Was wird gebaut?

Im Herzen von Budapest entsteht ein Krankenhaus – in knapp einem Jahr kann es Patienten aufnehmen

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Fotos: Market Építő Zrt.
Die alten, veralteten Krankenhausgebäude wurden renoviert, und daneben entsteht bereits der brandneue, 22.000 Quadratmeter große Flügel Budai Egészségközpont. Das Projekt Market Építő Zrt. setzt die umfassende Sanierung so um, dass die Patientenversorgung im Gebäude Országos Gerincgyógyászati Központ währenddessen ununterbrochen weiterlaufen konnte. Der neue Gebäudeteil soll planmäßig im Herbst 2027 für die Patienten eröffnet werden.

„Das Krankenhaus der Zukunft” – so steht es auf dem Schild, das an der Ecke des Baugeländes an der Kreuzung von Alkotás-Straße und Királyhágó-Straße angebracht ist. Auf dem rund 2,6 Hektar großen Gelände findet seit 2024 die umfassende Sanierung der Gebäude Budai Egészségközpont und Országos Gerincgyógyászati Központ, die als Fachkliniken dienen, unter der Leitung von Market Építő Zrt. statt.
Der erste große Bauabschnitt ist bereits abgeschlossen: Die Fachleute des Baukonzerns haben den 1939 errichteten Trakt „A” und den 1973 übergebenen Trakt „B” der Einrichtung umfassend saniert. Der daneben entstehende, 22.600 Quadratmeter große neue Flügel „C” erreichte im April den Rohbauzustand; in diesem Gebäude finden derzeit gleichzeitig die Installations- und Elektroarbeiten sowie die Betonier-, Maler- und Verlegearbeiten statt.

 

Fotos: Market Építő Zrt.

 

So verläuft der einzigartige Ausbau des Krankenhauswesens in unserem Land

Das Budai Egészségközpont ist eine der führenden privaten Gesundheitseinrichtungen unseres Landes, die bereits seit 25 Jahren besteht und in der mehr als 350 Fachärzte aus 49 Fachgebieten Patienten behandeln. Träger und gleichzeitig Fachkrankenhaus ist auch das Országos Gerincgyógyászati Központ, die einzige öffentlich finanzierte Einrichtung des Landes, die das gesamte Spektrum der Diagnostik und Behandlung von Wirbelsäulenerkrankungen abdeckt. Die Aufgabe der Fachleute von Market Építő, die den in mehreren Phasen durchgeführten Ausbau des Krankenhauses realisieren, geht über den Bau des neuen Krankenhauskomplexes hinaus: Sie gestalten auch die bestehenden, zu verschiedenen Zeiten errichteten Gebäude der Einrichtung zu einem einheitlichen, modernen und sicher funktionierenden Gesundheitskomplex um.

 

Das fast hundert Jahre alte Gebäude wurde von Grund auf saniert – die Operationssäle sind für den Einsatz von Robotertechnik ausgelegt

Am Standort in der Királyhágó-Straße wird seit den 1870er Jahren geheilt; hier befand sich einst das Budaer Garnisonskrankenhaus. An der Stelle des im Krieg beschädigten Gebäudes wurde 1939 nach den Plänen von Iván Tabéry und József Schall der bis heute genutzte Trakt „A” errichtet, an den sich der 1973 fertiggestellte Flügel „B” anschließt. Die beiden Gebäude wurden von den Fachleuten von Market in knapp anderthalb Jahren modernisiert; mit Abschluss dieser Arbeiten konnte die öffentlich finanzierte Einrichtung Országos Gerincgyógyászati Központ wieder in den Gebäudekomplex einziehen. Der spektakulären Erneuerung von Außen und Innen gingen umfangreiche bauliche Maßnahmen voraus: Die Gebäude „A” und „B” wurden statisch durch Jet-Grouting-Technologie verstärkt. Die Struktur des 1939 errichteten Gebäudekomplexes „A” wurde durch äußere Mantelwände, innere Stahlbeton-Verstärkungswände sowie horizontale Ringverstärkungen modernisiert. Auch die vier Operationssäle wurden renoviert, sodass sie nun für den Einsatz modernster Geräte, darunter auch Robotertechnik, geeignet sind.

