der Beleuchtung, sodass Schüler und Lehrer ihren Alltag künftig in einer sichereren, komfortableren und moderneren Umgebung verbringen können.
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