 

Angenehmes Raumklima, sinkende Betriebskosten

Die renovierten Gebäude bieten nicht nur ein komfortableres Umfeld für Patienten und Krankenhausmitarbeiter, sondern lassen sich auch kostengünstiger betreiben. An den Außenwänden beider Flügel wurde eine dicke Wärmedämmung aus Steinwolle angebracht; außerdem wurden die Fenster und Türen sowie die Kühlanlage modernisiert. Mit der Übergabe der Blöcke „A” und „B” im Mai wurde die erste große Phase des Ausbaus abgeschlossen, während der daneben entstehende neue Flügel „C” bereits im April den Rohbauzustand erreicht hatte.

 

 

Der neue Gebäudetrakt erweitert das Krankenhaus um 22.600 Quadratmeter

Das neue Krankenhausgebäude besteht aus drei Tiefgaragenebenen, vier Etagen für die Patientenversorgung sowie einer Dachgeschossebene für die Technik. In dem mehr als 22.000 Quadratmeter großen Flügel werden neben den Sprechzimmern und Patientenzimmern im 2. Stock auch sieben moderne Operationssäle untergebracht. Im neuen Flügel werden ein Fachzentrum für ambulante Versorgung und Vorsorgeuntersuchungen sowie eine Notaufnahme für akute Fälle untergebracht sein. Durch das Bauprojekt wird die stationäre und die Intensivversorgung modernisiert, während die Kapazitäten für Tageschirurgie und große Operationen erheblich erweitert werden.

 

Das große Krankenhaus wurde in Bereiche von überschaubarer Größe unterteilt

Die Sanierungspläne für die alten Gebäude sowie das Betriebskonzept für das neue Krankenhaus wurden von Paulinyi & Partners gemeinsam mit den Ärzten und den Fachleuten des niederländischen Krankenhausplanungsunternehmens EGM Architecten erarbeitet. Bei der Anordnung der Stationen und der Patientenversorgungsfunktionen waren sowohl ein patientenfreundlicher Betrieb als auch gut nutzbare Räume und ein wirtschaftlicher Betrieb entscheidende Aspekte. Die Masse des über 22.000 Quadratmeter großen Neubaus wurde an den bergig-städtischen Charakter der Umgebung angepasst und in Einheiten im menschlichen Maßstab unterteilt. Der größte Teil des Gebäudes, zu dem auch die Operationssäle gehören, wurde abseits der belebten Alkotás-Straße im inneren Bereich des Grundstücks angeordnet. Bei der Gestaltung der Fassade war ein klares und dennoch charakteristisches Erscheinungsbild angestrebt, das die Funktion des Gebäudes widerspiegelt und Sicherheit sowie Zuverlässigkeit ausstrahlt. Die vorgefertigten Fassadenelemente des neuen Flügels vereinen den gegliederten Gebäudekörper zu einer Einheit und passen sich gleichzeitig den unterschiedlichen Anforderungen der dahinter liegenden Räume an. Durch die Variation des Verhältnisses zwischen durchbrochenen, verglasten und massiven Flächen erhalten die Innenräume genau die Menge an natürlichem Licht, die ihrer Funktion entspricht. Die Anordnung der Module und der Anteil der verglasten Flächen wurden durch kontinuierliche Sonneneinstrahlungssimulationen überprüft. Auch bei den Innenhöfen zwischen den Gebäudeblöcken war es wichtig, für eine ausreichende Belüftung und natürliche Beleuchtung zu sorgen, um für Patienten, Besucher und Mitarbeiter gleichermaßen freundliche Räume zu schaffen.

 

 

Innerhalb von zwei Jahren wurde der Rohbau fertiggestellt

Der Bau des Gebäudes „C” begann im März 2024 mit der Errichtung der Fundamentplatte, und im April 2025 konnten die Hochbauarbeiten beginnen. Der nächste wichtige Meilenstein des Projekts war das Betonieren der Deckenplatte im März 2026. Im April wurde die höchste Stelle des Gebäudes erreicht, was traditionsgemäß mit einem Blumenstrauß gefeiert wurde. Die Größe des Projekts zeigt sich daran, dass für den Rohbau rund 17.000 Kubikmeter Beton und 2.300 Tonnen Betonstahl verwendet wurden, während die geschalten Flächen eine Größe von 57.000 Quadratmetern erreichten.
Mit dem Abschluss der Rohbauarbeiten verlagerte sich der Schwerpunkt der Arbeiten auf die Gestaltung der Fassade, der Außeninfrastruktur und der Innenausrüstung. Nach Angaben des Bauunternehmers wird der nächste wichtige Meilenstein die Erreichung der Wasserdichtigkeit des Gebäudes sein, die für Anfang September 2026 geplant ist.

 

Gleichzeitig wird montiert, betoniert, gestrichen und verlegt

In den Gebäudeteilen, die sich in unterschiedlichen Bauphasen befinden, arbeiten derzeit zahlreiche Gewerke parallel, was eine durchdachte und präzise Arbeitsorganisation erfordert. Die Verlegung der haustechnischen und elektrischen Leitungen verläuft planmäßig, woraufhin der Einbau der abgehängten Decken folgt. In anderen Bereichen haben bereits die Betonierung der Untergründe, die Malerarbeiten und die Verlegung der Bodenbeläge begonnen.

Im nächsten Schritt werden die Tischkonstruktionen eingebaut. Die Verlegung der grundlegenden Haustechnik- und Stromnetze nähert sich bereits der Abschlussphase, während gleichzeitig mit der Installation der größeren Maschinen und Anlagen begonnen wurde.

 

 

Die Verbindung der Gebäude geht über die bloße Gewährleistung des physischen Durchgangs hinaus

Eine der komplexesten ingenieurtechnischen Herausforderungen des Projekts ist die Verbindung des neuen Gebäudes „C” mit den bereits sanierten, in Nutzung befindlichen Gebäudeteilen. Zwischen den Flügeln wird ein verglastes Trennelement eingebaut, das auch architektonisch die Grenze zwischen den historischen und den zeitgenössischen Gebäudeteilen sichtbar macht.

Die Aufgabe beschränkt sich jedoch nicht auf die Schaffung einer physischen Verbindung. Auch die Systeme für den Patientenverkehr sowie die haustechnischen, elektrischen und Automatisierungssysteme der Gebäude unterschiedlichen Alters müssen aufeinander abgestimmt werden. All dies wird so umgesetzt, dass die Patientenversorgung während der gesamten Dauer der Baumaßnahme lückenlos gewährleistet bleibt. Der Bauunternehmer muss daher separate, sichere Verkehrswege für Patienten und Mitarbeiter der Einrichtung sowie für den Baustellenverkehr bereitstellen.

 

Der beengte Arbeitsbereich erfordert eine Logistik von fast chirurgischer Präzision

Eine weitere Herausforderung bei der Organisation und Durchführung der Bauarbeiten stellt das äußerst dichte städtische Umfeld dar. Auf der Baustelle ist nicht genügend Platz für die Lagerung größerer Mengen an Baumaterial oder zum Warten der Lkw vorhanden, und auch in den umliegenden Straßen gibt es keine entsprechenden Möglichkeiten.

Die Anlieferungen müssen daher genau darauf abgestimmt werden, wann und wo die angelieferten Materialien verwendet werden. Besonders eng muss der Bau der externen Versorgungsleitungen koordiniert werden: Die Arbeiten müssen so terminiert werden, dass gleichzeitig auch die Materialien der anderen Gewerke ins Gebäude gelangen können und die Fassadenarbeiten kontinuierlich voranschreiten können.

Ein Vorteil für die präzise Umsetzung und die Kommunikation besteht darin, dass an dem Projekt auch Fachleute aus mehreren Mitgliedsunternehmen des Market Csoport beteiligt sind. Die Unternehmen Moratus Szerkezetépítő Kft., MCM Beton Kft., OKM Építőipari és Szolgáltató Kft., MRKT Padló Kft. und Market Épületszerviz Karbantartó Kft. bringen sich in verschiedenen Fachbereichen in die Arbeit ein.

 

Der Auftragnehmer muss auch mit der Funktionsweise der medizinischen Geräte vertraut sein

Die haustechnischen und elektrischen Anlagen eines modernen Krankenhauses unterscheiden sich erheblich von denen eines herkömmlichen öffentlichen Gebäudes. Für den Bauunternehmer reicht es nicht aus, die Gebäudestrukturen und die Basisnetze zu kennen: Er muss auch mit dem Funktionsprinzip der einzelnen medizinischen Geräte, ihrem Energiebedarf, ihren haustechnischen Anbindungen und den Sicherheitsanforderungen vertraut sein. Die medizintechnischen Geräte werden zwar erst in der letzten Bauphase installiert und in Betrieb genommen, doch müssen die elektrischen, haustechnischen und Automatisierungssysteme des Gebäudes bereits in der aktuellen Bauphase an die Anforderungen der später eintreffenden Anlagen angepasst werden. Eine komplexe Aufgabe ist die Gestaltung der sieben Panel-Operationssäle im 2. Stock. Dazu gehören die Versorgung mit medizinischem Gas, ein System zur Integration der Operationssäle, individuell regulierbare Temperatur und Luftfeuchtigkeit sowie eine sterile Luftbehandlung. Die speziellen Leitungsnetze und Systemkomponenten müssen auch während der Montage vor Verschmutzungen und Beschädigungen geschützt werden.

 

 

Kritische Anlagen müssen auch bei einem Stromausfall weiterlaufen

Der Aufbau des Stromnetzes eines Krankenhauses, das über eine komplexe medizinische Infrastruktur verfügt, birgt ebenfalls erhebliche technische Herausforderungen. Eine grundlegende Anforderung ist, dass nicht einmal ein kurzer Stromausfall den Betrieb der lebenserhaltenden Geräte gefährden darf. Die Stromversorgung des Gebäudes wird daher durch mehrere voneinander unabhängige Systeme gewährleistet. Zu diesem Zweck werden sowohl auf der Mittel- als auch auf der Niederspannungsseite mehrere Einspeisemöglichkeiten geschaffen, die durch automatische Umschalter ergänzt werden. Neben dem sogenannten Bender-System sorgen Dieselaggregate und eigenständige unterbrechungsfreie Stromversorgungen für den unterbrechungsfreien Betrieb der kritischen Anlagen. In den Operationssälen und den Intensivstationen bietet ein spezielles medizinisches Stromversorgungssystem zusätzliche Sicherheit.

 

Sowohl der Untergrund als auch das Dach werden in die Energieversorgung eingebunden

Der Energiebedarf des neuen Gebäudes wird durch mehrere aufeinander abgestimmte technische Lösungen gedeckt. Unter dem Gebäude wurde ein Erdwärmesonden-System installiert, das mit moderner Wärmepumpentechnologie verbunden ist. Auf den Dachflächen werden Solarmodule installiert, und die automatisch gesteuerten Fassadenmarkisen dienen dazu, die Wärmebelastung im Sommer und damit den Energiebedarf für die Kühlung zu senken. Der Auftrag für das Projekt Market umfasst neben der Sanierung der bestehenden Krankenhausgebäude und dem Bau des neuen Flügels auch die Neugestaltung des gesamten Geländes im Bereich Garten- und Landschaftsbau sowie den Ausbau des externen Versorgungs- und Straßennetzes.

 

Die drei Gebäudeflügel werden zu einem einzigen Krankenhaus zusammengefasst

Neben den renovierten Gebäudekomplexen nimmt auch das neue Krankenhausgebäude allmählich seine endgültige Form an. Mit der für Herbst 2027 geplanten Übergabe wird sich die Fläche des Gebäudekomplexes Budai Egészségközpont von bisher rund 18.000 Quadratmetern auf 35.500 Quadratmeter vergrößern. Die Zahl der Betten steigt von 150 auf 250, die der Operationssäle von 7 auf 17 und die der Sprechzimmer von 55 auf 87. Nach Abschluss der Bauarbeiten werden das fast neunzig Jahre alte Gebäude „A”, der in den 1970er Jahren errichtete Gebäudekomplex „B” und der neue Flügel „C” als ein einziges Krankenhaus zusammenwirken. Damit wird der Bauprozess vollendet, der die mehr als anderthalb Jahrhunderte alte medizinische Geschichte des Standorts mit der generationsübergreifenden Patientenversorgung im Krankenhaus der Zukunft verbindet.

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